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29.11.2015

17:33 Uhr

1:4-Niederlage gegen den BVB

Aubameyang verlängert Stuttgarts Talfahrt

Der VfB sucht auch ohne Alexander Zorniger weiter nach dem Weg aus der Krise. Fünf Tage nach der Trennung vom Coach verloren die Schwaben mit 1:4 beim BVB. Die Borussen ärgern so auch den Liga-Primus aus München.

Der Gabuner besiegelte mit seinen Treffern die Stuttgarter Niederlage. ap

Pierre-Emerick Aubameyang

Der Gabuner besiegelte mit seinen Treffern die Stuttgarter Niederlage.

DortmundNeuer Trainer, altes Leid - der VfB Stuttgart hat gegen Borussia Dortmund seine Talfahrt auch fünf Tage nach der Trennung von Alexander Zorniger fortgesetzt. Unter der Regie von Interimscoach Jürgen Kramny kassierten die vom Abstieg bedrohten Schwaben am Sonntag beim 1:4 (1:2) die dritte Niederlage in Serie. Doch anders als bei den beiden deutlichen 0:4-Schlappen zuvor gegen den FC Bayern und den FC Augsburg war ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar.

Dank der Tore von Gonzalo Castro (3. Minute), Pierre-Emerick Aubameyang (19./90.) und Georg Niedermeier (Eigentor/65.) festigte der BVB vor 81.359 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park nach zuletzt zwei Pflichtspiel-Schlappen den zweiten Tabellenplatz. Den Treffer für den lange Zeit mutigen VfB erzielte Daniel Didavi (40.).

Die im Vergleich zum 0:4 gegen Augsburg auf vier Positionen veränderte VfB-Startelf erwischte einen kapitalen Fehlstart und lag schon nach drei Minuten 0:1 hinten. Nach einem Fernschuss von Henrich Mchitarjan war VfB-Keeper Przemyslaw Tyton zwar noch zur Stelle. Doch der von ihm abgewehrte Ball landete auf dem Kopf von Castro, der aus kurzer Distanz seinen ersten Bundesliga-Treffer für den Revierclub erzielte.

Die Rekord-Trainer der Bundesliga

Rekordtrainer

Als einziger aktueller Bundesliga-Trainer rangiert Thomas Schaaf in der ewigen Bestenliste der Liga. Auswahl: Zahl der Spiele, sortiert nach Punkte pro Spiel. Die Rekordtrainer der Fußball-Bundesliga:
Hinweis: Beim Punktedurchschnitt ist die Drei-Punkte-Regel zugrunde gelegt. (Stand: April 2016)

Quelle: sid

10. Platz

Friedhelm Funkel (1991 - 2010), 459 Spiele, 1,07 Punkte pro Spiel

Platz 9

Erich Ribbeck (1968 - 1996), 569 Spiele, 1,46 Punkte pro Spiel

Platz 8

Thomas Schaaf (seit 1999), 524 Spiele, 1,57 Punkte pro Spiel

Platz 7

Felix Magath (1995 - 2012), 495 Spiele, 1,64 Punkte pro Spiel

Platz 6

Otto Rehhagel (1970 - 2012) 832 Spiele, 1,66 Punkte pro Spiel

Platz 5

Christoph Daum (1986 - 2011), 426 Spiele, 1,71 Punkte pro Spiel

Platz 4

Hennes Weisweiler (1965 - 1980), 470 Spiele, 1,73 Punkte pro Spiel

Platz 3

Jupp Heynckes (1979 - 2013) 642 Spiele, 1,75 Punkte pro Spiel

Platz 2

Udo Lattek (1970 - 2000), 522 Spiele, 1,87 Punkte pro Spiel

Platz 1

Ottmar Hitzfeld (1991 - 2008), 461 Spiele, 1,98 Punkte pro Spiel

Die frühe Führung gab der Borussia, die wieder mit dem noch am Donnerstag in Krasnodar geschontem Offensiv-Trio Pierre-Emerick Aubameyang, Marco Reus und Shinji Kagawa auflief, mehr Sicherheit. Zwar geriet sie auch ohne den diesmal pausierenden und zuletzt kritisierten Abwehrchef Mats Hummels kurzzeitig unter Druck, schlug aber mit einem neuerlichen Konter eiskalt zu. Ein sehenswertes Zuspiel des starken Castro veredelte Aubameyang mit einem gefühlvollen Lupfer aus 14 Metern ins Tor. Es war der bereits 16. Saisontreffer des derzeit besten Bundesliga-Schützen.

Dieser Doppelschlag war für die Schwaben nur schwer zu verarbeiten. Dennoch spielten sie weiter mutig nach vorn. So bot sich Didavi (28.) bei einem von BVB-Keeper Roman Bürki parierten Schuss die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Zudem rettete der Dortmunder Außenverteidiger Lukasz Piszczek nach schönem Solo von Timo Werner (40.) auf der Linie. Nur wenige Sekunden später wurde der VfB für seinen Elan doch noch belohnt. Nach Zuspiel von Filip Kostic drückte Didavi den Ball zum verdienten Anschlusstreffer über die Linie.

Auch nach Wiederanpfiff erwies sich der VfB für die Borussia zunächst als unbequemer Gegner. Dennoch übernahm der BVB nun mehr und mehr die Regie und kam durch Aubameyang (50./62.) zu guten Chancen. Doch es passte ins Bild von einem vom Pech verfolgten Abstiegskandidaten, dass der Treffer zum 1:3 durch ein Eigentor fiel. Nach Flanke von Marco Reus beförderte Innenverteidiger Niedermeier den Ball ins eigene Netz und besiegelte damit die bereits 10. Saisonschlappe der Schwaben. Erst danach dominierte der BVB die Partie, ging mit seinen Torchancen jedoch fahrlässig um. Erst kurz vor Schluss traf Aubemeyang zum 4:1-Endstand.

Von

dpa

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