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26.10.2013

18:43 Uhr

10. Bundesliga-Spieltag

Die Schattenseite von Dortmunds Derbysieg

VonLukas Bay

Mit viel Einsatz und spielerischer Klasse hat Borussia Dortmund auf Schalke den ersehnten Derbysieg eingefahren. Doch Ausschreitungen auf den Rängen sorgten für einen Eklat vor dem Spiel.

Bei ihren Rauch- und Pyroattacken nahmen die Dortmunder „Fans“ selbst auf ihren eigenen Torhüter Roman Weidenfeller keine Rücksicht. dpa

Bei ihren Rauch- und Pyroattacken nahmen die Dortmunder „Fans“ selbst auf ihren eigenen Torhüter Roman Weidenfeller keine Rücksicht.

GelsenkirchenIm Revierderby werden für gewöhnlich Helden geboren. Beim 3:1 Auswärtssieg der Borussia in der ausverkauften Veltins-Arena auf Schalke waren es gleich zwei und beide trugen gelb. Der eine: Dortmunds Keeper Roman Weidenfeller, der in der entscheidender Phase den Ausgleich der Schalker per Elfmeter verhinderte . Und der andere: Henrikh Mkhitaryan, der armenische Götze-Nachfolger, der glänzend vorbereitete als die Schalker das Spiel zu drehen drohten. So fuhren die Borussen, die in der vergangenen Saison zweimal gegen den Revierrivalen verloren hatten, den lange ersehnten Derbysieg ein.

Doch überschattet wurde der glänzende Auftritt der Borussen auf dem Platz von Ausschreitungen der eigenen Fans auf den Tribünen. Dabei hätte man meinen können das 143. Revierderby habe ein wenig an Brisanz verloren. Die üblichen Sticheleien der Verantwortlichen waren im Vorfeld weitgehend ausgeblieben. Und auch direkt vor dem Spiel war von Rivalität wenig zu spüren. Schalkes Verteidiger Felipe Santana grüßte seine ehemaligen Mannschaftskameraden herzlich.

Dann kamen die Idioten, fünf Minuten vor Anpfiff stürmten schwarz-maskierte Dortmunder Ultras den Gästeblock, demolierten zunächst die Sicherheitsabsperrungen, um dann mit Pyrotechnik und Bengalos zu zündeln. Ein blamabler Auftritt, den selbst Gästetorwart Roman Weidenfeller nicht zu beenden wusste. Schiedsrichter Knut Kircher musste den Anpfiff um fünf Minuten verschieben und drohte über den Stadionsprecher mit dem Spielabbruch. „Das wird nicht folgenlos bleiben“, versprach Dortmunds Geschäftsführer Watzke und entschuldigte sich für das peinliche Auftreten von Teilen der eigenen Fans. Immerhin waren rund 6000 Dortmunder mit nach Gelsenkirchen gekommen.

Im Unterschied zur 0:3-Niederlage verzichtete Schalkes Trainer Jens Keller auf taktische Experimente und versetzte Kevin-Prince Boateng zurück ins Mittelfeld. Stattdessen startete Adam Szalai. Jürgen Klopp baute im Vergleich zum Sieg bei Arsenal London ebenfalls um, brachte Pierre-Emerick Aubameyang für Jakub Blaszczykowski.

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