Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.02.2012

12:08 Uhr

100 Tage bis zur EM

Alles eine Frage der Vorbereitung

Joachim Löw hat es nicht einfach: Der Kern des Kaders für die Euro 2012 steht - und viele seiner Spieler sind Opfer ihres Erfolges. Deren Termine ziehen sich bis Ende Mai und kollidieren damit mit dem DFB-Trainingslager.

Joachim Löw dirigiert seine Schützlinge - auch terminlich. dpa

Joachim Löw dirigiert seine Schützlinge - auch terminlich.

BremenIn 100 Tagen beginnt für Joachim Löw und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Ernstfall. Am 9. Juni muss das DFB-Team im ukrainischen Lwiw im ersten EM-Gruppenspiel gegen Portugal ran. Das Vorbereitungsprogramm bis dahin steht in den Grundzügen längst, doch es gibt noch einige unsichere Faktoren. „Die Erfahrung lehrt, dass es nicht sinnvoll ist, Ende Februar ein detailliertes Programm vorzugeben“, erklärte Bundestrainer Löw.

Vor allem die Bayern sind die große Unbekannte im EM-Vorbereitungspuzzle von Löw, der nach dem letzten Bundesligaspieltag am 5. Mai sein vorläufiges EM-Aufgebot berufen will. Wahrscheinlich wird der DFB-Chefcoach zunächst wieder mehr als die 23 Spieler benennen, die dann am 4. Juni mit nach Polen reisen können. „Das hängt von verschiedenen Einflüssen ab“, sagte Löw.

Vor allem das nicht vorhersehbare sportliche Abschneiden des Münchner Rekordmeisters, der höchstwahrscheinlich acht deutsche EM-Starter stellt, erschwert die Detail-Planungen. So könnten schon beim Start ins Regenerations-Trainingscamp an der Costa Smeralda auf Sardinien am 11. Mai einige Nationalspieler aus München, Dortmund oder Mönchengladbach fehlen, wenn sie mit ihren Clubs einen Tag später erst das DFB-Pokalfinale in Berlin bestreiten dürfen.

Die Probleme für den Bundestrainer beginnen, wenn der FC Bayern den Sprung ins Champions-League-Finale am 19. Mai schaffen würde. Dann hätte Löw auch zum Start des Trainingslagers in Südfrankreich am 18. Mai rund ein Drittel seines Personals nicht dabei. In jedem Fall kommt das Kompensationsspiel des FC Bayern gegen EM-Gruppengegner Holland - vereinbart nach den Differenzen um die WM-Verletzung von Arjen Robben 2010 - am 22. Mai als unliebsame Unterbrechung dazu.

Bei einem Bayern-Einzug ins Finale der Königsklasse müsste das vorletzte Testspiel in Basel gegen die Schweiz am 26. Mai wohl ohne Münchner Akteure bestritten werden. Erst für die EM-Generalprobe am 1. Juni gegen Israel in Leipzig könnte Löw mit seinem kompletten EM-Aufgebot planen. „Die zwei, drei Wochen im Mai sind entscheidend“, um jeden einzelnen Spieler und das Team auf den Punkt vorzubereiten, unterstrich Löw bereits.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

olli1

29.02.2012, 18:29 Uhr

Die Gefahr, dass Bayern ins Finale der Champions League kommt, ist wohl eher gering:-)

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×