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20.11.2016

13:19 Uhr

11. Bundesligaspieltag

Bayern jetzt Leipzig-Jäger Nummer eins

So knapp ist es an der Bundesliga-Spitze lange nicht gewesen: Während Aufsteiger Leipzig von der Spitze grüßt, laufen die Bayern nun erstmals hinterher – die Verfolger gleich hintendran. Auch im Keller geht es eng zu.

Die Rasenballsportler sind jetzt Spitzenreiter. Isso. dpa

Feiernde Leipziger

Die Rasenballsportler sind jetzt Spitzenreiter. Isso.

DüsseldorfDie Spannung ist zurück! Mit dem Sturz des langjährigen Souveräns vom Tabellen-Thron ist die nationale Dominanz des FC Bayern München endgültig in Frage gestellt. Den erstmaligen Verlust der Spitzenposition nach 14 Monaten an den sensationellen Aufsteiger RB Leipzig kommentierte Philipp Lahm mit ungewohntem Sarkasmus. „Das ist doch schön für die Liga. Das haben sich doch alle gewünscht“, sagte der Bayern-Kapitän nach dem bitteren 0:1 beim Rivalen Borussia Dortmund, der sich eindrucksvoll im Titelkampf zurückmeldete. „Das war ein Meilenstein, ein echtes Statement“, sagte BVB-Coach Thomas Tuchel nach dem Coup.

39 Spieltage lang, seit September 2015 stand der deutsche Rekordmeister ununterbrochen an der Spitze. Doch nach dem ersten Saison-Drittel ist der Nimbus der Unbesiegbarkeit verflogen. Selbst Weltmeister Mats Hummels räumte ein, dass die Bayern zuletzt nicht mehr so souverän aufgetreten sind wie gewohnt. „Es stimmt, dass wir nicht ganz so dominant, nicht ganz so überlegen sind, wie es die Bayern in den vergangenen Jahren waren“, sagte der Neu-Bayer nach seiner missratenen Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

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Ungeschlagen nach elf Spielen ist nicht mehr der Dauermeister aus München, sondern der von den Etablierten kritisch beäugte Emporkömmling aus Leipzig, der auch die Prüfung bei Bayer Leverkusen eindrucksvoll bestand. Drei Punkte Vorsprung vor den Münchnern und sechs Zähler vor dem BVB können den besten Bundesliga-Aufsteiger der Historie aber nicht zu Meisterträumen verleiten. „Darüber denken wir kein bisschen nach“, sagte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick nach dem 3:2 in der BayArena, dem achten Saisonsieg, im ZDF-Sportstudio: „Es ist höchst unwahrscheinlich, dass das passiert.“

BVB-Coach Tuchel, der dem Kollegen Carlo Ancelotti mit einer ausgeklügelten Taktik und dank Pierre-Emerick Aubameyangs zwölftem Saisontor im Top-Spiel die erste Bundesliga-Niederlage zufügte, sieht Leipzig durchaus als ernsthaften Titel-Anwärter. „Ich denke, das ist keine Eintagsfliege. Ich würde sagen, dass Leipzig den exakt gleichen Weg gehen kann wie Leicester City“, erinnerte Tuchel an den Höhenflug des englischen Sensationsmeisters der Vorsaison.

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