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21.11.2014

16:00 Uhr

12. Bundesliga-Spieltag

Bastian Schweinsteiger meldet sich zurück

Die Bayern freuen sich über die Rückkehr eines Weltmeisters. Jürgen Klopp warnt vor heimstarken Paderbornern. Und zwei Derbys sorgen für Brisanz. Die Vorschau auf den 12. Spieltag in der Fußball-Bundesliga.

Bundesliga-Vorschau 12. Spieltag

Gebeutelte Bayern empfangen Hoffenheim - BVB muss punkten

Bundesliga-Vorschau 12. Spieltag: Gebeutelte Bayern empfangen Hoffenheim - BVB muss punkten

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DüsseldorfNach der letzten Länderspielpause starten die Bundesligateams in den Endspurt des Fußballjahres. Maximal acht Spiele stehen den international beschäftigten Vereinen in diesem Jahr noch bevor, ehe die Winterpause eine kurze Erholungsphase gewährt.

Einige Mannschaften sehnen die Pause dringend herbei, andere wollen ihr Punktekonto in der Liga noch ordentlich auffrischen. Im Blickpunkt des 12. Spieltages stehen die Nachbarschaftsduelle in Hamburg und Paderborn. Tabellenführer Bayern München muss sich dem Verfolger 1899 Hoffenheim stellen.

Ganz im Zeichen des Abstiegskampfes steht das 101. Nordderby zwischen dem Tabellen-17. HSV (9 Punkte) und dem 16. aus Bremen (10) am Sonntag. „Wir stehen vielleicht vor dem emotionalsten Spiel der Saison“, meinte Hamburgs Trainer Josef Zinnbauer vor dem Duell mit dem alten Rivalen.

Die Bremer, die unter ihrem neuen Trainer Viktor Skripnik zuletzt zwei Ligasiege feierten, gehen selbstbewusst in die Partie. „Wenn wir unseren Plan durchziehen, dann sind wir das bessere Team“, sagte Werders Mittelfeldspieler Felix Kroos.

12. Bundesliga-Spieltag

FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

Die Schalker wollen gegen den Tabellenzweiten aus Wolfsburg ihre gute Heimbilanz ausbauen. Vor eigenem Publikum sind die Königsblauen in dieser Saison noch ungeschlagen. Fehlen wird dem Revierclub Verteidiger Aogo, der eine Gelb-Sperre absitzen muss. Die Wolfsburger reisen mit viel Selbstbewusstsein nach Gelsenkirchen. Die „Wölfe“ feierten zuletzt acht Pflichtspielsiege in Serie und stellen mit 22 Toren den zweitbesten Angriff der Liga. (Heimbilanz: 9-5-3, 30:15 Tore)

Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)

Die heimstarken Gladbacher wollen nach der ersten Saisonniederlage in Dortmund wieder zurück in die Erfolgsspur. Trainer Favre muss auf Kramer verzichten, der seine Rückenbeschwerden noch nicht überwunden hat. Die Eintracht wurde nach vier Liga-Niederlagen in Serie bis auf Platz zwölf durchgereicht. In ihrer Bundesliga-Geschichte verbuchten die Frankfurter aber gegen keinen Verein mehr Siege (31) als gegen Gladbach. (Heimbilanz: 17-13-10, 76:57 Tore)

Hannover 96 - Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

Hannover ist seit sechs Heimspielen gegen Leverkusen unbesiegt und gewann zuletzt drei Bundesligapartien ohne Gegentor. 96-Kapitän Stindl steht vor seinem Comeback in der Startelf. Bayer 04 konnte dagegen zuletzt nur eine von sechs Begegnungen für sich entscheiden. Trainer Schmidt kann wieder auf die langzeitverletzten Rolfes und Castro zurückgreifen. Dazu kehrt Jedvaj nach Rotsperre wieder zurück. (Heimbilanz: 3-9-3, 22:22 Tore)

SC Paderborn - Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr)

Beim Aufsteiger aus Paderborn kehrt Abwehrchef Hünemeier nach seiner Bauchmuskelzerrung wieder in den Kader zurück. Inklusive des Kapitäns treffen gleich sechs Spieler aus dem Aufgebot der Paderborner auf ihren ehemaligen Verein. Der BVB bläst nach dem Erfolg gegen Gladbach zur Aufholjagd. Reus steht nach seiner Bänder- und Sehnenzerrung wieder bereit. In der Innenverteidigung muss Trainer Klopp den gesperrten Sokratis und den verletzten Hummels ersetzen. (Heimbilanz: -)

FC Bayern München - 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr)

Jetzt auch noch Lahm. Die Verletzung des Kapitäns schraubt die Zahl der längerfristigen Ausfälle beim FC Bayern auf acht hoch. Gut für die Münchner: Wenigstens das Comeback von Schweinsteiger naht, wohl aber noch nicht in der Startelf gegen Hoffenheim. Zwölf Pflichtspiele bestritt der Rekordmeister bisher gegen die Kraichgauer, nie hat er dabei verloren. 1899 reist fast in Bestbesetzung an, nur Polanski fehlt. In der Vorsaison überraschten die Gäste beim 3:3. (Heimbilanz: 5-1-0, 20:5 Tore)

FSV Mainz 05 - SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)

Gegen Freiburg ist Mainz zu Hause ungeschlagen: Vier Siege gab es und zwei Unentschieden. Der Einsatz von Baumgartlinger ist wegen einer Sehnenreizung fraglich, Moritz könnte ihn ersetzen. Der Sportclub ist nach dem 1:0 in Köln und dem 2:0 gegen Schalke mit jetzt elf Punkten auf dem Vormarsch. Ex-Nationalspieler Riether fällt jedoch mit einem Muskelfaserriss in der Wade aus. Dafür soll Sorg in die Startelf zurückkehren. (Heimbilanz: 4-2-0, 14:2 Tore)

1. FC Köln - Hertha BSC Berlin (Samstag, 18.30 Uhr)

Ohne den verletzten Zoller wollen die Kölner gegen Hertha endlich ihren Heimkomplex überwinden. Auswärts ist der FC derzeit das beste Team der Liga, doch im eigenen Stadion sprang in fünf Spielen nur ein Sieg heraus. Die Berliner hingegen sind mit nur einem Punkt die schwächste Auswärtsmannschaft der Bundesliga. Zudem muss die Hertha auf ihre etatmäßigen Kapitäne Lustenberger und Pekarik verzichten. Schulz kehrt dagegen wieder in die Startelf zurück. (Heimbilanz: 17-2-5, 53:28 Tore)

Hamburger SV - Werder Bremen (Sonntag, 15.30 Uhr)

Zum 101. Mal kommt es in der Bundesliga zum großen Nordderby HSV gegen Bremen. Das ist ein historischer Rekord: Nur dieses Duell erreichte schon eine dreistellige Marke. Werder gewann fünf der letzten sechs Aufeinandertreffen gegen den HSV, davon vier zu null. Im aktuellen Kellerduell müssen die Grün-Weißen auf ihren Torjäger di Santo (Außenbandverletzung im rechten Knie) verzichten. Beim HSV fehlt Nationalspieler Jansen (muskuläre Probleme). (Heimbilanz: 22-17-11, 89:60 Tore)

VfB Stuttgart - FC Augsburg (Sonntag, 17.30 Uhr)

Nach zwei Niederlagen in Serie sehnt der VfB ein Erfolgserlebnis herbei. Für Stuttgarts Trainer Veh ist es eine ganz besondere Partie. Der 53-Jährige wurde nicht nur in Augsburg geboren, sondern war auch als Trainer und Spieler beim FCA aktiv. Stürmer Ginczek steht nach seinem Kreuzbandriss vor dem Comeback. Die Augsburger reisen mit komfortablen 15 Punkten im Gepäck ins Schwabenland, verloren aber vier Auswärtspartien in Serie. (Heimbilanz: 2-0-1, 5:6 Tore)

Weitaus weniger angeheizt ist die Stimmung vor dem ersten Westfalen-Derby in der Bundesliga zwischen dem SC Paderborn und Borussia Dortmund. Beide Clubs pflegen seit Jahren ein gutes Miteinander, sechs ehemalige BVB-Akteure stehen heute in Reihen des Aufsteigers.

Die sportliche Situation verleiht der Partie eine gewisse Brisanz. Während der BVB mit dem 1:0-Sieg gegen Gladbach den Rutsch auf die Abstiegsränge gerade noch verhindern konnte, belegen die Paderborner als bester Neuling einen beruhigenden Mittelfeldplatz.

Dennoch ist die Ausgangslage für SC-Coach Andre Breitenreiter klar: „Wenn die Dortmunder 100 Prozent abrufen, wird es schwer. Wenn sie das nicht tun, werden wir da sein und unsere Chance nutzen.“ Das will der BVB auf jeden Fall verhindern. „Jetzt müssen wir den nächsten Schritt tun und Stabilität reinbekommen“, fordert Trainer Jürgen Klopp. Dabei helfen soll Marco Reus, der nach zweiwöchiger Pause wieder fit ist. Dafür fehlen in der Innenverteidigung Mats Hummels und der gesperrte Sokratis.

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