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06.12.2013

23:03 Uhr

15. Bundesliga-Spieltag

Okazaki versaut Verbeek den Abend

Der Club kann auch im 15. Anlauf nicht siegen: Nürnberg führt früh, spielt motiviert und lässt kaum Chancen zu. Allerdings verpasst es der FC auf 2:0 zu erhöhen. Das geht bis zur 75. Spielminute gut – dann kommt Okazaki.

Die Wende, die sich der Club von Gertjan Verbeek erhoffte, blieb bislang aus. Nach 15 Spieltagen hat Nürnberg noch immer keinen Sieg auf dem Konto. dpa

Die Wende, die sich der Club von Gertjan Verbeek erhoffte, blieb bislang aus. Nach 15 Spieltagen hat Nürnberg noch immer keinen Sieg auf dem Konto.

NürnbergDer glücklose 1. FC Nürnberg hat mit seinem 15. Saisonspiel ohne Sieg einen Negativrekord in der Fußball-Bundesliga aufgestellt. Auch beim 1:1 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 schafften die Franken am Freitagabend nicht den ersehnten ersten Erfolg und gehen nun als Verein mit den meisten Partien ohne einen einzigen Dreier nach Saisonstart in die Historie der Eliteklasse ein. Per Nilsson brachte die spielerisch und kämpferisch überzeugenden Nürnberger im Schneegestöber zwar in der 5. Minute in Führung, doch Shinji Okazaki (75.) sicherte den schwachen Rheinhessen noch einen Punkt.

Kurz vor Schluss sah der eingewechselte Mainzer Petar Sliskovic noch die Rote Karte für ein rüdes Einsteigen gegen „Club“-Keeper Raphael Schäfer. „Er wird umgemäht vom Torhüter, danach ordentlich beleidigt, verletzt sich und sieht auch noch Rot. Das Paket fühlt sich sicher gut an für ihn“, sagte der Mainzer Trainer Thomas Tuchel bei Sky.

Der FCN bleibt als Tabellen-Vorletzter mehr denn je ein Abstiegskandidat, die Mainzer rückten auf Platz sieben vor.

Der Nürnberg Torschütze Nilsson war nach dem Spiel absolut gefrustet. „Wir hätten eigentlich gewinnen müssen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und ich hatte den Glauben, dass wir es heute schaffen“, sagte der Schwede: „Aber 1:1 ist in dieser Saison wohl unser Ergebnis. Also müssen wir halt nächste Woche gewinnen.“ Tuchel konnte „mit dem Ergebnis leben. 70 Minuten haben wir uns sehr schwer getan, überhaupt einen Zugang zum Spiel zu finden. Ab der 70. Minute waren wir da, da hat das Tor geholfen. Und am Ende war es sogar ein schmeichelhaften Unentschieden für Nürnberg, weil wir noch zwei hundertprozentige Chancen hatten.“

Sein Nürnberger Kollege Gertjan Verbeek müht sich schon seit sieben Wochen, den Negativtrend der Franken zu stoppen. 14 Spiele ohne Sieg vom Saisonstart weg waren zuvor nur 1860 München in der Spielzeit 1977/78 und der MSV Duisburg 1994/95 geblieben. Beide Vereine hatten dann zwar am 15. Spieltag gewonnen, waren am Saisonende aber abgestiegen. Dieses Schicksal droht auch den Nürnbergern, die spätestens zur Winterpause einen Neustart mit einigen Verstärkungen planen.

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