Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.11.2016

22:49 Uhr

1860 München

Ismaik verkündet Presse-Boykott

Der TSV 1860 München verfällt in trotziges Schweigen. Der verärgerte Großinvestor Hasan Ismaik will Spieler und Funktionäre nur noch mit der Presse reden lassen, wenn es sein muss.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und Hauptanteilseigner des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München, Hasan Ismaik, hier auf einer Pressekonferenz auf dem Vereinsgelände in München, will die Medien für seiner Meinung nach unfaire Berichterstattung durch Missachtung abstrafen. dpa

TSV 1860 München

Der Aufsichtsratsvorsitzende und Hauptanteilseigner des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München, Hasan Ismaik, hier auf einer Pressekonferenz auf dem Vereinsgelände in München, will die Medien für seiner Meinung nach unfaire Berichterstattung durch Missachtung abstrafen.

München1860 München hat nach den jüngsten Entwicklungen rund um den arabischen Investor Hasan Ismaik einen Presseboykott verkündet. Der kriselnde Fußball-Zweitligist, der sich zu Wochenbeginn vom Cheftrainer und seinen beiden Geschäftsführern trennte, teilte am Freitagabend mit: „Sämtliche Repräsentanten der Löwen sowie die 1860-Lizenzmannschaft stehen bis auf Weiteres nicht für Interviews und Gesprächsanfragen aller Medien zur Verfügung.“ Den vertraglichen Verpflichtungen der Liga, etwa bei Spieltags-Pressekonferenzen, komme 1860 weiter nach.

Tags zuvor hatte Geldgeber Ismaik in einem wüsten Facebook-Eintrag die Medien heftig kritisiert und ihnen eine „Lügenkampagne“ sowie die Manipulation der Fans vorgeworfen. Daraufhin wurde der Verein vom Bayerischen Journalistenverband zu mehr Sachlichkeit aufgefordert.

Ob der Boykott in der Sportpresse bereits wahrgenommen wurde, ist unklar. Die Pressevertreter waren am Freitag an einem anderen Ort in München bei der HV von Bayern München: Dessen Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zu Fragen zur eigenen Finanzstärke und der Unabhängigkeit des deutschen Fußball-Rekordmeisters von Investoren nur eine Bemerkung: „Kein Hasan Ismaik, Gott behüte uns vor solchen Leuten.“

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×