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16.08.2015

17:47 Uhr

2:1 gegen Frankfurt

Wolfsburg mit Arbeitssieg

In der Abwehr anfällig, im Angriff äußerst effektiv: Pokalsieger und Vize-Meister VfL Wolfsburg hat nur teilweise an die starke Vorsaison anknüpfen können, ist aber dennoch mit einem Sieg in die neue Spielzeit gestartet.

Angetrieben von Neuzugang Max Kruse kam Wolfsburg zu einem verdienten Erfolg mit Toren von Ivan Perisic (13. Minute) und Bas Dost (17.). AFP

Bas Dost jubelt

Angetrieben von Neuzugang Max Kruse kam Wolfsburg zu einem verdienten Erfolg mit Toren von Ivan Perisic (13. Minute) und Bas Dost (17.).

WolfsburgTrotz eines schwachen Kevin De Bruyne ist der deutsche Vizemeister VfL Wolfsburg erfolgreich in die neue Saison gestartet. Der DFB-Pokalsieger schlug am ersten Spieltag Eintracht Frankfurt mit 2:1 (2:1) und verdarb damit Armin Veh die Rückkehr auf die Trainerbank des hessischen Fußball-Bundesligisten. Angetrieben von Neuzugang Max Kruse kam der Pokalsieger zu einem verdienten Erfolg mit Toren von Ivan Perisic (13. Minute) und Bas Dost (17.). Für Frankfurt traf vor 29.126 Zuschauern Stefan Reinartz (19.)

Beide Mannschaften spielten von Beginn an mutig nach vorne. Mit ihrem offensiven Auftreten ­ und mit ihren Unkonzentriertheiten in der Defensive - sorgten sie für einen unterhaltsamen Nachmittag mit vielen Torchancen.

Die Wolfsburger bewiesen ihre Offensivpower, obwohl der umworbene Kevin De Bruyne eine seiner schwächsten Partien für Wolfsburg absolvierte. Dem zunächst im linken Mittelfeld aufgebotenen Belgier gelang wenig. Seine Pässe kamen nicht an, bei seinen Dribblings blieb er immer wieder hängen.

Der 1. Bundesliga-Spieltag im Überblick

Bayern München - Hamburger SV 5:0 (1:0)

Der FC Bayern ist von Beginn an Chef im Ring. Hamburg setzt überwiegend auf eine kompakte Defensive und Sicherung des eigenen Tores. Nur selten kommen die Gäste in die Münchner Spielfeldhälfte. So fällt die Münchner Führung fast folgerichtig, als Benatia einen Alonso-Freistoß per Kopf ins Netz befördert (27.) Nach der Pause zunächst das gleiche Bild: Bayern macht das Spiel, der HSV die Räume eng. Nach 53 Minuten erhöht Lewandowski aber auf 2:0 und stellt die Münchner Weichen endgültig auf Sieg. Ein Doppelpack von Müller (69. und 73.) macht dann endgültig alles klar. Costa setzt dem Ganzen mit dem 5:0 kurz vor dem Abpfiff dann noch die Krone auf (87.)

Bayer Leverkusen - 1899 Hoffenheim 2:1 (1:1)

Bayer Leverkusen ist mit dem 2:1 (1:1) gegen 1899 Hoffenheim eine vielversprechende Generalprobe gelungen. Vier Tage vor dem Königsklassen-Playoff-Hinspiel beim Miroslav-Klose-Club Lazio Rom machten Torjäger Stefan Kießling in der 45. Minute und „Joker“ Julian Brandt (71.) den saisonübergreifend siebten Heimsieg nacheinander perfekt. Steven Zuber hatte die Fußballprofis aus dem Kraichgau vor 27.125 Zuschauern in der BayArena nach fünf Minuten in Führung gebracht. Das 2:1 ist für Leverkusen der dritte Saison-Auftakterfolg in Serie. Hoffenheim unterlag beim achten Auftritt unter dem Bayer-Kreuz schon zum siebten Mal.

FC Augsburg - Hertha BSC 0:1 (0:0)

Die Europa-League-Starter des FC Augsburg haben sich zum Bundesliga-Auftakt eine Pleite eingehandelt. Rund einen Monat vor dem ersten Auftritt der Vereinsgeschichte auf europäischer Bühne unterlagen die Schwaben Hertha BSC am Samstag mit 0:1 (0:0). Trotz des frühen Platzverweises gegen Raúl Bobadilla wäre für das Überraschungsteam der Vorsaison in einer aufregenden Partie allemal ein Punktgewinn drin gewesen. Doch ein Chancenplus und die fußballerische Überlegenheit nützten nichts. Stattdessen reichte den Berlinern, die am Ende ebenfalls nur noch zu zehnt waren, ein Elfmetertor von Salomon Kalou (48. Minute) zum schmeichelhaften Sieg.

Werder Bremen - FC Schalke 04 3:0 (1:0)

Schalke 04 ist unter dem neuen Trainer Andre Breitenreiter der erhoffte Traumstart in der Fußball-Bundesliga gelungen. Die neu formierten Gelsenkirchener setzten sich am Samstag klar mit 3:0 (1:0) bei Werder Bremen durch und feierten den ersten Auswärtserfolg im Kalenderjahr 2015. Ein Eigentor des Bremer Verteidigers Theodor Gebre Selassie in der 34. Minute sorgte am Samstag für die Schalker Führung. Die Gäste, die mit dem Ex-Bremer Franco Di Santo in der Startelf begannen, legten in der zweiten Halbzeit durch Eric-Maxim Choupo-Moting (68.) und Klaas-Jan Huntelaaar (85.) nach. Werder bemühte sich zwar nach Kräften um ein besseres Resultat, wirkte aber längst nicht so spielstark wie die abgeklärten Schalker. Unter dem Strich blieb Werder zum elften Mal in Serie sieglos gegen den Angstgegner.

FSV Mainz 05 - FC Ingolstadt 0:1 (0:0)

Der FC Ingolstadt hat einen perfekten Einstand in der Fußball-Bundesliga gefeiert. Der 54. Neuling in der Liga-Geschichte setzte sich am Samstag vor 27.152 Zuschauern beim FSV Mainz 05 mit 1:0 (0:0) durch. Der Österreicher Lukas Hinterseer erzielte in der 66. Minute das Tor des Tages und hat seinen Platz im Geschichtsbuch des Aufsteigers sicher. Der Erfolg der läuferisch und kämpferisch überzeugenden Schanzer war hochverdient. Die Mainzer konnten in keiner Phase an die guten Leistungen aus der Vorbereitung anknüpfen und boten zum Saisonstart eine äußerst enttäuschende Vorstellung.

Darmstadt 98 - Hannover 96 2:2 (1:0)

Aufsteiger SV Darmstadt 98 hat einen Auftaktsieg in der Fußball-Bundesliga knapp verpasst, 33 Jahre nach dem letzten Erstliga-Spiel aber eine spektakuläre Rückkehr ins Oberhaus hingelegt. Die „Lilien“ kamen am Samstag gegen Hannover 96 zu einem verdienten 2:2 (1:0). Vor 17 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor brachte Marcell Heller die Gastgeber zweimal in Führung (31. und 54. Minute). Der eingewechselte Charlison Benschop (48.) und ein Eigentor von Darmstadts Kapitän Aytac Sulu (62.) sorgten aber doch noch für einen Punktgewinn der Niedersachsen. Hannovers Neuzugang Mevlut Erdinc verschoss in der 58. Minute zudem noch einen Foulelfmeter.

Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach 4:0 (3:0)

Borussia Dortmund ist im ersten Bundesliga-Spiel unter seinem neuen Trainer Thomas Tuchel zu einem 4:0 (3:0) gegen Borussia Mönchengladbach gestürmt. Marco Reus (15.), Pierre-Emerick Aubameyang (21.) und zweimal Henrich Mchitarjan (33./50.) schossen vor 81.359 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park den hochverdienten Sieg im Westderby heraus. Damit belegt der BVB nach dem Auftaktspiel den zweiten Platz hinter dem FC Bayern München (5:0 gegen den Hamburger SV).

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt (Sonntag, 15.30 Uhr)

VfL Wolfsburg: Der Vize-Meister ist bereits in Form, das hat er beim Supercup-Sieg gegen Bayern München bewiesen. Vor allem die Offensive ist stark. Mit der Rückkehr von Luiz Gustavo dürfte auch die Defensive die bekannte Sicherheit der Vorsaison erhalten.

Eintracht Frankfurt: Trainer-Rückkehrer Armin Veh hat für neue Begeisterung in der Mannschaft und im Umfeld gesorgt. Die Vorbereitung wurde ohne Ausfälle ordentlich bewältigt, die erste Aufgabe im Pokal souverän gelöst.

VfB Stuttgart - 1. FC Köln (Sonntag, 18.30 Uhr)

VfB Stuttgart: VfB-Trainer Zorniger hat ein Spielsystem mit aggressiver Balleroberung und schnellem Umschaltspiel erfolgreich installiert. Zum Saisonstart droht aber der Ausfall von Abräumer Dié. Zudem ist der Fall des wechselwilligen Rüdiger weiter ungeklärt.

1. FC Köln: Das 4:0 im Pokal beim Viertligisten Meppen mit drei Modeste-Toren deutet auf eine gute Frühform des FC hin. Vor allem im Mittelfeld hat Trainer Stöger viel Auswahl. Gerhardt drängt sich in Stuttgart für einen Platz in der Startelf auf.

Im zentralen Mittelfeld, wo in der ersten Halbzeit Kruse agierte, hatte De Bruyne nach dem Wechsel auch nur wenige gute Szenen. Eine Viertelstunde vor Abpfiff nahm VfL-Trainer Dieter Hecking seinen Starspieler vom Platz - ungewöhnlich früh.

Kruse war der auffälligere und effektivere Spieler. Der aus Mönchengladbach gekommene Profi stellte die Frankfurter Abwehr immer wieder vor Probleme. Und er bereitete die beiden Treffer der ersten Halbzeit vor - mit einer schönen Flanke auf den Kopf von Perisic und etwas glücklich und abgefälscht bei der Vorlage für Dosts Abstauber.

Der Vizemeister offenbarte Probleme in der Defensive. Vor allem bei Kontern war der VfL sehr anfällig und wirkte unsortiert. Dass Luiz Gustavo fehlte, fiel auf. Josuha Guilavogui und Maximilian Arnold als Doppel-Sechs produzierten zu viele Fehler.

Der brasilianische Nationalspieler war wegen einer Operation erst spät ins Training eingestiegen und bat Trainer Dieter Hecking am Tag vor dem Frankfurt-Spiel, ihn nicht aufzustellen. Zudem fehlten Torwart Diego Benaglio und Nationalspieler André Schürrle. „Ich hätte sie gerne dabei gehabt“, sagte Hecking vor der Partie bei Sky.

Frankfurt presste, attackierte früh und spielte nach vorne stark. Schon vor dem Anschlusstreffer durch den Reinartz-Kopfball nach Flanke von Haris Seferovic besaß die Eintracht einige gute Möglichkeiten. „Wir müssen aufpassen auf das schnelle Umkehrspiel der Frankfurter“, forderte Benaglio in der Halbzeit bei Sky.

Nach dem Seitenwechsel stellte Veh taktisch um, wechselte von 4-4-2 auf 4-2-3-1. Dadurch wirkte die Eintracht kompakter. Allerdings verloren die Frankfurter auch ihre Gefährlichkeit in der Offensive.

Einen guten Eindruck hinterließ Lukas Hradecky. In seinem ersten Bundesligaspiel strahlte der finnische Torwart, der von Bröndby geholte worden war, Ruhe aus. Bei den Gegentreffern war der Schlussmann ohne Chance.

Von

dpa

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