Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.01.2011

17:05 Uhr

2. Bundesliga

Hertha BSC holt sich Tabellenspitze zurück

VonAlexander Möthe

In einer packenden Zweitligapartie hat die Hertha aus Berlin Fortuna Düsseldorf im Olympiastadion mit 4:2 geschlagen. Die Gäste aus dem Rheinland gingen ohne Respekt und viel Engagement zu Werk, der Hauptstadtklub hielt aber mit Disziplin und Kampfgeist dagegen.

BERLIN. Hertha BSC Berlin hat sich den Spitzenplatz der 2. Bundesliga zurückerobert. Die Hauptstädter setzten sich in einer unterhaltsamen Begegnung mit 4:2 gegen Fortuna Düsseldorf durch. Für die Rheinländer bedeutet dies einen Dämpfer nach fünf ungeschlagenen Spielen in Folge.

Schon in der Anfangsphase zeichnete sich ein packendes Match ab. Die Fortuna verstecke sich auf fremdem Platz nicht, während die Hertha sichtlich bemüht war, das Tempo vorzugeben. Zunächst fielen jedoch beide Teams durch Unsicherheiten in der Defensive auf, Düsseldorfs Keeper Melka und Berlins Schlussmann Aerts griffen bei hohen Bällen daneben, was jedoch folgenlos blieb. In der zehnten Spielminute musste Jens Langeneke nach einem weiteren schweren Patzer Melkas in höchster Not auf der Linie klären.

In der Folge konnte die Fortuna aber frei spielen und nicht unverdient fiel der Treffer der Gäste in deren Drangphase. Lambertz nutzte nach starker Vorarbeit van der Berghs die Verwirrung der Berliner Abwehr mit einer Portion Glück zum Führungstor (21.). Mit konsequentem Pressing setzten die Düsseldorfer die Hertha unter Druck, die umgehend reagierte und einen Sturmlauf auf das gegnerische Tor einläutete. Der wurde fast umgehend belohnt: Lassoga scheiterte am glänzend reagierenden Melka, Hubnik mit einem Kopfball an der Latte. Doch schon in der 29. Minute markierte Sergio Ramos den Ausgleichstreffer, bei dem die rheinische Defensive jedoch alles andere als gut aussah.

Bis zur Pause verflachte das Spiel nun eher. Die Fortuna reagierte kurz schockiert, fing sich aber schnell wieder. Beide Teams konnten aber in dieser Phase kaum spielerische Akzente setzen. Dafür wurde es ruppiger und Schiedsrichter Babak Rafati war gleich mehrfach gefordert. Viele lange Bälle machten das Spiel hektischer, die Hertha konnte zwischenzeitliche 60 Prozent Ballbesitz aber nicht mehr in zwingende Aktionen umsetzen. Allerdings verhinderte nur die mangelhafte Chancenverwertung beider Vereine, dass die über 36.000 Zuschauer im Olympiastadion mehr Tore zu sehen bekamen.

Nach dem Wechsel kamen die Gäste wieder besser in die Partie, wurden jedoch von einem Aussetzer ihres Schlussmanns Melka erneut zurückgeworfen. Rukavytsa tauchte frei vor dem Tor auf, der Keeper griff, auf dem Rasen kniend, äußerst unglücklich daneben. 51. Minute, 2:1 für die Hertha. Die gönnte sich nun eine Atempause, was die Gäste nutzten, um ordentlich Druck zu machen. Mit Wut im Bauch, aber kontrolliert machten nun Düsseldorfer das Spiel und erspielten sich einige Chancen. Jovanovic (57.) und Lambertz (61.) scheiterten jedoch mehr oder minder knapp. Den schönsten Spielzug der Fortuna schloss der Kapitän jedoch in der 68. Minute mit seinem Treffer ab: nach Doppelpass von van der Bergh und Rösler schob Lambertz überlegt ein.

Die Hertha wachte nun ihrerseits wieder auf und beim Stand von 2:2 entwickelte sich eine rassige, wenngleich nicht hochklassige Partie mit hohem Unterhaltungswert. Den Gastgebern war Nervosität anzumerken, allerdings arbeiteten sie viel nach vorn und belohnten sich mit dem 3:2 durch Lasogga. Melka blieb diesmal chancenlos.

Fortuna steckte nicht auf, es fehlte aber zusehends an Kraft und Präzision. Eine Vorentscheidung der bis dato offenen Partie fiel, als in der 84. Doppeltorschütze Lambertz mit der Ampelkarte vom Feld musste. In der Folge gelang den Düsseldorfern trotz anhaltendem Druck kaum noch etwas. Einzig Bröker stellte Keeper Aerts in der 88. Minute noch einmal auf die Probe.

Die Fortuna warf in der Schlussphase alles nach vorne, blieb aber glücklos. Da war es fast konsequent, dass Herthas Ramos mit der letzten Aktion des Spiels einen Konter mit einem Lupfer zum 4:2 Endstand abschloss (4:2).

Die Hertha liegt somit bei ihrer Mission Wiederaufstieg wieder voll im Soll, gewinnt letztlich verdient gegen starke Gäste aus Düsseldorf.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×