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21.02.2015

18:00 Uhr

22. Bundesliga-Spieltag

Freiburg holt Punkt gegen 1899

Der SC Freiburg hat im Abstiegskampf zumindest einen weiteren Teilerfolg verbucht. Die Breisgauer erkämpften sich ein 1:1 gegen 1899 Hoffenheim. Auch ein Sieg wäre durchaus möglich gewesen.

Sebastian Rudy (l) und Sejad Salihovic (r) von Hoffenheim kämpfen mit Felix Klaus (M) von Freiburg um den Ball. dpa - picture-alliance

Kraichgau gegen Breisgau

Sebastian Rudy (l) und Sejad Salihovic (r) von Hoffenheim kämpfen mit Felix Klaus (M) von Freiburg um den Ball.

FreiburgDer SC Freiburg hat einen weiteren Schritt aus dem Tabellenkeller verpasst. Eine Woche nach dem Sieg bei Hertha BSC Berlin kamen die Breisgauer am Samstag im badischen Fußball-Derby gegen 1899 Hoffenheim nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Vor 23 800 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion brachte Immanuel Höhn die Hausherren in der 25. Minute zwar in Führung. Kevin Volland gelang sechs Minuten vor der Pause aber der Ausgleich für die Gäste, die den Anschluss an die Europa-League-Plätze immer mehr verlieren.

In der Nachspielzeit sah Freiburgs Marc Torrejón wegen groben Foulspiels noch die Rote Karte. Freiburgs Trainer Christian Streich wurde danach wegen Meckerns auf die Tribüne verbannt.

Streich vertraute jener Elf, die vor einer Woche in Berlin gewonnen hatte. Ohne zahlreiche verletzte oder kranke Stammspieler wie Nils Petersen, Mike Frantz oder Marc-Oliver Kempf blieben Streich aber auch kaum Möglichkeiten für personelle Änderungen.

Der 22. Bundesliga-Spieltag

VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 2:3 (1:2)

Nach 90 Minuten gewinnt Borussia Dortmund mit 3:2 gegen den VfB Stuttgart – und das klingt knapper als es war. Die Schwarz-Gelben dominieren von Beginn an die Partie. Nach 25 Minuten besorgt Aubameyang die Führung. Doch Sahin foult Niedermeier im Sechzehner und Klein erzielt den Ausgleich (32.). Doch der BVB spielt auch nach dem Ausgleich weiterhin dominant. Gündogan trifft nach Kagawa-Vorlage zum 2:1 (39.). Nach der Pause ist die Klopp-Truppe weiterhin am Drücker, versäumt es aber das dritte oder gar vierte Tor nachzulegen. In der 89. gelingt Reus das 3:1, aber Niedermeier kann noch im Gegenzug verkürzen.

FC Schalke 04 - Werder Bremen 1:1 (0:0)

1:1 trennten sich beide Mannschaften nach einer packenden Schlussphase. Beide Seiten lieferten sich ein richtig gutes Duell, doch Tore fielen erst im zweiten Durchgang. Meyer zog aus der Distanz ab, Wolf patzte - Schalke führte (61.). Den bereits sicher geglaubten Sieg gab Königsblau in der zweiten Minute der Nachspielzeit aus der Hand, als Prödl zum 1:1 einköpfte. Das Unentschieden geht am Ende absolut in Ordnung.

FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 3:1 (1:1)

Der FSV Mainz 05 feierte mit seinem neuem Trainer Martin Schmidt einen perfekten Einstand und blieb im Rhein-Main-Derby gegen Frankfurt vor heimischem Publikum ungeschlagen. In einem rassigen Spiel gingen die Gäste durch Stefan Aigner in Führung (35.), doch Christian Clemens sorgte umgehend für den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel brauchten die Nullfünfer 2 Minuten und 36 Sekunden, um das 2:1 und 3:1 zu erzielen, und damit das Spiel zu entscheiden. Geis und Malli trafen dabei sehenswert.

SC Freiburg - 1899 Hoffenheim 1:1 (1:1)

Hoffenheim spielte in den ersten 45 Minuten die vielleicht schlechteste Hälfte der Saison, dennoch konnte Volland die Führung von Höhn (25.) in der 39. Minute ausgleichen. Halbzeit Zwei gehörte dagegen den Gästen aus dem Kraichgau, die gerade in Person von Volland und Modeste mächtig Betrieb machten. Bis auf einen Pfostenschuss von Polanski (52.) gab es jedoch keine Großchancen. Die Rote Karte für Torrejon (90.+2) wirkte sich nicht mehr entscheidend auf die Partie aus.

SC Paderborn - Bayern München 0:6 (0:2)

Die Bayern gewannen nach Startschwierigkeiten mit 6:0 in Paderborn. In der ersten Halbzeit standen die Paderborner sicher in der eigenen Hälfte und ließen den Bayern nur wenig Platz zum Kombinieren. Lewandowski nutzte jedoch die einzigen Chancen zur 2:0-Führung (24.,37.). In den zweiten 45 Minuten ging den Paderbornern dann die Luft aus und die Bayern spielten ihre Chancen sehenswert zu Ende. Robben (63. Elfmeter,86.), Ribery (72.) und Weiser (78.) waren die Torschützen.

FC Augsburg - Bayer Leverkusen 2:2 (0:1)

Zunächst verlief die zweite Hälfte ruhig, bis der eingewechselte Caiuby in der 59. Minute seinen ersten Treffer für den FCA und damit den 1:1-Ausgleich erzielte. Danach waren die Schwaben klar die bessere Mannschaft und stellten den starken Leverkusener Keeper Bernd Leno ein ums andere Mal auf die Probe. Völlig aus dem Nichts erzielte dann Bayers Reinartz in der 84. Minute die erneute Bayer-Führung. Callsen-Bracker fälschte den Ball noch ab. In der vierten Minute der Nachspielzeit wurde der Augsburger Torhüter dann zum Helden der Partie. Bei einer der letzten Eckbälle eilte Hitz mit nach vorne und bugsierte den Ball zum Ausgleich ins Tor.

1. FC Köln - Hannover 96 1:1 (1:1)

In einem von beiden Seiten sehr destruktiv geführten Spiel wurde in Köln zwischen dem FC und Hannover 96 kein Sieger ermittelt. Die Korkut-Elf startete gut und ging gegen desorganisierte Domstädter durch Joselu (6.) früh in Führung. Der FC konnte sich jedoch fangen und machte nach 17 Minuten den Ausgleich durch Stürmer Anthony Ujah. Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv, krankte aber an vielen Zweikämpfen und Unterbrechungen. Nachdem die wenigen guten Chancen ungenutzt blieben, flog noch der Portugiese Joao Pereira in der Nachspielzeit wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Feld (90.+1).

Hamburger SV - Bor. Mönchengladbach 1:1 (0:0)

Der Hamburger SV schaffte nicht den Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Nur 1:1 spielte der HSV gegen Borussia Mönchengladbach. Die Führung gelang Stieber mit einem Schuss ins linke Eck zum 1:0 (73.). In der Nachspielzeit köpfte Hrgota den 1:1-Ausgleich (90+2.).

VfL Wolfsburg - Hertha BSC 2:1 (1:1)

Einen standesgemäßen Sieg landete der VfL Wolfsburg mit dem 2:1 über Hertha BSC. Dost gelang das 1:0 (10.). Noch vor der Pause köpfte Stieber den 1:1-Ausgleich (30.). Für die Entscheidung sorgte erneut Dost, der nach einem Pfostenschuss von Gustavo, den 2:1-Siegtreffer markierte (74.).

Bei den Gästen baute Chefcoach Markus Gisdol, der trotz einer schweren Grippe auf der Bank saß, seine Mannschaft im Vergleich zum 2:1 im Derby gegen den VfB Stuttgart auf zwei Positionen um. Anthony Modeste und Sejad Salihovic standen für Sven Schipplock und Nadiem Amiri in der Startformation.

Dem nach seiner Gelbsperre wieder zur Verfügung stehenden Eugen Polanski blieb dagegen zunächst nur die Rolle des Reservisten. Gisdol gab Sebastian Rudy, Siegtorschütze gegen Stuttgart, den Vorzug.

In einer insgesamt schwachen Partie bestimmten die Freiburger zunächst das Geschehen und gingen in der 25. Minute verdient in Führung. Nach einem Freistoß von Jonathan Schmid entwischte Höhn seinem Gegenspieler Rudy am langen Pfosten und konnte unbedrängt einschießen. Für den Abwehrspieler war es der erste Torschuss in dieser Saison überhaupt.

Hoffenheims Keeper Oliver Baumann war ohne Abwehrchance. Für Baumann war es nach seinem Wechsel in den Kraichgau die erste Rückkehr. Dort wurde er, der 14 Jahre lang für den SCF gespielt hatte, mit Pfiffen und Schmähgesängen begrüßt.

Nach dem Führungstreffer kontrollierten die Hausherren das Geschehen, ohne sich nennenswerte Chancen zu erspielen. Völlig überraschend kamen die Gäste sechs Minuten vor der Pause zum Ausgleich. Volland hämmerte den Ball unhaltbar für Freiburgs Torhüter Roman Bürki in die Maschen. Wenig später hatten die Hoffenheimer Glück, dass Pirmin Schwegler nach einem wiederholten Foul nicht mit Gelb-Rot vom Platz flog. Gisdol reagierte prompt und holte den Schweizer noch vor dem Halbzeitpfiff vom Feld.

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Gäste. Nach einem krassen Fehlpass von Höhn schoss Modeste zunächst knapp neben das Tor (50.). Dann lenkte Bürki einen Polanski-Knaller aus rund 25 Metern mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten.

Von den Gastgebern war dagegen nicht mehr viel zu sehen. Die Streich-Schützlinge zeigten zwar erneut kämpferisch eine überzeugende Vorstellung. Spielerisch bleib beim SCF aber vieles Stückwerk. Allerdings konnte Hoffenheim die Überlegenheit nicht zum zweiten Treffer nutzen. Nach schöner Kombination über Salihovic und Volland vergab Modeste aus zwei Metern die letzte Großchance (69.)

Von

dpa

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