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28.02.2015

20:53 Uhr

23. Bundesliga-Spieltag

Meier schlägt den HSV

Alexander Meier hat sich im Rennen um die Torjägerkrone zurückgemeldet. Der Frankfurter erzielte beide Treffer beim 2:1-Sieg der Eintracht gegen einen bemühten, aber vor dem Tor zu nervösen HSV.

Schlug zweimal Eiskalt zu: Frankfurts Doppeltorschütze Alexander Meier. dpa

Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 2:1 (1:1)

Schlug zweimal Eiskalt zu: Frankfurts Doppeltorschütze Alexander Meier.

FrankfurtFrankfurts Toptorjäger Alexander Meier hat seinen Ex-Club Hamburger SV noch tiefer in den Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga geschossen. Der Eintracht-Stürmer erzielte beim 2:1 (1:1)-Sieg der Hessen am Samstagabend beide Treffer und rehabilitierte sich mit seinem Team damit für den blamablen Auftritt im Rhein-Main-Derby beim FSV Mainz 05.

Meier traf vor 50.500 Zuschauern in der 12. Minute per Strafstoß und in der 54. Minute. Zoltan Stieber hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste erzielt (45.+1), die Matthias Ostrzolek in der 64. Minute wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot verloren.

Meier zeigte es mit seinen Saisontoren 15 und 16 auch seinen Kritikern und rückte in der Torjägerwertung bis auf einen Treffer an den führenden Bayern-Star Arjen Robben heran. Der Publikumsliebling war nach der 1:3-Niederlage in Mainz unter anderem von Sportdirektor Bruno Hübner kritisiert worden. Allerdings verschoss Meier in der Nachspielzeit einen weiteren Foulelfmeter, als er nur die Latte traf.

„Wir haben viele Schwankungen in unseren Spielen, das ist ein sehr wichtiger Sieg. Aber wir können uns das Leben noch viel einfacher machen“, urteilte Eintracht Torwart Kevin Trapp. Hamburgs Torschütze Stieber indes sagte: „Das ist Abstiegskampf für uns, wir müssen einfach Punkte holen. Wir geben weiter Gas.“

Beim HSV saß Kapitän Rafael van der Vaart wie schon eine Woche zuvor beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach zunächst nur auf der Bank. Erst in der 79. Minute wurde der Niederländer eingewechselt. Die erste gute Szene der Partie hatte Artjoms Rudnevs, der für den verletzten Ivica Olic spielte. Bereits in der zweiten Minute lief der Angreifer allein auf Trapp zu, scheiterte aber am gut reagierenden Keeper der Hausherren.

Der 23. Bundesliga-Spieltag

FC Bayern München - 1. FC Köln 4:1 (2:1)

Die Bayern beschenken sich zum 115. Vereinsgeburtstag selbst. Nach zehn Minuten scheint die Partie bereits entschieden, Schweinsteiger (3.) und Ribery (10.) treffen früh, doch Köln gelingt durch Ujah noch vor der Pause der Anschluss (45+1.). Köln zeigt sich mutig im zweiten Spielabschnitt, hat durch Ujah und Risse sogar doppelt die Chance zum 2:2, doch letztlich sorgt das Münchner Konterspiel fürklare Verhältnisse: Robben (67.) und Lewandowski (75.) schießen die Bayern auf die Siegerstraße. Köln präsentiert sich besser, als anfangs befürchtet, fährt aber dennoch ohne Punkte nach Hause.

Borussia Dortmund - FC Schalke 04 3:0 (0:0)

Nach einer hochgradig einseitigen ersten Halbzeit, in der die Gastgeber reihenweise Großchancen liegen lassen, spielt die Borussia auch in den zweiten 45 Minuten nur auf ein Tor. Dennoch dauert es bis zur 78. Minute, ehe Aubameyang die erlösende Führung erzielt. Mkhitaryan (79.) und Reus (86.) legen im Anschluss nach und krönen eines der besten Saisonspiele der Dortmunder. Schalke muss sich nach dem harmlosen Auftreten unangenehmen Fragen stellen.

Bayer Leverkusen - SC Freiburg 1:0 (1:0)

Wie bereits im Hinspiel bieten die beiden Teams den 28.624 Fans ein überschaubares Spektakel - diesmal fällt jedoch ein Tor. Leverkusen startet stark in die Partie, ist gegenüber defensiven und ängstlichen Freiburger in allen Belangen überlegen. Nach zwei guten Chancen der Breisgauer erzielt Kapitän Simon Rolfes (33.) das Tor des Tages. Nach dem Seitenwechsel gibt es auf beiden Seiten kaum noch Bewegung oder Chancen - lediglich eine ist erwähnenswert: Jonathan Schmid sorgt beinahe für verkehrte Welt im Rheinland und erzielt in der Nachspielzeit per Kopf beinahe noch den Ausgleich (90.+2).

1899 Hoffenheim - FSV Mainz 05 2:0 (0:0)

55 Minuten lang sind die Gäste aus Mainz das bessere Team und haben die klareren Chancen. Doch dann kontern die Gastgeber mustergültig über Firmino und Volland (55.). Mit dem Führungstreffer im Rücken kehrt auch das Hoffenheimer Kombinationsspiel zurück. Einen dieser schönen Konter vollendet Polanski zur 2:0-Entscheidung (76.).

Hannover 96 - VfB Stuttgart 1:1 (0:0)

Das 1:1 hilft keinem so richtig weiter, immerhin war auf beiden Seiten der Wille zum Sieg vorhanden. Stuttgart kommt besser in die Partie, leistet sich aber wie Hannover viele Ungenauigkeiten im Aufbau. Nach dem Treffer von Gentner (52.) kommt Hoffnung beim VfB auf, die aber durch das Ausgleichstor durch Stindl (70.) im Keim erstickt wird. Hannover übernimmt von da an die Partie und ist dem Sieg näher als die Gäste. In der Schlussphase kommt es bei einer Rudelbildung noch zu unschönen Szenen, Harnik (Rot) und Stindl (Gelb-Rot) fliegen vom Platz.

Hertha BSC - FC Augsburg 1:0 (0:0)

Augsburg dominiert das Spiel ab der 20. Minute, doch verpasst es gefährliche Chancen zu kreieren. Die Hertha konzentriert sich auf ihre gute Abwehrarbeit, und gewinnt durch das Tor von Salomon Kalou (88.) nicht ganz unverdient. Der FCA ist nun seit vier Spielen ohne Sieg.

Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 2:1 (1:1)

Vorne hui, hinten pfui: Die Frankfurter Eintracht präsentierte sich offensiv druckvoll und ideenreich, defensiv aber häufig unkonzentriert. Am Ende war das 2:1 verdient. Insbesondere Alex Meier durfte sich freuen. Die Hamburger waren hingegen mal wieder einfach zu schwach.

Borussia Mönchengladbach - SC Paderborn 2:0 (1:0)

Mönchengladbach gewinnt mit zwei abgefälschten Toren gegen nun mehr als Abstiegskandidaten geltenden SC Paderborn. Der Arbeitssieg bringt die Gladbacher in die Spur nach Europa. Die Paderborner waren ein ums andere Mal zu zögerlich vor dem Tor.

Werder Bremen - VfL Wolfsburg 3:5 (3:3)

Acht Tore in knapp 55 Minuten: Das letzte Spiel des Spieltags ist mit Abstand das torreichste. Wolfsburg watscht Werder Bremen mit 3:5 ab und sorgt für die erste Werder-Niederlage 2015. Wieder einmal war Bas Dost der spielbestimmende Akteur. Wolfsburg steht weiterhin für Spektakel.

Danach übernahmen die Gastgeber aber das Kommando. Nur zwei Minuten nach der Rudnevs-Chance tauchte Stefan Aigner allein vor dem Hamburger Tor auf, trat im Strafraum der Gäste aber in den Rasen. Kurz darauf setzte Lucas Piazon Meier in Szene, der aber an HSV-Torwart Jaroslav Drobny scheiterte.

Bei den Frankfurtern sorgte vor allem der in die Startelf gerückte Takashi Inui anfangs auf der Position hinter der einzigen Spitze Meier für Wirbel und leitete auch die Führung ein. Nach feinem Zuspiel des Asiaten kam Piazon im Zweikampf mit Johan Djourou zu Fall. Meier verwandelte den Strafstoß sicher.

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