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06.04.2014

18:02 Uhr

3:0 gegen Hannover

Braunschweig darf weiter hoffen

Braunschweig setzt in der vorletzten Minute noch einen drauf: Nach dem beherzten 3:0-Sieg gegen Hannover ist der Klassenerhalt für die Eintracht weiter möglich. Hannover rutscht derweil weiter in Richtung Abstiegsplatz.

Zwei der drei Torschützen: Braunschweigs Havard Nielsen (rechts) jubelt nach seinem Tor zum 2:0 mit seinem Teamkollegen Domi Kumbela. dpa

Zwei der drei Torschützen: Braunschweigs Havard Nielsen (rechts) jubelt nach seinem Tor zum 2:0 mit seinem Teamkollegen Domi Kumbela.

BraunschweigDer kesse Aufsteiger Eintracht Braunschweig hat im Bundesliga-Existenzkampf das nächste Lebenszeichen gesendet und den Nachbarn Hannover 96 mit in den Abstiegssog gezogen. Durch Tore von Domi Kumbela (14. Minute), Havard Nielsen (21.) und Jan Hochscheidt (89.) gewann der Tabellenletzte am Sonntag das zum Hochsicherheitsspiel erklärte Niedersachsen-Derby mit 3:0 (2:0) und verkürzte den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf zwei Zähler.

Vor 22 867 Zuschauern im ausverkauften Eintracht-Stadion war die Elf von Torsten Lieberknecht die effizientere Mannschaft gegen harmlose 96er, die zudem Andre Hoffmann (62.) wegen einer Frustattacke durch die Rote Karte verloren. Nach der vierten Niederlage in Serie ist Hannover nur noch zwei Punkte von Rang 16 entfernt.

„Das waren wichtige drei Punkte in einem sehr emotionalen Spiel. Wir haben gezeigt, dass wir dranbleiben wollen wie die Kletten“, sagte Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht im TV-Sender Sky zu der Tatsache, dass der Anschluss hergestellt ist. „Es ist ein wunderbarer Tag. Die Mannschaft ist mit dem Druck sehr gut umgegangen. Wir sind nach wie vor dabei“, frohlockte Manager Marc Arnold, nachdem der Neuling vor Wochen von vielen schon abgeschrieben worden war. „Uns ist der Befreiungsschlag nicht gelungen“, räumte Hannovers Kapitän Lars Stindl ein. 96-Präsident Martin Kind hatte die Vorstellung bereits in der Halbzeitpause als „inakzeptabel“ bezeichnet.

3300 Beamte waren rund um das Derby im Einsatz, um Ausschreitungen wie beim Hinspiel im November in Hannover zu verhindern. Bei der Anreise zum Stadion und während der Partie blieb nach Polizeiangaben alles friedlich. Der größte Teil der 2280 Gäste-Fans war mit 50 Bussen in die 70 Kilometer entfernte Nachbarstadt gefahren worden. Tickets werden nur gegen Ausweis-Vorlage im Bus verteilt. Gegen diese Praxis demonstrierten rund 700 Fans vor dem Bahnhof in Braunschweig.

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