Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.12.2014

22:27 Uhr

3:2 gegen Frankfurt

Hoffenheim gewinnt Schlagabtausch

Frankfurt und 1899 lieferten sich ein packendes Duell. Zweimal ging Hoffenheim in Führung, zweimal kämpfte sich die Eintracht zurück ins Spiel. Am Ende machte Firmino dann aber doch den Deckel drauf.

Hoffenheims Adam Szalai (l) lässt sich von seinen Mannschaftskollegen für sein Tor zum 2:1-Zwischenstand feiern. dpa

Hoffenheims Adam Szalai (l) lässt sich von seinen Mannschaftskollegen für sein Tor zum 2:1-Zwischenstand feiern.

Sinsheim1899 Hoffenheim hat den Höhenflug von Einracht Frankfurt beendet und Ex-Nationaltorwart Timo Hildebrand das Bundesliga-Comeback verdorben. Durch den späten Treffer von Roberto Firmino (87. Minute) verlor die Mannschaft des Ex-Nationaltorhüters am Freitagabend etwas unglücklich mit 2:3 (0:1) und fiel in der Tabelle hinter die Kraichgauer zurück. In einer in der Schlussphase turbulenten Begegnung vor 28.331 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena waren Ex-Nationalkeeper Hildebrand bei seiner Rückkehr nach gut einem Jahr im Oberhaus auch die beiden ersten Gegentore durch Kevin Volland (43.) und Adam Szalai (65.) nicht anzukreiden. Die Hessen steckten nie auf und kamen durch Stefan Aigner (58.) und Haris Seferovic (77.) zweimal zurück.

Durch eine Verletzung von Niklas Süle wurde Hoffenheims Coach Markus Gisdol bereits früh zum Umbau seiner Abwehr gezwungen. Der U21-Nationalspieler knickte nach einem Zweikampf mit Seferovic um und musste mit Verdacht auf eine schwere Verletzung am linken Knie vom Feld. Für Süle, der zur Untersuchung in die Uni-Klinik nach Heidelberg gebracht wurde, kam nach zehn Minuten Tobias Strobl in die Partie.

Die Gastgeber brauchten einige Zeit, um sich von diesem Schreck zu erholen. Weil Volland und Roberto Firmino zunächst gut abgeschirmt wurden, konnten die Kraichgauer ihr Spiel gegen zweikampfstarke Frankfurter nicht wie gewohnt aufziehen. Hildebrand musste bei seinem Comeback im Tor der Eintracht erstmals in der 19. Minute bei einem Kopfball von Anthony Modeste richtig zupacken. Ansonsten wurde der Keeper, der im November 2013 für den FC Schalke 04 letztmals erstklassig gespielt hatte, an seiner ehemaligen Wirkungsstätte mehr als eine halbe Stunde lang kaum geprüft.

Erst nach 36 Minuten drohte dem Tor der Hessen erstmals echte Gefahr, als Roberto Firmino steil auf Tarik Elyounoussi spielte, dessen Schuss um Zentimeter am langen Eck vorbeiflog. Auf der Gegenseite stand Liga-Toptorjäger Alexander Meier im Schatten der aufmerksamen 1899-Abwehr, die den 31-Jährigen vor der Pause nur einmal aus den Augen ließ. Da schoss Meier den Ball allerdings etwas überhastet Torhüter Oliver Baumann direkt in die Arme (12.).

Der 15. Spieltag

TSG Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 3:2

Frankfurt beginnt gut, Hoffenheim kommt erst nach und nach besser ins Spiel und geht kurz vor der Pause durch Volland in Führung (43.). Nach dem Seitenwechsel drängen die Gäste auf den Ausgleich und werden belohnt. Aigner trifft zum 1:1 (58.). Kurz darauf bringt Szalai die Hausherren wieder in Front (66.). Nach dem erneuten Frankfurter Ausgleich durch Seferovic (77.) markiert der überragende Firmino kurz vor dem Schlusspfiff den Siegtreffer für die Kraichgauer (87.).

FC Augsburg - FC Bayern 0:4

Eine Stunde lang liefert Augsburg dem Rekordmeister einen heißen Kampf – und geht dann unter. Innerhalb von nur 12 Minuten machen Benatia (58.), Robben (59. und 71.) und Lewandowski (68.) alles klar. Durch den Sieg steht der Rekordmeister bereits als Herbstmeister fest.

Werder Bremen - Hannover 96 3:3

In einer unterhaltsamen Bundesliga-Partie trennen sich Werder und Hannover 3:3. In den ersten 30 Minuten dominiert Hannover das Spiel und geht verdient durch Stindl in Führung (12.). In der 36. Minute erzielt Zlatko Junuzovic den schmeichelhaften Ausgleich. In den zweiten 45 Minuten kommen die Bremer besser aus der Halbzeit uns gehen durch Melvyn Lorenzen sehenswert mit 2:1 in Führung (55.). Joselu und Hiroshi Kiyotake drehen das Spiel erneut (62.,64.). Kurz vor Schluss erzielt Davie Selke den verdienten Ausgleich (88.).

FC Schalke 04 - 1. FC Köln 1:2

Köln gewinnt durch die Tore von Anthony Ujah (46.) und Matthias Lehmann (67., Foulelfmeter) – und belohnt sich für eine starke Defensivleistung. Schalke hingegen rennt 90 Minuten lang an, ohne wirklich gefährlich zu werden. Auch der Anschlusstreffer von Leroy Sane (85.) kann nichts mehr daran ändern.

Hertha BSC - Borussia Dortmund 1:0

Durch das 1:0 des ehemaligen Dortmunder Schieber (40.) geraten die Borussen ins Hintertreffen. Mit viel Glück rettet sich die Klopp-Elf ohne zweites Gegentor in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel baut Dortmund Druck auf, kommt aber erst gegen Ende des Spiels zu guten Chancen. Immobile kann jedoch gleich zwei gute Kopfballchancen (86., 87.) nicht im Tor unterbringen.

SC Freiburg - Hamburger SV 0:0

Der SC Freiburg hat durch Darida nach zwei Minuten die große Chance in Führung zu gehen, doch der Tscheche vergibt einen Foulelfmeter leichtfertig. Danach führen beide Mannschaften eine intensive Partie, in der es kaum nennenswerte Szenen vor dem Tor gibt.

FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart 1:1

Mainz geht dank eines Geniestreichs von Johannes Geis, der einen Freistoß sehenswert versenkt (36.), mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit. Nach Wiederanpfiff blieben die Rheinhessen dominant, machen aber das zweite Tor nicht. Stuttgart bäumt sich auf und gleicht durch den eingewechselten Filip Kostic glücklich aus (72.).

Bayer Leverkusen - Borussia Mönchengladbach 1:1

Vor der Pause bestimmt Bayer das Spiel und geht verdientermaßen durch Calhanoglu (18.) in Führung. In der Folge hält man den Druck hoch, doch die Gäste nutzen kurz vor der Pause eine ihrer wenigen Möglichkeiten zum Ausgleich durch Brouwers (39.). Der zweite Durchgang ist bietet nur noch vereinzelte Highlights.

VfL Wolfsburg - SC Paderborn 1:1

Vor der Pause wird über weite Strecken Einbahnstraßenfußball des VfL geboten, der durch ein Eigentor von Rafa (17.) führt, weitere Treffer aber unter anderem durch einen von Perisic verschossenen Foulelfmeter (30.) verpasst. Gleich nach der Pause gelingt den verbesserten Gästen aber der Ausgleich, Meha verwandelt einen von Naldo verursachten Strafstoß sicher (51.). Besonders der überragende Kruse im Kasten der Paderborner sorgt anschließend dafür, dass der 1:1-Pausenstand auch nach 90 Minuten Bestand hat.

Viele Fehlpässe auf beiden Seiten hemmten immer wieder den Spielfluss und machten das Geschehen fast zu einer Art Pingpong-Fußball. Roberto Firmino behielt als einer der wenigen stets den Überblick. Nach einem schnellen Konter legte der brasilianische Nationalspieler seinem Teamkollegen Volland den Ball in den Lauf. Dieser umkurvte auch noch Hildebrand und vollendete mühelos zum 1:0 - sein drittes Saisontor.

Im zweiten Durchgang ergriff die Eintracht die Initiative und wurde prompt mit dem Ausgleich belohnt, als Aigner eine Flanke von Bastian Oczipka volley nahm und Baumann keine Chance ließ. Zuvor hatte Schiedsrichter Jochen Drees nach einem Foul von Andreas Beck den Vorteil laufen lassen. Dieser Treffer schien das Spiel zugunsten der Gäste zu kippen, die dem zweiten Treffer nahe waren, als Timothy Chandler (60.) mit seinem Schuss am Außenpfosten scheiterte.

Aber Hoffenheim schlug eiskalt zurück. Als Hildebrand einen Schuss des Ex-Hoffenheimers Pirmin Schwegler aus spitzem Winkel durchrutschen ließ, staubte der gerade eingewechselte Szalai zum 2:1 ab - wenngleich wohl aus Abseitsposition. Danach lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Nachdem ein Schuss von Elyounoussi am Pfosten gelandet war (76.), gelang Seferovic im Gegenzug der erneute Ausgleich für die Eintracht. Den sicher geglaubten Punkt entriss den Hessen wenig später Roberto Firmino.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×