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29.03.2014

20:40 Uhr

3:2 gegen Nürnberg

SC Freiburg ist im Aufwind

Quelle:SID

Fünf Tore und zwei Elfmeter: Der SC Freiburg und der 1. FC Nürnberg zeigen ein außergewöhnliches Samstagabend-Spiel – mit dem besseren Ende für die Gastgeber, deren Hoffnungen auf den Klassenerhalt genährt werden.

Fingerzeig in Richtung Konkurrenz: Freiburgs Pavel Krmas bejubelt den Treffer zum 1:1. dpa

Fingerzeig in Richtung Konkurrenz: Freiburgs Pavel Krmas bejubelt den Treffer zum 1:1.

FreiburgMit einer kämpferischen Meisterleistung hat Fußball-Bundesligist SC Freiburg einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht und die Abstiegssorgen des 1. FC Nürnberg enorm vergrößert. Die Breisgauer feierten beim 3:2 (1:2) gegen den zuvor punktgleichen Rivalen ihren dritten Sieg in den vergangenen vier Spielen und kommen durch den Sprung auf Tabellenplatz 13 der Rettung immer näher. Die Gastgeber holten zweimal einen Rückstand auf und trafen dazu noch zweimal den Pfosten.

Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion besiegelten Pavel Krmas (23.), Admir Mehmedi (53./Foulelfmeter) und Felix Klaus (65.) den vierten Heimsieg der Freiburger in dieser Saison. Die Nürnberger, für die Emanuel Pogatetz (6.) und Josip Drmic (45./Foulelfmeter) mit seinem 16. Saisontor trafen, mussten drei Tage nach dem Erfolg gegen den VfB Stuttgart (2:0) einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen und kassierten die fünfte Pleite in den letzten sechs Partien. Seit neun Jahren warten die Franken beim Sport-Club auf einen Sieg. Pogatetz sah in der vierten Minute der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte.

Einmaleins der Fußballtaktik

Grundordnung

Viele Mannschaften spielen mit vier Verteidigern, zwei Spielern vor der Verteidigern, drei Mittelfeldspielern und einem Stürmer, kurz: 4-2-3-1. Dies ist die sogenannte Grundordnung einer Mannschaft. Durch das Verhalten auf dem Platz wird sie zum System. Das heißt: Was passiert im Spiel gegen den Ball und bei Ballbesitz?

Quelle: Fußballtraining, November 2013

Gegen den Ball spielen

Häufig spielen Teams im 4-2-3-1 in der Verteidigung ein 4-4-2-System gegen den Ball. Im Wechsel schieben Mittelfeldspieler und Stürmer vor und zurück.

In Ballbesitz

Die Grundordnung ändert sich deutlich, wenn die Mannschaft in Ballbesitz ist. Aus dem 4-2-3-1 wird dann oft ein 2-3-2-3. Die Außenverteidiger rücken vor, zwei Mittelfeldspieler ebenfalls. Einer der defensiven Mittelfeldspieler sichert ab, der andere schaltet sich in die Offensive ein.

FC Bayern – gegen den Ball

Unter Pep Guardiola spielt der FC Bayern gegen den Ball ein 4-3-3. Die Mannschaft erobert den Ball auch oft im Gegenpressing aus einer 3-3-4-Formation heraus.

FC Bayern – in Ballbesitz

In Ballbesitz rücken die beiden Außenverteidiger ins Zentrum vor, je nach Situation. Ein Sechser agiert defensiv zentral und öffnet so Räume.

Viererkette

Noch heute spielen viele Mannschaften mit einem Spieler hinter der Abwehr, dem Libero. Im modernen Fußball wird der letzte Mann in eine Kette von vier Spielern integriert, die auf einer Linie agieren und bevorzugt den Raum decken. Diese Viererkette besteht aus je zwei Außen- und Innenverteidigern.

Der Sechser

Dieser zentrale Mittelfeldspieler hat drei Hauptaufgaben. Er sichert seine ballführenden Mitspieler ab, er verlagert das Spiel, und er kann den Innenverteidigern in der Spieleröffnung helfen. Er sollte also ein technisch und läuferisch starker Spieler sein.

Der Neuner

Der zentrale Stürmer lässt sich im modernen Fußball immer wieder ins Mittelfeld fallen. Er entzieht sich also dem ständigen Zugriff der Innenverteidiger. Der Ungar Nándor Hidegkuti galt in den fünfziger Jahren als die erste Neuneinhalb, Johan Cruyff in den siebziger Jahren ebenso. Bei der variablen Neun wird die Position frei gelassen und immer wieder von unterschiedlichen Spielern besetzt.

Von Anfang an entwickelte sich eine rassige und temporeiche Partie auf gutem Niveau. Beide Teams setzten auf Pressing und zeigten zahlreiche flüssige Kombinationen. 

Dabei zahlte sich ein Schachzug von Nürnbergs Coach Gertjan Verbeek schon früh aus. Der Niederländer hatte auf Pogatetz und Niklas Stark in der Innenverteidigung gesetzt, obwohl die zuletzt fehlenden Javier Pinola (nach Rot-Sperre) und Ondrej Petrak (Nasenbeinbruch) wieder einsatzbereit waren. 

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