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24.05.2015

17:54 Uhr

34. Spieltag der zweiten Bundesliga

Darmstadt marschiert durch, Aue geht runter

Jubel bei den „Lilien“: In der vergangenen Saison spielten die Darmstädter noch dritte Liga, nun sind sie erstklassig. Der KSC muss gegen den HSV in die Relegation. Und Erzgebirge Aue steigt ab. Der Spieltag.

Die „Lilien“ haben durch einen Sieg beim FC St. Pauli ihren Aufstieg in die erste Bundesliga perfekt gemacht. Sie waren erst in der vergangenen Saison in die zweite Liga aufgestiegen. Reuters

Darmstadt jubelt

Die „Lilien“ haben durch einen Sieg beim FC St. Pauli ihren Aufstieg in die erste Bundesliga perfekt gemacht. Sie waren erst in der vergangenen Saison in die zweite Liga aufgestiegen.

Von Berlin bis MünchenBitterer Abstieg für Erzgebirge Aue: Ein Tor fehlte den Sachsen am Ende zum Klassenerhalt. Nachdem sie 0:2 gegen Heidenheim zurücklagen, kamen sie zwar noch einmal zurück und glichen sogar aus. Doch zum Verbleib in der zweiten Bundesliga sollte es nicht mehr reichen. Zwei Relegationsspiele gegen den Drittliga-Dritten Holstein Kiel müssen die Münchner „Löwen“ bestreiten, die durch die Niederlage beim KSC auf Rang 16 zurückfielen.

Darmstadt hingegen jubelt: Die „Lilien“ gewannen am 34. Spieltag der 2. Liga mit 1:0 gegen den FC St. Pauli und machten als Tabellenzweiter hinter dem FC Ingolstadt ihren dritten Aufstieg ins Oberhaus nach 1978 und 1981 perfekt. Gleichzeitig gelang ihnen als siebtem Club der Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga. Der Karlsruher SC besiegte zum Saisonfinale den TSV 1860 München mit 2:0 und bestreitet als Dritter am 28. Mai und 1. Juni zwei Relegationsspiele gegen den Bundesliga-16. Hamburger SV. Nach dem 1:1 zum Abschluss gegen Ingolstadt blieb der 1. FC Kaiserslautern wie im Vorjahr Vierter.

DIE SPIELE IM ÜBERBLICK

SV Darmstadt 98 – FC St. Pauli 1:0 (0:0)

Der SV Darmstadt 98 hat den Durchmarsch in die Fußball-Bundesliga geschafft. Gegen den FC St. Pauli kam die Elf von Trainer Dirk Schuster am Sonntag zu einem 1:0 (0:0) und sicherte damit Platz zwei in der 2. Liga. Mittelfeldspieler Tobias Kempe (71.) erzielte im mit 16.150 Zuschauern seit Wochen ausverkauften Böllenfalltor das Tor des Tages. St. Pauli, die vor dem Spieltag noch nicht sicher gerettet waren, bleibt trotz der Niederlage ein weiteres Jahr Zweitligist.

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Die Bundesliga-Saison war spannend bis zuletzt, aber nur am Tabellenende. Vorne herrschte schnell Langeweile. Die sportliche und wirtschaftliche Dominanz der Bayern ist auf Dauer schlecht für die Liga. Ein Kommentar.

Frenetisch angefeuert vom eigenen Anhang übernahmen die „Lilien“ vom Anpfiff weg die Initiative und waren in einer spielerisch mäßigen, aber intensiven Partie auch vor dem Tor gefährlicher. St. Pauli stand jedoch sicher, kam aber fast nur durch Standards in den Strafraum der Gastgeber.

In der zweiten Hälfte schnürten die Darmstädter die Gäste phasenweise ein. In der 65. Minute kam Jérôme Gondorf im Hamburger Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Florian Mayer ließ trotz wütender Proteste der Darmstädter weiterspielen. Fünf Minuten später war es dann der starke Kempe, der einen Freistoß aus rund 25 Metern im Tor versenkte.

1. FC Heidenheim – Erzgebirge Aue 2:2 (2:0)

Erzgebirge Aue steigt nach fünf Jahren wieder aus der 2. Fußball-Bundesliga ab. Das dramatische 2:2 (0:0) beim 1. FC Heidenheim besiegelte am Sonntag den Gang der Sachsen in die Drittklassigkeit. Mit 36 Punkten blieb Aue auf dem vorletzten Tabellenplatz und musste den Relegationsrang wegen der schlechteren Tordifferenz 1860 München überlassen. Die Heidenheimer Treffer erzielten Kevin Kraus (55. Minute) und Robert Leipertz (72.). Patrick Schönfeld (80.) per Strafstoß und Aues Torwart Martin Männel (88.) schafften für die Elf von Trainer Tomislav Stipic noch den Ausgleich.

Vor 14 700 Zuschauern war Aue lange die agilere Mannschaft. In einer farblosen ersten Halbzeit setzen beide Teams auf Standards. Die Gäste machten das Spiel, ohne echte Torgefahr auszustrahlen. Heidenheim fehlte zunächst Struktur und Biss. Ein weiterer Standard brachte die Führung für die Hausherren: Kraus traf per Kopf nach Ecke von Philip Heise. Mit der Führung im Rücken erspielte sich das Team von Trainer Frank Schmidt weitere Chancen. Leipertz nutzte zwei Abpraller aus der Auer Abwehr zum 2:0. Schönfeld verwandelte für Aue einen zweifelhaften Foulelfmeter, der nach vorne gestürmte Torwart Männel traf mit einem Kopfball nach einer Ecke. Doch es reichte nicht mehr.

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