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21.06.2015

00:12 Uhr

4:1 gegen Schweden

DFB-Frauen stürmen ins WM-Viertelfinale

Der alte Rivale Schweden ist ausgeschaltet: Die deutschen Fußballfrauen haben mit dem Sieg in Ottawa das Viertelfinale erreicht. Mittag, zweimal Sasic und Marozsan trafen. Der nächste Gegner wird am Sonntagabend ermittelt.

Mit den Treffern im Lansdowne-Stadion beim Spiel gegen Schweden hat Celia Sasic ihr Trefferkonto auf fünf aufgestockt. AFP

Celia Sasic

Mit den Treffern im Lansdowne-Stadion beim Spiel gegen Schweden hat Celia Sasic ihr Trefferkonto auf fünf aufgestockt.

OttawaDie deutschen Fußballerinnen sind ihrem Titeltraum einen weiteren Schritt näher gekommen und als erstes Team in das WM-Viertelfinale in Kanada gestürmt. Die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid setzte sich am Samstag in Ottawa im Achtelfinale gegen Schweden souverän und hochverdient mit 4:1 (2:0) durch. Die überragende Anja Mittag (24.) mit ihrem fünften Turniertor und Celia Sasic (36./Foulelfmeter) beseitigten bereits bis zur Pause alle Zweifel am 18. Länderspiel-Erfolg im 25. Duell mit den Skandinavierinnen.

Vor 22.486 Zuschauern im Lansdowne-Stadion stockte auch Sasic (79.) im zweiten Durchgang ihr Trefferkonto auf fünf auf. Die eingewechselte Dzsenifer Marozsan erzielte den vierten Treffer (88.). Zwischenzeitlich hatte Linda Sembrant für Schweden zum 1:3 getroffen (82.).

Frauenfußball: Der deutsche Kader für die WM in Kanada

Bundestrainerin

Silvia Neid. Geboren am 2. Mai 1964 in Walldürn. Größe: 1,66 m. Persönliche Auszeichnungen: Welttrainerin des Jahres 2010, 2013, Silbernes Lorbeerblatt (Quelle: sid)

Tor

Nadine Angerer. Geboren am: 10. November 1978 in Lohr/Main. - Größe: 1,75 m. Verein: Portland Thorns. Persönliche Auszeichnungen: Weltfußballerin des Jahres 2013, Europas Fußballerin des Jahres 2013.
Almuth Schult. Geboren am 9. Februar 1991 in Dannenberg. - Größe: 1,80 m. Verein: VfL Wolfsburg.
Laura Benkarth. Geboren am 14. Oktober 1992 in Freiburg. - Größe: 1,73 m. Verein: SC Freiburg.

Abwehr (1)

Saskia Bartusiak. Geboren am 9. September 1982 in Frankfurt/Main. - Größe: 1,70 m. Verein: 1. FFC Frankfurt.
Jennifer Cramer. Geboren am 24. Februar 1993 in Frankenberg. - Größe: 1,68 m. Verein: Turbine Potsdam.
Josephine Henning. Geboren am 8. September 1989 in Trier. - Größe: 1,75 m. Verein: Paris St. Germain.

Abwehr (2)

Tabea Kemme. Geboren am 24. Dezember 1991 in Stade. - Größe: 1,68 m. Verein: Turbine Potsdam
Annike Krahn. Geboren am 1. Juli in Bochum. - Größe: 1,73 m. Verein: Paris St. Germain.
Leonie Maier. Geboren am 29. September 1992 in Stuttgart. - Größe: 1,63 m. Verein: Bayern München.

Abwehr (3)

Babett Peter. Geboren am 12. Mai 1988 in Oschatz. - Größe: 1,71 m. Verein: VfL Wolfsburg.
Bianca Schmidt. Geboren am 23. Januar 1990 in Gera. - Größe: 1,74 m. Verein: 1. FFC Frankfurt

Mittelfeld (1)

Melanie Behringer. Geboren am: 18. November 1985 in Lörrach. - Größe: 1,72 m. Verein: Bayern München.
Sara Däbritz. Geboren am 25. Februar 1995 in Amberg. - Größe 1,71 m. Verein: SC Freiburg
Lena Goeßling. Geboren am 8. März 1986 in Bielefeld. - Größe: 1,71 m. Verein: VfL Wolfsburg.

Mittelfeld (2)

Simone Laudehr. Geboren am: 12. Juli 1986 in Regensburg. - Größe: 1,75 m. Verein: 1. FFC Frankfurt.
Melanie Leupolz. Geboren am: 14. April 1994 in Wangen im Allgäu. - Größe: 1,73 m. Verein: Bayern München.
Lena Lotzen. Geboren am 11. September 1993 in Würzburg. Größe: 1,71 m. Verein: Bayern München.
Dzsenifer Marozsan. Geboren am 18. April 1992 in Budapest/Ungarn. Größe: 1,71 m. Verein: 1. FFC Frankfurt.

Angriff (1)

Pauline Bremer. 10. April 1996 in Dransfeld. Größe: 1,71 m. Verein: Turbine Potsdam.
Anja Mittag. 16. Mai 1985 in Chemnitz. Größe: 1,68 m. Verein: FC Rosengard/Schweden.
Lena Petermann. 5. Februar 1994 in Cuxhaven. Größe: 1,74 m. Verein: SC Freiburg.

Angriff (2)

Alexandra Popp. Geboren am 06.04.1991 in Witten. Größe: 1,74 m. Verein: VfL Wolfsburg.
Celia Sasic. Geboren am: 27.06.1988 in Bonn. Größe: 1,74 m. Verein: 1. FFC Frankfurt.

Deutschland trifft nun in der Runde der letzten Acht am kommenden Freitag (22.00 Uhr) entweder auf Frankreich oder Südkorea. Die beiden Teams treffen am Sonntag im Achtelfinale in Montreal aufeinander.

„Wir sind überglücklich, dass wir den schweren Brocken Schweden aus dem Turnier gespielt haben. Wir waren die klar bessere Mannschaft und stehen verdient im Viertelfinale. Das war ein wichtiges Spiel, vielleicht ein Schlüsselspiel“, sagte Neid und Mittag ergänzte: „Wir haben uns den Sieg hart erarbeitet. Wir sind viel gelaufen und haben uns belohnt.“

Neid vertraute im ersten K.o.-Spiel derselben Startelf, die zum WM-Auftakt mit 10:0 gegen die Elfenbeinküste gewonnen hatte. Spielmacherin Marozsan saß zunächst wieder auf der Bank, kam dann aber zur zweiten Halbzeit ins Spiel.

Das deutsche Team übernahm sofort die Initiative und hatte 20 Sekunden nach dem Anpfiff bereits die erste Großchance. Doch die völlig frei vor Schwedens Torfrau Hedvig Lindahl aufgetauchte Alexandra Popp schoss viel zu überhastet über das Tor. Kurz darauf hatte die erneut starke Simone Laudehr (2.) die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an der herausstürzenden Lindahl.

Von den Schwedinnen, die nur mit Ach und Krach als Gruppen-Dritte ins Achtelfinale gekommen waren, waren in der gesamten ersten Hälfte kaum gute Aktionen zu sehen. Die von Neid glänzend eingestellte DFB-Elf war jederzeit dominant, eroberte aggressiv die Bälle im Mittelfeld und spielte blitzartig oft über die Außen nach vorn. Der Lohn ließ dann doch nicht so lange auf sich warten: Mittag stahl sich den Ball im Mittelfeld, ging auf und davon und nahm nach einem Doppelpass mit Sasic aus rund 18 Metern Maß für ihr fünftes Turniertor: Lindahl war bei dem Flachschuss ins rechte Eck machtos.

Die vom FC Rosengard nach Paris wechselnde Angreiferin war auch am 2:0 maßgeblich beteiligt, als sie in den Strafraum eindrang und von Amanda Ilestedt von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Sasic traumhaft sicher. Das fast in allen Belangen unterlegene „Drei-Kronen-Team“ hatte kurz vor dem Pausenpfiff durch Sofia Jakobsson noch die beste Chance.

DFB-Torhüterin Nadine Angerer hatte erst im zweiten Durchgang etwas mehr Beschäftigung. Zunächst aber wieder eine Chance für die Deutschen, als Tabea Kemmes Schuss (46.) von der Außenlinie auf der Latte tanzte. Nach einer Ecke von Schwedens Spielführerin Theresa Sjögran (56.) rettete Angerer vor der einschussbereiten Ilestedt.

Doch das kleine Zwischenhoch der Schwedinnen war schnell vorbei. Ein Distanzschuss von Lena Goeßling konnte Lindahl gerade noch an die Latte lenken. Die zur Halbzeit eingewechselte Marozsan (71.) vergab eine weitere Möglichkeit zum 3:0. Gleichwohl konnte der achtmalige Europameister am Ende jubeln, auch weil im Kampf um eines der drei europäische Olympia-Tickets für die Spiele in Brasilien 2016 ein direkter Konkurrent ausgeschaltet wurde. Das 1:3 durch Sembrant war nur Ergebniskosmetik.

Von

dpa

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