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08.02.2014

18:14 Uhr

5:1-Kantersieg

Dortmund führt Werder vor

Zweimal Lewandowski, zweimal Mkhitaryan – und einmal sogar Manuel Friedrich: Die Torschützen für den BVB demonstrieren die Überlegenheit gegen überforderte Bremer. Werder rutscht weiter gen Abstiegszone.

Jubel in gelb: BVB-Trainer Jürgen Klopp feiert die Starke Vorstellung seines Teams. AFP

Jubel in gelb: BVB-Trainer Jürgen Klopp feiert die Starke Vorstellung seines Teams.

BremenVizemeister Borussia Dortmund ist nach einem 5:1 (2:0)-Kantersieg bei Werder Bremen wieder in der Spur. Am Samstag gewann der ersatzgeschwächte BVB auch in der Höhe gegen schwache Bremer verdient das zweite Auswärtsspiel nacheinander in der Fußball-Bundesliga. Robert Lewandowski (26. Minute/85.), Henrich Mkhitaryan (41./62.) und Manuel Friedrich (48.) besiegelten vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weser-Stadion den zweiten Sieg nach zuvor zwei Monaten ohne Erfolg. Levent Aycicek (89.) erzielte spät den Ehrentreffer in seinem ersten Bundesligaspiel für Werder.

Mit nun 39 Punkten festigte die Borussia Tabellenplatz drei und hielt den Revierrivalen Schalke 04 im Kampf um die Champions-League-Ränge auf Distanz. Für Werder wird die Lage im Tabellenkeller dagegen immer prekärer. Nach dem dritten sieglosen Spiel in der Rückserie fielen die Hanseaten auf Rang 13. Mit weiterhin nur 20 Punkten hat das Team von Trainer Robin Dutt nur drei Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Dabei hatte Dutt bereits vor dem Spiel alles versucht. Nachdem der Werder-Coach auf das 1:3 in Augsburg mit deutlichen Worten und Straftraining reagiert hatte, saßen Nils Petersen, Cedrick Makiadi und Felix Kroos zunächst überraschend auf der Bank. Linksverteidiger Lukas Schmitz stand gar nicht im Kader. Dafür gab Winter-Zugang Ludovic Obraniak sein Debüt, blieb bei den harmlosen Bremern im offensiven Mittelfeld aber blass.

Zumindest fehlenden Kampfgeist wie noch in Augsburg konnte Dutt seinem Team nicht vorwerfen. Das war allerdings schon das einzig Positive am 20. Spieltag aus Bremer Sicht. Werder offenbarte mal wieder heftige spielerische Mängel und leistete sich auch in der defensive schwere Patzer. Die Dortmunder Führung fiel nach einem Fehlpass von Eljero Elia, der Marcel Schmelzer den Ball am eigenen Strafraum in den Fuß spielte. Der vom Nationalverteidiger angespielte Lewandowski schlenzte sein zwölftes Saisontor sicher ins lange Eck.

Die Führung gab den Westfalen Sicherheit, der Vizemeister spielte am Anfang kaum wie ein Spitzenteam. Es waren die individuellen Unzulänglichkeiten der Bremer, die Dortmund konsequent ausnutzte. Fünf Minuten vor der Pause konnte Mkhitaryan unbedrängt und von der gesamten Werder-Abwehr nicht angegriffen am Strafraum entlang laufen und kompromisslos abschließen.

Als der Ex-Bremer Friedrich direkt nach Wiederanpfiff eine Ecke im Getümmel über die Linie drücken konnte, war das Spiel endgültig entschieden. Dortmund spielte nun frei vom Druck überlegen gegen völlig verunsicherte Bremer. Lewandowski (51.) und Lukasz Piszczek (56.) hätten die Führung noch deutlicher gestalten können.

Auch ohne die verletzten Stammspieler Mats Hummels, Neven Subotic, Ilkay Gündogan und Jakub Blaszczykowski holten sich die Dortmunder nun zum Ende der Hinserie verloren gegangenes Selbstvertrauen zurück. Selbst Kabinettstückchen glückten ohne Probleme. Mkhitaryan schlenzte nach einem feinen Hackentrick von Marco Reus eine halbe Stunde vor dem Ende das schönste Tor des Tages.

Danach ließen es die Westfalen etwas ruhiger angehen. Fünf Minuten vor dem Ende wurde es demütigend für Werder und seinen Verteidiger Sebastian Prödl, der als letzter Mann auf der Linie bei Lewandowskis 13. Saisontor den Ball durch die Beine geschoben bekam. Der eingewechselte Aycicek staubte in der Endphase noch zum Ehrentreffer der Bremer ab.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Werder

10.02.2014, 08:08 Uhr

Die halbe Liga kaputt gekauft, den kleinen Vereinen keine Chance im Gehaltspoker gelassen, permanentes Motzen durch den ach so tollen Trainer. Darauf könnt ihr Dortmunder stolz sein! Wir Traditionsvereine können da natürlich nicht mithalten. Dennoch bin ich stolz darauf Fan von einer echten Fussballmannschaft zu sein und noch nicht dem Kommerz vollkommen verfallen zu sein!
Werder Bremen ein Leben lang!!

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