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09.03.2006

17:50 Uhr

Afrikanische Mannschaften unter Druck – Deutsche Aktie überraschend stabil

Glaube an „Versager von Florenz“ lebt weiter

VonMarc Renner

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird beim nächsten Freundschaftsspiel eine Trotzreaktion zeigen und das Fiasko von Florenz vergessen machen: Bei den Anlegern an der WM-Börse von Handelsblatt.com sind die "Versager von Italien" gegen die USA am 22. März in Dortmund jedenfalls glasklarer Favorit. Doch nicht nur im deutschen Lager hat der Mittwoch vergangener Woche Spuren hinterlassen. Die Flut an Testpartien an diesem Tag hat auch am Hauptmarkt, auf dem die Anleger auf das Abschneiden der Teams bei der WM setzen, die Kurse mächtig in Bewegung gebracht.

DÜSSELORF. Seit vergangenem Freitagmorgen ist an der WM-Börse, dem virtuellen Aktienmarkt zur Fußball-WM 2006 von Handelsblatt.com, der neue "Zockermarkt" zum freundschaftlichen Vergleich mit den Amerikanern geöffnet. Der Trend hatte sich trotz oder eben gerade wegen der blamablen Vorstellung der deutschen Auswahl bei der 1:4-Schlappe in Italien schon kurze Zeit nach Marktstart herauskristallisiert und hat sich seitdem trotz der Diskussion um Trainer Jürgen Klinsmann nur noch weiter gefestigt: Die Aktie "Deutschland gewinnt" kletterte mehr oder weniger stetig auf mittlerweile deutlich über 6 WMark, während die Kurse für "USA gewinnen" und "Unentschieden" unter die Marke von 2 WMark rutschten. Offenbar erwarten die Anleger - mittlerweile sind knapp 1 900 Mitspieler registriert - eine Reaktion der deutschen Mannschaft auf den desillusionierenden Auftritt von Florenz. Zur Erinnerung: Auf diesem Markt werden im Anschluss an das Spiel nur für die Aktien jeweils 10 WMark ausgeschüttet, die das Ergebnis richtig beschreiben. Die anderen Aktien gehen leer aus, das Kapital ist unwiederbringlich verloren.

Dabei hatten sich die USA zuletzt als alles andere als ein schwacher Gegner präsentiert. In Kaiserslautern besiegten sie den deutschen Gruppengegner Polen am vergangenen Mittwoch 1:0, und auch die beiden Spiele zuvor gegen Guatemala (4:0) und Japan (3:2) hatte das Team von Trainer Bruce Arena für sich entschieden.

Das Marktvolumen der gehandelten Aktien hat bemerkenswerter Weise bereits nach einer Woche nahezu das Niveau des vorangegangenen Marktes zum Spiel bei den "Azzurri" erreicht. Dort waren zum Marktschluss 3 524 856 Aktien im Umlauf. Auf der neuen "Spielwiese" der WM-Börsianer sind es bereits 3 006 255 Papiere.

Zum Teil starke Kursbewegungen gab es in der vergangenen Woche aber auch auf dem Hauptmarkt. So wirkte etwa die beeindruckende Leistung der Italiener gegen Deutschland weiter nach. Die Titel der Mannschaft von Trainer Marcello Lippi, die bereits am tag nach dem Spiel zeitweise um fast 8 Prozent auf ein neues Allzeithoch bei rund 21,60 WMark geklettert waren, legten weiter zu und notieren mittlerweile über der Marke von 22 WMark - noch einmal ein Plus von mehr als 6 Prozent im Verglich zur Vorwoche. Damit rückt die "Squadra Azzurra" zugleich den Argentiniern, die zuletzt beim 2:3 gegen Kroatien enttäuscht hatten und nach wie vor als drittstärkstes Papier hinter Brasilien (+1,57 Prozent auf 34,86 WMark) und Deutschland notieren, weiter auf die Pelle.

Die WM-Börse ist ein virtueller Prognose-Aktienmarkt zur Fußball-WM 2006. Die Idee: Die Erwartungen über das Abschneiden der jeweiligen WM-Teilnehmer werden in Form von Aktien verbrieft und können wie an einer richtigen Börse in Echtzeit gehandelt werden. Charts und Kurstabellen informieren minutenaktuell über den jeweils aktuellen Wert der Titel. Anhand der am Markt aus Angebot und Nachfrage ermittelten Aktienkurse ergibt sich zugleich eine Vorhersage des Turnierausgangs.

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