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31.03.2006

12:28 Uhr

Ailton auf Schalke

Der „Kugelblitz“ kehrt zurück

Begeistert war Ailton nie von Gelsenkirchen, jetzt aber fährt er mit Freude dorthin. Am Sonntag (17.30 Uhr) trifft der Brasilianer mit dem Hamburger SV in der Veltins-Arena auf seinen Ex- Club Schalke 04.

dpa HAMBURG. „Das wird ein geiles Spiel“, meint der 32-Jährige. Immerhin empfängt der Vierte der Fußball-Bundesliga den Zweiten. Für Ailton ist es mehr als nur ein Top-Spiel. Denn in seiner Zeit auf Schalke war für den Torjäger nicht immer alles eitel Sonnenschein.

Der Exzentriker machte sich im Revier schon vor seiner Ankunft keine Freunde: „Alles, was ich bisher über Gelsenkirchen gehört habe, ist ein Desaster. Es soll nicht besonders schön sein“, hatte „Toni“ damals geäußert. Er wollte deshalb auch nach seinem Wechsel in Bremen wohnen bleiben. Am Ende zog er doch von der Weser nach Gelsenkirchen-Buer und nervte dort die Nachbarn mit lauten Partys. Auch die Integration in die Mannschaft ließ zu wünschen übrig. „Hier reißt sich jeder für Toni den Arsch auf, aber er muss das auch für uns tun“, schimpfte sein damaliger Stürmerkollege Ebbe Sand.

In 29 Bundesliga-Spielen traf Ailton 14-mal für die Königsblauen, bevor er sich nach Saisonende für drei Mill. Euro zu Besiktas Istanbul transferieren ließ. „Mit den Fans, mit der Mannschaft und dem Club lief es immer gut. Es gab nur ein kleines Problem“, erklärte das Enfant terrible in der „Sport Bild“. Der Torjäger kam mit Schalkes Ex-Trainer Ralf Rangnick nicht zurecht. „Es gab keine Kommunikation mit ihm und er hat mich auf die Bank gesetzt.“

Ailton sei am Ende unzufrieden gewesen, sagte Schalkes Manager Rudi Assauer. „Deswegen war es besser, ihn abzugeben.“ Gerald Asamoah, Ailtons Kumpel aus früheren Zeiten, freut sich auf das Wiedersehen mit dem Brasilianer. „Wenn er drei Tore gegen uns gemacht hat, lege ich ihm noch eines auf“, scherzte der Nationalspieler. Auch Kevin Kuranyi, Ailtons Nachfolger bei den Königsblauen, ist gespannt auf den Torjäger. „Er ist ein lockerer Typ, der gerne mal lacht. Am Sonntag wird er aber nichts zu lachen haben.“

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