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25.11.2013

15:16 Uhr

Aktionärsversammlung

BVB finanziell zweitstärkste Kraft

In der Bundesliga ist der BVB nach der Niederlage gegen Bayern auf den dritten Rang abgerutscht. Finanziell aber bleibt er Bayern-Jäger Nummer eins. Der hohe Umsatz ist auch einem teuren Transfer nach München geschuldet.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat auf der Aktionärsversammlung einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro verkündet. dpa

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat auf der Aktionärsversammlung einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro verkündet.

DortmundFußball-Bundesligist Borussia Dortmund ist zur wirtschaftlich zweiten Kraft im deutschen Fußball aufgestiegen. Nach einem Konzernumsatz von 305 Millionen Euro liege der BVB nur noch rund 25 Prozent hinter Bayern München, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf der Aktionärsversammlung am Montag in Dortmund. Bayern München habe sich aber mit etwa 160 Millionen Euro mehr als doppelt so hohe Personalkosten für den Profikader geleistet als Dortmund mit 77 Millionen Euro. Wenn Bayern Meister werde, sei das daher Normalität. „Bayern München ist derzeit die beste Mannschaft der Welt“, sagte Watzke.

Der Rekordgewinn von 53 Millionen Euro ist vor allem den Transfererlösen unter anderem durch den Verkauf von Mario Götze an Bayern München geschuldet. Solche Erträge seien künftig auch nur bei ähnlichen Transfers möglich. Aktionäre sollten künftig eher auf operative Zahlen schauen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Gerd Pieper sagte, der BVB sei bezogen auf den Bilanzstichtag 30. Juni 2013 praktisch schuldenfrei.

Hohe Ausgaben: BVB macht weniger Gewinn

Hohe Ausgaben

BVB macht weniger Gewinn

Bei Borussia Dortmund sind die Einnahmen aus Werbung, Spielertransfers und Merchandising kräftig gestiegen. Allerdings fällt der Gewinn niedriger aus als im Vorjahr, gerade wegen der Verstärkung des Lizenzspielerkaders.

Da der BVB Transfererlöse in den Kauf neuer Spieler gesteckt habe, stehe der Gewinn nicht uneingeschränkt für die Dividende zur Verfügung, sagte Watzke. Die Borussia Dortmund KgaA will zehn Cent je Aktie zahlen. Das entspricht 6,1 Millionen Euro.

Wirtschaftliches Potenzial sieht der Vorstand vor allem noch bei den Fernsehgeldern. Watzke hält eine Beteiligung der Vereine nach Leistung für ratsam. Er warnte davor, die Starken der Liga zu schwächen. „Die Bundesliga muss eine starke Spitze haben, dann können wir international mithalten.“

Die vereinsinterne Strafe für Dortmunder Ultra-Fans nach dem Werfen von Pyrotechnik in die Zuschauer im Derby beim FC Schalke 04 verteidigte der Vorstand. „Es gibt drei Dinge, die sind nicht diskussionsfähig: Gewalt, Rassismus und - auch wenn es eine andere Diskussion ist - Pyrotechnik. Sie sind nicht tolerabel“, sagte Watzke. „Wir können es nichtzulassen, dass Leute ins Stadion gehen und sich nicht sicher sind, ob sie von Pyrotechnik an Leib und Leben beschädigt werden.“ Der BVB hat Ultras die Dauerkarten für Auswärtsspiele gestrichen.

Von

dpa

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