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23.03.2014

19:38 Uhr

„Alarmierende Ergebniskrise“

Bayer verliert gegen Hoffenheim

Bayer Leverkusen muss weiter auf den Befreiungsschlag warten. Sogar gegen Lieblingsgegner 1899 Hoffenheim gab es eine Niederlage. Damit sitzt den viertplatzierten Rheinländern Mönchengladbach im Nacken.

Pure Enttäuschung: Stefan Kießling trauert nach dem Spiel den vielen vergebenen Chancen seines Leverkusener Teams nach. AFP

Pure Enttäuschung: Stefan Kießling trauert nach dem Spiel den vielen vergebenen Chancen seines Leverkusener Teams nach.

LeverkusenEin spätes Tor von Anthony Modeste hat die Krise von Bayer Leverkusen weiter verschärft. Der Stürmer von 1899 Hoffenheim erzielte am Sonntag zwei Minuten vor Schluss den Siegtreffer zum 3:2 (2:1) bei den Rheinländern, die zunehmend um die erneute Europacup-Teilnahme zittern müssen. Bayer kassierte damit bereits die elfte Pflichtspiel-Niederlage in den letzten 14 Spielen. Mit 44 Punkten liegt der einstige Bayern-Verfolger auf Platz vier nur noch zwei Zähler vor Borussia Mönchengladbach. Hoffenheim findet sich mit 32 Zählern im Tabellen-Mittelfeld wieder.

Vor 28 794 Zuschauern in der BayArena hatten zuvor Sejad Salihovic mit einem Handelfmeter im Stile von EM-Legende Antonin Panenka (14.) und Kevin Volland (40.) die Hoffenheimer zweimal in Führung gebracht. Bayer glich aber durch Stefan Kießling (39.) und Simon Rolfes (54.) jeweils aus. Zum 500. Sieg in der Bundesliga-Historie reichte es für die Leverkusener, die in der Liga noch nie gegen Hoffenheim verloren hatten, aber nicht. Vielmehr sorgte Modeste für den späten K.o.

„Es geht um die Champions League. Ich habe keinen Bock darauf, im nächsten Jahr in der Europa League zu spielen. Das müssen wir im ganzen Spiel zeigen und nicht nur in ein paar Momenten“, haderte Leverkusens Lars Bender. Der Hoffenheimer Torschütze Salihovic war dagegen hochzufrieden: „Ich denke, dass wir verdient gewonnen haben. Ich freue mich, dass es diesmal zum Sieg gereicht hat. Wir haben in der Vergangenheit oft eine Führung verspielt.“

Bayer-Geschäftsführer Michael Schade hatte bereits im Editorial des Bayer-Magazins von einer „alarmierenden Ergebniskrise“ gesprochen. Doch von einer Rückkehr zu alter Stärke war bei Leverkusen zunächst nichts zu sehen. Bayer zeigte sich völlig verunsichert, leistete sich viele Fehlpässe und große Schwächen im Spielaufbau. Nur selten vermochten die Gastgeber ihr in der Hinrunde noch so beeindruckendes Offensivspiel aufzuziehen.

Erschwerend kam der frühe Rückstand hinzu, als Salihovic eiskalt einen von Roberto Hilbert verschuldeten Handelfmeter verwandelte. Der Bosnier lupfte den Ball wie einst der Tscheche Panenka im EM-Finale 1976 in die Mitte des Tores, während Bayer-Keeper Bernd Leno ins Leere sprang. Damit verpasste Leno auch vorerst die Einstellung des Bundesliga-Rekordes. Bei einem weiteren gehaltenen Strafstoß würde er zu Thomas Zander (1860 München) aufschließen, der in der Saison 1979/80 sechsmal das Duell gegen den Elfmeterschützen gewonnen hatte.

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