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07.10.2014

10:58 Uhr

Anstoß – die Fußball-Kolumne

Die spinnen, die Schalker

VonLucas Fuhr

FC Schalke 04 entlässt seinen Trainer Jens Keller. Warum? Darum! Verstehen muss man das nicht. Roberto Di Matteo soll für internationalen Flair sorgen. Dabei gibt es zwischen Di Matteo und Keller erstaunliche Parallelen.

Nur Erfolg haben hilft eben nicht: Der von Schalke entlassene Jens Keller. ap

Nur Erfolg haben hilft eben nicht: Der von Schalke entlassene Jens Keller.

Also doch. Der nach jedem schwachen Spiel, nach jeder Niederlage und bei jedem unglücklichen Unentschieden immer wieder aufs neue angezählte Jens Keller, ist seinen Trainerposten bei Schalke 04 los. Damit kehrt in Zukunft in Gelsenkirchen vermutlich endlich Ruhe ein – und ja, an dieser Stelle darf selbstverständlich gelacht werden. Allerdings scheinen sich die Schalker Verantwortlichen genau diese Ruhe zu erhoffen.

Keller, den Eindruck wurde man als Beobachter nicht los, war immer nur als Interimstrainer geplant. Am liebsten hätte man ihn bereits in einer der vergangenen beiden Sommerpausen ausgetauscht. Wäre da nicht eine dumme Kleinigkeit im Weg gewesen: Kellers Erfolg. Zweimalige Champions-League-Qualifikation, die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte in der Saison 2013/2014, die Qualifikation für das Viertelfinale der Champions League in der selben Saison.

Schalke schien auf dem Weg, sich als dritte Kraft hinter dem FC Bayern und Borussia Dortmund zu etablieren. Holprig, aber auf lange Sicht krisenfest. In einem unruhigen Umfeld und dauernd in der Kritik stehend, hat Keller als Trainer auf Schalke Beachtliches geleistet.

Kellers Position hat das aber nicht nachhaltig gestärkt. Schon während der Rückrunde 2012/2013, als der von der U17 kommende Trainer die Mannschaft von Platz Sieben bis auf Platz Vier führte, galt das mediale Interesse hauptsächlich der Frage, wer die Interims-Lösung Keller denn nun zur nächsten Saison ersetzen würde. Dumm nur, dass Schalke auf dem Trainermarkt offenbar einfach niemanden besseren fand. Da machte man eben halt mal mit Keller weiter.

Kellers Demission folgt nun dem gleichen Prinzip: Man macht das eben halt mal. Es gab Zeitpunkte, da wäre die Entlassung sogar nachvollziehbar gewesen. In der Hinrunde der letzten Saison, als Schalke nicht in Fahrt kam und am 17. Spieltag nur auf Platz 7 stand. Damals durfte Keller bleiben, am Ende der Saison wurde der Verein dritter. Das Vertrauen (oder besser: die Duldung) zahlte sich aus. Jetzt, nach sieben Spieltagen, fünf Punkte hinter Platz Zwei, scheint der Zeitpunkt der Entlassung nahezu willkürlich.

Kommentare (1)

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Herr Marcel Meier

07.10.2014, 17:31 Uhr

Sehr geehrter Herr Fuhr,

bitte ramponieren Sie mit Ihrem äußerst dürftigen "Fussball-Sachverstand" nicht das hart und ehrlich erarbeitete Image des Handelsblatts. Wenn man einen solch fragwürdigen Kommentar schreibt wie Sie das hier haben, sollte man sich zumindest nicht mit einem solch dilletantischen Fehler angreifbar machen zu behaupten "Der Italiener hatte mit Chelsea 2011 die Champions League gewonnen". Ich empfehle Ihnen vor Veröfftlichung Ihrer Kommentare künftig einen Blick in eine renomierte Sportzeitschrift zu werfen um solche Pannen künftig zu vermeiden.

Ich lese wirklich sehr gerne das Handelsblatt - würde Ihnen aber auch empfehlen sich weiterhin auf wirtschaftliche Themen zu fokusieren - und nicht im Sportjournalismus herumzuexperimentieren - Sie können hier nur an Ansehen verlieren wie man an diesem Kommentar gut erkennt.

Vielen Dank und viele Grüße,
ein treuer Handelsblattleser und leidenschaftlicher Fussballfreund

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