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03.11.2015

08:24 Uhr

Antrag auf Bewährung

Uli Hoeneß will zur Halbzeit raus

Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat offenbar einen Antrag gestellt, dass seine Freiheitsstrafe wegen Steuerhinterziehung zur Bewährung ausgesetzt wird. Er könnte schon im März 2016 aus der Haft entlassen werden.

Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte und in Haft sitzende Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist derzeit Freigänger. Er kümmert sich um die Jugendarbeit des FC Bayern. AFP

Uli Hoeneß

Der wegen Steuerhinterziehung verurteilte und in Haft sitzende Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist derzeit Freigänger. Er kümmert sich um die Jugendarbeit des FC Bayern.

DüsseldorfUli Hoeneß möchte ein freier Mann werden. Deshalb hat er einen Antrag auf Gewährung der Halbstrafe gestellt, erfuhr „Bild“ aus Justizkreisen. Wenn dem Antrag zugestimmt werde, wäre er ab 2. März 2016 auf Bewährung frei. Die Hälfte seiner Strafe von dreieinhalb Jahren hätte er dann verbüßt.

Die rechtliche Grundlage dafür bilde Paragraph 57 (Absatz 2) des Strafgesetzbuches, heißt es weiter in dem Artikel. Danach ist es erlaubt, die Hälfte der Strafe zur Bewährung auszusetzen. Voraussetzung dafür sei: Es muss die erste Straftat gewesen sein und die Sozialprognose muss positiv ausfallen. Bereits jetzt ist Hoeneß Freigänger, muss die Nächte aber in seiner Gefängniszelle verbringen.

Eine Entscheidung müsse nun die Strafvollzugskammer des zuständigen Landgerichts fällen. Hoeneß hat nach Bild-Angaben insgesamt etwa 50 Millionen Euro ans Finanzamt Miesbach überwiesen. Die Summe teilt sich so auf: Rund 30 Millionen sind nachbezahlte Steuern. Rund 17 Millionen Euro fielen an Zinsen an, drei Millionen Euro sind Kirchensteuer.

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