Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.07.2014

15:04 Uhr

Antrag in Arbeit

Hoeneß schon im September Freigänger?

Erst seit Anfang Juni sitzt Uli Hoeneß in Haft – doch schon bald könnte der ehemalige Fußballmanager wieder Freigang bekommen: Nach einem Bericht arbeiten seine Anwälte an einem Antrag zur Hafterleichterung.

Aussichten auf Freigang? Uli Hoeneß will offenbar Hafterleichterung beantragen. dpa

Aussichten auf Freigang? Uli Hoeneß will offenbar Hafterleichterung beantragen.

BerlinDie Anwälte von Uli Hoeneß bereiten laut einem Medienbericht Anträge zur Hafterleichterung für den ehemaligen Präsidenten des FC Bayern München vor. Laut „Bild am Sonntag“ gab es bereits Gespräche mit der zuständigen Strafvollstreckungskammer. Damit könnte Hoeneß bereits Anfang September Freigänger werden.

Eine Haftstrafe kann laut Gesetz nach der Hälfte zur Bewährung ausgesetzt werden. Hoeneß käme also frühestens nach 21 Monaten frei. Das wäre im März 2016. Nach Artikel 13 des Bayerischen Strafvollzugsgesetzes kann der Gefangene 18 Monate vor der Freilassung auf Freigang hoffen. Hoeneß könnte damit bereits in sieben Wochen tagsüber arbeiten und müsste nur zum Schlafen ins Gefängnis.

Hoeneß war im März wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte für Spekulationsgeschäfte in der Schweiz jahrelang keine Steuern gezahlt und dadurch Steuern in Höhe von rund 28,5 Millionen Euro hinterzogen. Hoeneß ist seit Anfang Juni in der Justizvollzugsanstalt Landsberg inhaftiert.

Von

afp

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Woifi Fischer

21.07.2014, 07:33 Uhr

Antrag in Arbeit Hoeneß schon im September Freigänger?
Warum bekommt Uli Hoeneß als abgeurteilter Steuerbetrüger eine sonder Wurst?
Heißt es nicht, vor dem Gesetz sind alle gleich?
Keine Sonderbehandlung für einen Lumpen, auch wenn er Uli Hoeneß heißt.

Herr Werner Christian Wöhrle

21.07.2014, 10:23 Uhr

Richtig, keine Sonderbehandlung für einen Lumpen, gleich wie er heißt.

Allerdings bekam das Wurstmaxl schon vor Gericht eine Sonderbehandlung.

In Frankfurt hat man einen Juwelier wegen 3 Millionen Steuerbetrug zu 9 Jahren Haft verurteilt.

Das gleiche Gericht in München unter Vorsitz des gleichen Richters hat einen Bauer vom Tegernsee wegen 3 Millionen Subventionsbetrug zu 4 Jahren Haft verurteilt.

Wer heutzutage noch der Meinung ist, vor Gericht seien alle gleich oder Deutschland sei gar ein RECHTSstaat, der gehört auch rein!

Nein - nicht in den Knast - der gehört in das Irrenhaus!

Jeder Nichtirre kann leicht erkennen, daß wir in Deutschland nur noch eine korrupte Bananenrepublik sind.

Pancho Sansa

21.07.2014, 12:14 Uhr

Seid Ihr Neidhammel,
die genannten Verfahren waren wohl etwas anders, auch die kriminelle Energie des Angeklagten ist ein entscheidender Faktor.
Und warum sollte die Gesellschaft auf die Arbeit eines Fachmannes verzichten, der für seinen Fehler zahlt und der der Gesellschaft nichts schuldet?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×