Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.06.2015

17:35 Uhr

ARD/ZDF

Blatter-Rücktritt hat keinen Einfluss auf TV-Verträge

Fußball-Welt im Umbruch: Nach dem Rücktritt von Fifa-Chef Joseph Blatter ist vielerorts unklar, wie es mit der Fifa weitergeht. Für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist die Sache klar: Pacta sunt servanda.

Für ARD und ZDF geht es um viel: Das Finale der WM 2014 in Brasilien verfolgten fast 35 Millionen Zuschauer – so viele wie keine andere Sendung der deutschen Fernsehgeschichte zuvor. ap

Übertragungsrechte für die WM

Für ARD und ZDF geht es um viel: Das Finale der WM 2014 in Brasilien verfolgten fast 35 Millionen Zuschauer – so viele wie keine andere Sendung der deutschen Fernsehgeschichte zuvor.

HannoverDer angekündigte Rückzug von Fifa-Präsident Joseph Blatter hat keinen Einfluss auf die Fernsehverträge von ARD/ZDF mit dem Fußball-Weltverband. Die öffentlich-rechtlichen Sender besitzen bereits die Übertragungsrechte für die WM-Turniere 2018 in Russland und 2022 in Katar. „Die bereits geschlossenen Verträge über die TV-Rechte der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 sind von der neuen Situation nicht betroffen“, erklärte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz am Mittwoch auf Anfrage.

Für Gruschwitz bietet der unerwartete Schritt des umstrittenen Fifa-Chefs auch die Chance, das Negativ-Image des Weltverbandes zu verbessern. „Das ZDF sieht in dem Rückzug von Fifa-Präsident Joseph Blatter die große Möglichkeit, dass die Korruptions- und Schmiergeldvorwürfe gegen einzelne Fifa-Funktionäre vorbehaltlos und schonungslos aufgeklärt werden“, erklärte der ZDF-Sportchef.

Deutschland ist für die Fifa weltweit einer der wichtigsten TV-Märkte. Für die WM-Rechte im Vorjahr in Brasilien sollen ARD und ZDF zwischen 150 und 180 Millionen Euro gezahlt haben. Erstmals seit 1998 konnten ARD/ZDF wieder alle 64 WM-Spiele übertragen. Andere Sender wie RTL oder Sky verzichteten auf den Erwerb von Sublizenzen.

Die hohen Investitionen zahlten sich für die Öffentlich-Rechtlichen in Top-Quoten aus. So verfolgten 34,65 Millionen Zuschauer in der ARD das Finale zwischen Deutschland und Argentinien. Mehr Zuschauer hat bisher keine Sendung im deutschen Fernsehen erreicht.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×