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06.10.2017

08:24 Uhr

Argentinien droht WM-Aus

Messis bitterer Abend in der „Bombonera“

Quelle:dpa

Nur 0:0 gegen Peru: Lionel Messi und Argentinien stehen vor dem Aus in der WM-Qualifikation. Der Fußballgott hatte kein Erbarmen, der Ball wollte einfach nicht rein. Bitter für Messi und ein ganzes Land.

Superstar Lionel Messi droht mit Argentinien das Verpassen der WM-Endrunde. Foto: Natacha Pisarenko dpa

Bitter

Superstar Lionel Messi droht mit Argentinien das Verpassen der WM-Endrunde. Foto: Natacha Pisarenko

Buenos AiresEinfach kein Glück: In der 46. Minute scheitert Leo Messi am Pfosten. Dann vereitelt Perus Torwart Pedro Gallese mit einer Reihe von Glanzparaden das erhoffte Tor der „Gauchos“ in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Russland.

Das Unentschieden ist zu wenig für die Ansprüche des Vize-Weltmeisters von 2014: Nach dem 0:0 gegen den direkten Konkurrenten Peru zuhause in Buenos Aires droht dem zweifachen Weltmeister Argentinien bei der WM in Russland nun sogar die Zuschauerrolle.

Denn die „Albiceleste” wäre als Sechster - Stand jetzt - nicht dabei. Peru, das mit jungen, talentierten Spielern das Überraschungsteam in der WM-Qualifikation ist, hat das bessere Torverhältnis. Die „Inkas” können sich erstmals seit 35 Jahren wieder für eine WM qualifizieren.

Zehn Dinge, die Sie noch nicht über Messi wussten

Medizinische Behandlung

Messi litt in seiner Jugend an einer Wachstumsstörung (Somatotropinmangel), sodass er mit 13 Jahren kaum 1,40 m groß war. Nachdem er wegen seiner geringen Körpergröße und den für lokale Verhältnisse hohen Behandlungskosten in bekannten argentinischen Mannschaften nicht aufgenommen worden war, wandten sich seine Eltern an den FC Barcelona. Der stellte ihn unter Vertrag und bezahlte die Ärzte.

Das Schweigen

Lionel Messi soll sehr schweigsam sein. Nicht nur auf dem Fußballplatz als auch in Interviews und TV-Auftritten bekommt er kaum die Zähne auseinander. Dass er in seiner Jugend sehr oft von seiner Familie getrennt war und die meiste Zeit auf dem Fußballplatz verbrachte, werten einige Beobachter als Grund für sein Schweigen.

Die Serviette

Den ersten Vertrag mit dem FC Barcelona unterschrieb Lionel Messis Vater in einem Restaurant in Barcelona auf einer Papierserviette.

Heimatstadt Rosario

Den schweigsamen Fußballer von Weltformat treibt es immer wieder zurück in seine argentinische Heimatstadt Rosario. Trotz seiner wegen des Fußballs ständig wechselnden Aufenthaltsorte ist er seiner Heimat treu geblieben. Seinen Jugendfreunden soll er täglich Textnachrichten schicken.

Ungesundes Essen

Lionel Messi soll so ungesund gelebt haben, dass sein früherer Coach Pep Guardiola beim FC Barcelona alle Softdrink-Automaten verbannte. Dennoch kann man dem Schleckermäulchen keine Gewichtsprobleme vorwerfen.

Versteckte Tattoos

Tattoos sind im Profifußball nichts Ungewöhnliches, bei Messi aber schon. Das brave Fußball-Ausnahmetalent scheint wie der Gegenentwurf zum voll tätowierten Kicker. Dabei hat er selbst zwei Tattoos, eins an der linken Wade und eins auf der linken Schulter.

Die „Hand Gottes“ Part II

Diego Armando Maradona und Lionel Messi ähneln sich nicht nur, weil sie beide Weltfußballer wurden und den Standard ihrer Zeit immer in Frage stellten. Messi eiferte seinem Idol sogar so stark nach, dass er prompt denn zweiten Teil der „Hand Gottes“ lieferte. Auch er kam nicht nur ungestraft davon, sondern sorgte damit für ein Tor.

Soziales Engagement

Im Jahr 2007 gründete Messi die Leo Messi Fundation, eine Organisation zur Förderung des Zugangs zu Bildung und Gesundheitsversorgung für schutzbedürftige Kinder.Im März 2010 wurde Messi als Botschafter für die UNICEF ernannt. Im März 2013 spendete er einem Kinderkrankenhaus in seiner Heimatstadt Rosario 600.000 Euro.

Katalanisch

Wenn er betrunken ist, soll er katalanisch sprechen: Lionel Messi wohnt seit 15 Jahren in Barcelona, die katalanische Sprache ist ihm anscheinend schon in Fleisch und Blut übergegangen.

Che Guevara

Lionel Messi muss sich neben Diego Armando Maradona in Argentinien nur einem Mann geschlagen geben: Che Guevara, mit dem er den Geburtstag teilt.

Zu allem Ärger zog auch noch Dauerrivale Chile durch ein 2:1 gegen Ecuador vorbei. „Die Mannschaft ist wütend, aber wenn wir in Ecuador gewinnen, fahren wir zur Weltmeisterschaft”, sagte Nationaltrainer Jorge Sampaoli trotzig. „Wir haben heute einen kämpferischen Messi gesehen, mit einem Gesicht, das Argentinien braucht”, so Sampaoli.

In der Südamerika-Qualifikation kommt es nun am Dienstag zu einem Herzschlagfinale. Brasilien (0:0 in Bolivien) mit Neymar ist schon lange qualifiziert. Die ersten Vier lösen das Ticket, der Fünfte kann dies über den Umweg eines Hin- und Rückspiels gegen Ozeanienvertreter Neuseeland tun.

Uruguay (28) ist Zweiter, es folgen Chile (26), Kolumbien (26) Peru (25) und Argentinien (25). Zudem hat Paraguay (24 Punkte) durch ein 2:1 in Kolumbien als Siebtplatzierter auch plötzlich noch WM-Chancen.

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