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06.03.2016

16:30 Uhr

Armin Veh entlassen

Eintracht Frankfurt will zeitnah neuen Trainer präsentieren

Die zweite Amtszeit von Armin Veh in Frankfurt ist vorzeitig beendet. Die Eintracht zog nach sieben sieglosen Spielen die Konsequenzen und trennte sich vom Coach. Ein Nachfolger soll schnell präsentiert werden.

Die zweite Amtszeit des Trainers bei der Eintracht war mit großen Hoffnungen verbunden. dpa

Armin Veh

Die zweite Amtszeit des Trainers bei der Eintracht war mit großen Hoffnungen verbunden.

FrankfurtDie Trennung von Armin Veh wollte sich Heribert Bruchhagen unbedingt ersparen. In seinem letzten Jahr als Vorstandsboss bei Eintracht Frankfurt noch einmal einen Trainer zu entlassen, das versuchte der 67-Jährige bis zum Schluss unter allen Umständen zu vermeiden. Doch nach dem enttäuschenden 1:1 (0:1) gegen den FC Ingolstadt am Samstag, dem siebten Spiel in Serie ohne Sieg, musste auch Bruchhagen einsehen, dass es mit Chefcoach Veh nicht mehr weitergeht. Spät in der Nacht traf er mit Sportdirektor Bruno Hübner die gemeinsame Entscheidung, sich von dem im Sommer noch als Hoffnungsträger zurückgekehrten Veh zu trennen.

„Über allem stehen immer die Interessen von Eintracht Frankfurt“, sagte Bruchhagen am Sonntagmorgen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt im Rundlauf der Commerzbank-Arena. „Eintracht Frankfurt ist kein Verein, der sich vom ersten Gegenwind wegblasen lässt, aber wir sind in der Gesamtbetrachtung doch einstimmig zu der Überzeugung gekommen, dass dieser Schritt notwendig ist.“

Seit Wochen hatten sich die Fans in Frankfurt gegen Veh gestellt, der noch einen Vertrag bis 2017 besaß. Viele Anhänger nahmen dem einstigen Erfolgscoach immer noch übel, dass er die Eintracht im Sommer 2014 nach drei erfolgreichen Jahren in Richtung Stuttgart verlassen hatte, weil er dort die bessere Perspektive sah. Er wolle nicht immer den gegnerischen Trainern zum Sieg gratulieren, hatte Veh zur Begründung gesagt. Ein Satz, den ihm viele am Main nie verziehen. Zumal Veh in Stuttgart krachend scheiterte.

„Ich erhoffe mir aus diesem neuen Impuls eine Befriedung des Umfeldes und gleichzeitig auch eine Leistungssteigerung des Teams“, begründete Bruchhagen die Trennung. Veh habe sogar ein bisschen erleichtert gewirkt. „Er hat gespürt, wie das Umfeld auf ihn reagiert hat. Da setzt neben der Enttäuschung auch ein Punkt Erleichterung ein, und den meine ich bei ihm vernommen zu haben.“

Der Eintracht-Chef wollte bis zuletzt an Veh festhalten. Auch weil die Spieler weiter zum Trainer standen. „Ich bin absolut überzeugt davon, dass wir es nur mit Armin Veh da unten rausschaffen“, hatte Routinier Marco Russ gesagt.

Doch nachdem auch gegen Ingolstadt nicht der dringend notwendige Heimsieg gelang, deuteten schon am Samstagabend viele Anzeichen auf Vehs Abschied hin. Von 2011 bis 2014 hatte der 55-Jährige überaus erfolgreich bei der Eintracht gewirkt. Nach dem Abstieg führte er die Hessen sofort zurück ins Oberhaus und schaffte dort den Einzug in die Europa League. Von einem Comeback auf der internationalen Bühne wurde vor dieser Saison wieder geträumt, aber nun geht beim Tabellen-16. die Angst vor dem fünften Bundesliga-Abstieg um.

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