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17.01.2012

14:11 Uhr

Auf zu neuen Märkten

Fußball-Altstars kennen keine Grenzen

Karriere-Ausklang in der Fremde: Rivaldo wechselt nach Angola, Anelka zieht es Richtung China - andere Altstars heuern in Indien an. Kurz vor der Rente gelingt es vielen ehemals großen Namen, noch gut Kasse zu machen.

Ein altes Eisen schmiedet sich neu: Nicolas Anelka wechselt nach China. dpa

Ein altes Eisen schmiedet sich neu: Nicolas Anelka wechselt nach China.

BerlinIn der globalisierten Fußball-Welt fallen für Altstars alle Grenzen. Besserten sich die Helden vergangener Zeiten wie Romario ihre Rente zuletzt meist mit Petro-Dollars am Persischen Golf auf, locken für den lukrativen Ausklang der Karriere inzwischen noch exotischere Märkte. Den früheren Weltfußballer Rivaldo zieht es nach Angola, in China soll Frankreichs Nicolas Anelka nur der erste Transfer mit großem Namen sein und Indien kauft seine Attraktionen gleich im Sechserpack.

„Ich bin zurück auf dem Feld - mit dem indischen Fußballverband, in Westbengalen“, verkündete der 38 Jahre alte Fabio Cannavaro seinen Wechsel jüngst selbst ein wenig überrascht. Eigentlich hatte der Italiener seine Laufbahn nach einem Kurz-Engagement in Dubai vergangenen Sommer beendet. Doch die Aussicht auf eine halbe Million Euro für sechs Wochen Arbeit in der Ende Februar beginnenden Premier League Soccer reizt nicht nur den Weltmeister von 2006.

Neben Cannavaro wissen aber auch Jay-Jay Okocha (38/Nigeria), Robbie Fowler (36/England), Fernando Morientes (35/Spanien), Hernan Crespo (36/Argentinien) und Robert Pires (38/Frankreich) noch gar nicht, für welchen Club sie auflaufen werden. „Wir haben Ikonen für eine Auktion verpflichtet und jedes der sechs Teams wird einen Spieler mit der Gehaltsobergrenze von 600.000 US-Dollar haben“, erklärt Bhaswar Goswami von der organisierenden Celebrity Management Group das Geschäftsmodell.

Dass ihn nicht gerade die sportliche Perspektive vom Wechsel auf den cricketverrückten Subkontinent in Südasien überzeugt hat, gibt Pires unumwunden zu. „Da ich nichts in Europa hatte, warum sollte ich nicht etwas komplett Unbekanntes probieren“, meinte der Welt- und Europameister. Sollte ihn sein Club-Präsident „mögen“, könne er bis zu 790.000 Euros verdienen. „Das ist jede Menge Geld. Aber ich gehe dort nicht als Tourist hin. Es ist ein neues Abenteuer.“

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