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21.08.2015

08:00 Uhr

Aufholjagd in Norwegen

BVB wendet gegen Odds Blamage ab

Quelle:dpa

Drei Gegentore in 22 Minuten: Borussia Dortmund leistete sich im ersten Playoff-Spiel um den Einzug in die Europa League einen Fehlstart, der an die vergangene Saison erinnerte. Doch am Ende war dann doch alles gut.

Pierre Aubameyang (M.) hat den Treffer zum 3:3 gegen Odds BK erzielt.  dpa

Aufholjagd

Pierre Aubameyang (M.) hat den Treffer zum 3:3 gegen Odds BK erzielt. 

Skien/NorwegenKapitaler Fehlstart, umjubeltes Happy End - Borussia Dortmund hat eine Blamage auf internationaler Bühne dank großer Nervenstärke abgewendet. Beim turbulenten 4:3 (1:3)-Erfolg im Playoff-Hinspiel gegen den krassen Außenseiter Odds BK lag das zuletzt hochgelobte Team von Trainer Thomas Tuchel bereits nach 22 Minuten 0:3 hinten, behielt aber die Ruhe.

Dank der Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang (34./76.), Shinji Kagawa (47.) und Henrich Mchitarjan (84.) hat der Revierclub nun gute Chancen, im Rückspiel in einer Woche den Einzug in die Gruppenphase perfekt zu machen.

Vor 13.500 Zuschauern im ausverkaufen Skagerrak-Stadion von Skien hatten die norwegischen Torschützen Jone Samuelsen (1.), Fredrik Nordkvelle (19.) und Espen Ruud (22.) den BVB zuvor in einen Schockzustand versetzt.

BVB: Fakten zu Borussia Dortmund

Wertvollste Spieler

Marco Reus (40 Millionen Euro), Pierre-Emerick Aubameyang (65 Millionen Euro)

Sponsoren

Trikotsponsor: Evonik, mindestens 12 Millionen Euro/Jahr, über 20 Millionen/Jahr möglich, bis 2025
Ausrüster: Puma, bis 2020, sechs Millionen Euro/Jahr
Partner: u.a. Opel, Turkish Airlines

Kader

Marktwert des Kaders: rund 380 Millionen Euro (Mai 2017)

Quelle: transfermarkt.de

Umsatz - Konzern

2015/16 - 376 Millionen Euro
2014/15 - 276 Millionen Euro
2013/14 - 260,7 Millionen Euro
2012/13 - 305 Millionen Euro
2011/12 - 223 Millionen Euro

Gewinn nach Steuern

2015/16 - 29, 4 Millionen Euro
2014/15 - 5,5 Millionen Euro
2013/14 - 12 Millionen Euro
2012/13 - 51,2 Millionen Euro
2011/12 - 27,5 Millionen Euro

Geschäftsführung

Vorsitzender: Hans-Joachim Watzke
Mitglieder: u.a. Thomas Treß (Finanzen), Michael Zorc (Sport), Carsten Cramer (Vertrieb, Marketing)

Aufsichtsrat

Vorsitzender: Gerd Pieper
Die Neulinge sind: Ulrich Leitermann (Signal Iduna), Björn Gulden (Puma) und Dr. Werner Müller (RAG-Stiftung) - sowie Dr. Reinhold Lunow (Facharzt und Schatzmeister des BVB e.V.) als Ersatz für den bereits im Sommer ausgeschiedenen Friedrich Merz.

Essen und Trinken

Ein Wasser (0,5 l) kostet: 3,40 Euro
Ein Bier der Marke Brinkhoff´s No. 1 (0,4 l) kostet: 3,70 Euro
Eine Bratwurst kostet: 3,50 Euro

Quelle: Transfermarkt.de

Stadion

Name: Signal Iduna Park
Sponsoring-Vertrag: bis 2021 für fünf Millionen Euro pro Jahr
Fassungsvermögen: 80.645 Zuschauer

Preisstrategie

Die Geschäftsführung des BVB will die Preise für Tickets, Bier und Bratwurst "in den nächsten Jahren nicht erhöhen". Dies erklärte Geschäftsführer Watzke auf der Bilanzpressekonferenz Ende August 2016 in Dortmund. Die besondere Stadion-Kultur in Dortmund solle erhalten bleiben. Dazu zählt auch, dass bundesligaweit die Preise für Bier und Bratwurst zu den niedrigsten gehören.

„Am Anfang war es wie in einem schlechten Film”, kommentierte Kapitän Mats Hummels, „aber wichtig war es, dass man sich aus solch einem Katastrophenstart noch herauskämpft.” Ähnlich wertete Coach Tuchel das verrückte Geschehen auf dem Rasen: „Das wollten wir so nicht haben. Es war nach dem 0:3 ein langer Weg zurück. Aber wir haben Moral bewiesen.”

Wie schon in der vorigen Saison, als es gleich vier Mal in der ersten Spielminute ein Gegentor gab, wurde die Borussia auch in Norwegen kalt erwischt. Nach nur 13 Sekunden beförderte der sträflich allein gelassene Samuelsen den Ball per Kopf in das Dortmunder Netz.

Jone Samuelsen (l) und Bentley von Odds BK verteidigen gegen Henrikh Mkhitaryan. Foto: DeFodi Cathrin Mueller dpa

Abwehrkampf

Jone Samuelsen (l) und Bentley von Odds BK verteidigen gegen Henrikh Mkhitaryan. Foto: DeFodi Cathrin Mueller

Dieser frühe Rückstand zeigte sichtlich Wirkung. Die im Gegensatz zum famosen Sieg über Gladbach auf fünf Positionen veränderte Borussia wirkte verunsichert und fand auf dem ungewohnten Kunstrasen nicht ins Spiel. Diese Schwäche nutzten die Norweger eiskalt auf.

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