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31.10.2013

17:00 Uhr

Aufschrei der Empörung

WDR schneidet Fantribüne aus „Lokalzeit“-Vorspann

Viele Fans von Borussia Dortmund sind sauer auf den WDR. Der Grund: Ihre Südtribüne taucht nicht mehr im Vorspann vom Lokalfenster auf. Der Sender wollte ein Zeichen gegen BVB-Hooligans setzen.

Die Dortmunder Südtribüne taucht nicht mehr im Vorspann der WDR-„Lokalzeit“ auf. dpa

Die Dortmunder Südtribüne taucht nicht mehr im Vorspann der WDR-„Lokalzeit“ auf.

DortmundDer Westdeutsche Rundfunk hat Ärger mit Fans des Bundesligavereins Borussia Dortmund. Der Sender hatte entschieden, als Zeichen gegen Fußball-Hooligans im Vorspann des Regionalmagazins „Lokalzeit aus Dortmund“ nicht mehr die Dortmunder Südtribüne zu zeigen. „Es gab zunächst einen Aufschrei der Empörung gegen den WDR“, sagte der Leiter des Studios Dortmund, Gerald Baars, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Zugleich betonte er, dass später auch eine „stärker inhaltliche Reaktion“ zum Thema Gewalt im Fußball in Gang gekommen sei.

Die Macher der Sendung hatten am Dienstag eine etwa zweisekündige Einstellung der Südtribüne des BVB-Stadions mit ihren 25.000 Stehplätzen aus dem Vorspann herausgeschnitten. Ziel war es, nach Ausschreitungen am vergangenen Wochenende eine Diskussion über Fangewalt anzustoßen. Viele Zuschauer sahen die Aktion jedoch kritisch.

„Als Gebührenzahler finde ich es traurig [...], dass hier vorschnell 25.000 Menschen in die Sippenhaft genommen werden und pauschal "diskriminiert" und implizit in die Nähe von Gewalttätern gerückt werden“, heißt es in einem Kommentar, den die Lokalzeit auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat. Zuvor hatte bereits Dortmunds Trainer Jürgen Klopp von Populismus gesprochen.

Studioleiter Baars verteidigte unterdessen die Änderung des Vorspanns: „Wir haben seit Jahren immer wieder über Fangewalt berichtet und es hat nichts bewirkt.“ Daher habe man sich zu dem symbolischen Schritt entschlossen. Wenn eine ernsthafte Diskussion der Problematik in Gang gekommen sei, werde die Südtribüne wieder im Vorspann auftauchen.

Von

dpa

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