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06.08.2011

17:49 Uhr

Auftakt nach Maß

Stuttgart sorgt für Schalker Fehlstart

In der umgebauten Stuttgarter Arena trafen mit Stuttgart und Schalke 04 zwei Krisen-Klubs der vergangenen Spielzeit aufeinander. Beide wollten nach der Zittersaison Wiedergutmachung, am Ende hatte der VfB die Nase vorn.

StuttgartMit großen Ambitionen waren der VfB Stuttgart und Schalke 04 in die vergangene Bundesligasaison gestartet. Das Ergebnis nach 34 Spieltagen war jedoch ernüchternd. Mit Platz zwölf respektive 14 wurden die Saisonziele klar verfehlt. Stattdessen fand man sich als Dauergast in der harten Realität des Bundesliga-Abstiegskampfs wieder. In diesem Jahr jedoch soll alles anders werden.

Doch der Pokalsieger erlebte zum Saisonauftakt ein Deja-vu und verhinderte damit die Aufnahme von Trainer Ralf Rangnick in den „Hunderter-Klub“. Zwei Wochen nach dem Gewinn des Supercups unterlagen die Königsblauen bei ihrem Angstgegner VfB Stuttgart deutlich mit 0:3 (0:1) und legten erneut einen Fehlstart in der Fußball-Bundesliga hin. In der vergangenen Runde hatten die Schalker nach vier Pleiten erst am 5. Spieltag die ersten Punkte geholt.

Dementsprechend zufireden zeigte sich Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia: „Es ist schön, dass wir zu diesem Fußballfest etwas beitragen konnten. Wir haben wenig zugelassen und selbst sehr viele Chancen gehabt. Das war ein sehr guter Tag für uns, aber es ist nicht alles Gold was glänzt. Man hat gemerkt, dass wir noch noch nicht immer die notwendige Ruhe haben.“

Nationalspieler Cacau (37.), Martin Harnik (56.) und Shinji Okazaki (89.) besiegelten den misslungenen Aufgalopp des Teams von Rangnick, der somit weiter auf seinen 100. Sieg als Bundesliga-Coach warten muss. Gegen keinen aktuellen Erstligisten haben die Gelsenkirchener eine ähnlich schlechte Auswärtsbilanz (28 Niederlagen und nur ein Sieg in den letzten zwölf Gastspielen). Die Stuttgarter indes feierten erstmals seit August 2008 einen „Dreier“ in einer Bundesliga-Auftaktbegegnung.

Beide Teams taten sich zu Beginn schwer und leisteten sich viele Fehlpässe. Vor 60.000 Zuschauern in der nach dem Umbau fertiggestellten und ausverkauften Arena bekamen die Gastgeber das Spiel dann besser in den Griff. In der 14. Minute hätte Cacau bereits für die Führung sorgen können, doch völlig freistehend trat der Stürmer aus zwölf Metern über den Ball. Und das ausgerechnet vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, der den gebürtigen Brasilianer für das Länderspiel am Mittwoch an gleicher Stelle gegen den Rekordweltmeister nominiert hat.

Sein „Näschen“ bewies Cacau dann nach einem Freistoß von Tamas Hajnal. Zunächst köpfte Neuzugang Maza den Ball Richtung Schalke-Gehäuse, ehe Cacau dazwischenspritzte und per Kopf für die Führung sorgte.

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