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16.09.2014

07:35 Uhr

Aus für Slomka

HSV will schnell neuen Trainer präsentieren

Eine Schonfrist bekam Slomka nicht beim HSV: Nach der 0:2-Niederlage in Hannover war Schluss für ihn. Jetzt will Beiersdorfer schnell einen Nachfolger präsentieren, der am Samstag gegen die Bayern auf der Bank sitzt.

HSV in der Krise

Keine Gnadenfrist für Slomka

HSV in der Krise: Keine Gnadenfrist für Slomka

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HamburgFußball-Bundesligist Hamburger SV hat sich von seinem Trainer Mirko Slomka getrennt und will schnell einen Nachfolger benennen. Der Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer unterrichtete am Montagabend den 47-Jährigen von der Beurlaubung nach nur sieben Monaten beim HSV.

Dies bestätigte Mediendirektor Jörn Wolf der Nachrichtenagentur dpa. Der HSV steht am dritten Spieltag mit nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz und ist bisher tor- und sieglos. Zudem ist der HSV saisonübergreifend zehn Spiele ohne Sieg.

Slomka ist es in acht Wochen Vorbereitungszeit und trotz Investitionen von etwa 26 Millionen Euro in neue Spieler nicht gelungen, einen Aufwärtstrend mit dem „Bundesliga-Dino“ einzuleiten. Nach dem 0:2 am Sonntag bei seinem Ex-Verein Hannover 96 hatte die Führungsriege des HSV genug. Zwar brachte Slomka sieben neue Profis, eine klare Linie oder ein Spielkonzept waren aber nicht zu erkennen. Der Fußballlehrer verlor auch immer mehr Rückhalt in der Mannschaft.

Damit entließ Beiersdorfer nach der Rückkehr zum HSV im Sommer zuerst Sportdirektor Oliver Kreuzer nach nur einer Saison, dann Slomka. Damit wird erneut eine Ablöse fällig, nachdem man sich mit Kreuzer außergerichtlich auf etwa 800.000 Euro geeinigt hatte. Slomkas Vertrag läuft noch bis Juni 2016.

Wer am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen den FC Bayern München auf der Trainerbank sitzen wird, ist noch offen. Schon lange wird Thomas Tuchel als Wunschkandidat gehandelt. Beiersdorfer soll sich angeblich schon mit dem 41-Jährigen getroffen haben.

Bisher konnte sich Tuchel aber noch nicht mit Mainz 05 auf eine Auflösung seines Vertrags einigen. Der HSV müsste eine Ablöse zahlen. Unwahrscheinlich scheint, dass U-23-Coach Josef Zinnbauer vorübergehend den Job übernimmt. Der Nachfolger von Rodolfo Cardoso ist mit dem HSV-Nachwuchs in der Regionalliga äußerst erfolgreich.

Fakten zum Hamburger SV

Dino

Der Hamburger SV ist Gründungsmitglied der Bundesliga und wird daher auch als Dino der Liga bezeichnet. Der Verein wurde 1887 gegründet.

Erfolge

Größte Erfolge: sechs Meisterschaften, drei DFB-Pokalsiege, Gewinn des Europapokals der Pokalsieger, Gewinn des Pokals der Landesmeister (heute Champions League).

Umsatz

In der Saison 2014/15 setzte der HSV 128,1 Millionen Euro um.

Verlust

Der Verlust in dem Geschäftsjahr 2014/15 lag bei 16,9 Millionen Euro.

Kaderwert

Der Wert des HSV-Kaders für die Saison 2016/17 wird auf rund 80 Millionen Euro beziffert. Zum Vergleich: Der Kader von Bayern München ist über sieben Mal so viel wert.

Quelle: Transfermarkt.de

Trikots

Sponsor ist die Fluggesellschaft Emirates. Bis 2019 fließen pro Jahr 7,5 Millionen Euro an den HSV. Ausrüster ist Adidas.

Trikotpreise

Ohne Beflockung: 84,95 Euro
Mit Standard-Beflockung: 94,95 Euro
Mit besonderer Beflockung: 99,95 Euro
Kindertrikots: 64,95 Euro

Stadion

Volksparkstadion – Kapazität: 57.000
Zuschauerschnitt im Vorjahr: 53.700
Namensrechte vergeben bis 2019, bringen 4 Millionen Euro pro Jahr
Eigentümer: HSV Fußball AG

Ticketpreise

Tagestickets: 17 bis 96 Euro
Dauerkarten: 224 bis 805 Euro
verkauft: 26.000

Geschäftskunden

Logen: 50
Logenplätze: 700
VIP-Plätze: 3100

Von

dpa

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