Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.09.2016

18:44 Uhr

Bahn, Postbank, EnBW

WM-Sponsoren bestreiten Verträge mit Beckenbauer

Einige Sponsoren der Fußball-WM 2006 erklären sich nach Bekanntwerden von Zahlungen an Franz Beckenbauer. Die Unternehmen betonen einmütig, keine Verträge mit dem damaligen WM-Chef geschlossen zu haben.

Als ehrenamtlicher Organisationschef der Fußball-WM erhielt Franz Beckenbauer offenbar Zahlungen von Sponsoren. Einige Unternehmen betonen, sie hätten Beckenbauer nichts gezahlt. dpa

Franz Beckenbauer

Als ehrenamtlicher Organisationschef der Fußball-WM erhielt Franz Beckenbauer offenbar Zahlungen von Sponsoren. Einige Unternehmen betonen, sie hätten Beckenbauer nichts gezahlt.

Die nationalen WM-Sponsoren Deutsche Bahn, der Energiekonzern EnBW und die Deutsche Postbank haben mit Franz Beckenbauer in seiner Eigenschaft als ehrenamtlicher Organisationschef für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 keine Verträge abgeschlossen. Das teilten die Unternehmen am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Deutsche Bahn „hatte damals einen Vertrag mit der Fifa und dem DFB WM-OK (Organisationskomitee). Nicht mit Herrn Beckenbauer“, erklärte Reinhard Boeckh, der Leiter Konzernpressestelle, am Donnerstag auf Anfrage. Das Gesamtvolumen der vertraglichen Vereinbarung betrug nach Bahn-Angaben zwölf Millionen Euro. „Davon flossen sechs Millionen Euro cash an die Fifa“, hieß es. Die anderen sechs Millionen seien Sachleistungen gewesen.

Beckenbauer sei lediglich im Rahmen von gemeinsamen PR-Terminen in seiner Funktion als Präsident des WM-OK und des DFB tätig gewesen. Über den oben genannten Vertrag habe es keinerlei Vereinbarungen mit Beckenbauer gegeben. „Wir haben und hatten keine Kenntnis darüber, ob Herr Beckenbauer aus der Vereinbarung Leistungen von der Fifa oder dem OK erhalten hat“, hieß es von Bahn-Seite.

Beckenbauer habe bereits seit 2002 einen Werbevertrag bei der Postbank gehabt, „durch den er für Produkte und andere Themen als sogenannter Testimonial geworben hat“, teilte Postbank-Sprecher Joachim Strunk mit. Unabhängig davon habe die Postbank, beziehungsweise die damalige Konzernmutter Deutsche Post, 2003 den Fifa-Vertrag abgeschlossen, durch den die Postbank zum „Nationalen Förderer“ wurde.

„In diesem Zusammenhang sind keine weiteren Gelder an Herrn Beckenbauer geflossen“, sagte Strunk. „Damit unterscheidet sich unsere Partnerschaft diametral sowohl inhaltlich wie auch auf der Zeitachse von den Fällen, die derzeit in der Öffentlichkeit diskutiert werden“, sagte er.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×