Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.04.2015

17:13 Uhr

Bayer gegen Bayern

Pokal-Hit ohne Schweinsteiger

Vor dem Pokal-Schlagerspiel bei Bayer Leverkusen plagen Bayern München erhebliche Personalsorgen. Nach Robben, Ribéry und Alaba wird nun auch Schweinsteiger fehlen. Die Werkself hofft nicht nur deshalb auf einen Coup.

Münchens Bastian Schweinsteiger fasst sich an seinen linken Knöchel: Der Mittelfeldstratege fällt gegen Bayer aus. dpa

Bayerns Achillesferse

Münchens Bastian Schweinsteiger fasst sich an seinen linken Knöchel: Der Mittelfeldstratege fällt gegen Bayer aus.

Düsseldorf/LeverkusenBayer Leverkusen will am Mittwoch (20.30 Uhr) im Viertelfinale des DFB-Pokals Titelverteidiger Bayern München bezwingen. Die Vorzeichen stehen gut: Schließlich muss der deutsche Meister ohne das Star-Quartett Arjen Robben, Franck Ribéry, David Alaba und Bastian Schweinsteiger in der BayArena antreten.

Bayer strotzt indes vor Selbstvertrauen: Zuletzt gewannen die Leverkusener fünf Bundesliga-Begegnungen hintereinander und blieben dabei ohne Gegentor. „Wir brauchen uns nicht ganz klein zu machen und Außenseiter zu sein, um eine bessere Ausgangssituation zu haben“, sagte Leverkusens Chefcoach Roger Schmidt. „Wir wollen als Sieger vom Platz gehen.“

Einen Tag vor dem Viertelfinal-Schlagerspiel des DFB-Pokals am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD) musste der 17-fache Pokalgewinner aus München eine weitere schlechte Nachricht verkraften: Nach den Ausfällen von Arjen Robben, Franck Ribéry und David Alaba wird auch Bastian Schweinsteiger wegen seiner Sprunggelenksblessur fehlen.

Dagegen könnte der zuletzt angeschlagene Holger Badstuber gegen die Werkself in den Kader zurückkehren. „Ich denke, er kann uns wieder helfen“, erklärte Guardiola, der „keine Ausreden“ wegen der vielen Ausfälle gelten lassen will.

„Das motiviert mich, eine Lösung zu finden. Ich muss eine Lösung finden“, erklärte der Spanier. „In diesem Moment der Saison geht es um Kopf, Herz und Leidenschaft.“ Schweinsteiger hatte sich seine Blessur gegen Dortmund zugezogen, er soll aber nicht schwerwiegend verletzt sein.

DFB-Pokal-Viertelfinale im Überblick

VfL Wolfsburg - SC Freiburg 1:0 (0:0)

Der VfL Wolfsburg feiert am Dienstag trotz schlechter Chancenverwertung ein am Ende verdientes 1:0 (0:0) gegen die Breisgauer. Nach einem engagierten Auftritt beim Zweiten der Fußball-Bundesliga fühlte sich der SC Freiburg indes um einen Elfmeter und die große Möglichkeit zum 1:1 betrogen.

Borussia Dortmund - TSG 1899 Hoffenheim 3:2 n.V. (1:2)

Am Ende einer packenden Pokalpartie umarmten sich BVB-Coach Jürgen Klopp und Hoffenheims Trainer Markus Gisdol freundschaftlich. 120 Minuten lang duellierten sich Dortmund und Hoffenheim auf Augenhöhe. Für die Entscheidung sorgte Dortmunds Oldie Sebastian Kehl (35) mit einem Sonntagsschuss. Hoffenheim hatte zwischenzeitlich sogar geführt.

DSC Arminia Bielefeld - Borussia Mönchengladbach 6:5 n.E.

Nach einem intensiven und äußerst spannenden Spiel steht Arminia Bielefeld im Halbfinale des DFB-Pokals. Die Ostwestfalen schießen den Favoriten Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen aus dem Turnier. Bielefeld agiert im gesamten Spielverlauf taktisch und diszipliniert. Hinten steht die Arminia sicher, nach vorne gibt es immer wieder Offensivaktionen. Junglas bringt die Hausherren in Führung (27.). Kurz darauf verwandelt Kruse einen Handelfmeter (32.) und gleicht zum 1:1 aus. Im gesamten weiteren Spielverlauf hat Gladbach nun keine wirkliche Torchance mehr. So geht das Spiel erst in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen. Raffael vergibt den ersten Schuss für die Gäste, Lorenz den letzten von Bielefeld. So steht es 4:4 nach fünf Elfmetern. Dann ist es der Gladbacher Traore, der den entscheidenden Elfmeter nicht verwandelt. Keeper Schwolow kann den Schuss parieren und Bielefeld steht verdient im Halbfinale.

Bayer Leverkusen - FC Bayern München 3:5 n.E.

In einem über 120 Minuten auf hohem Niveau ausgeglichenen Spiel lassen sich immer wieder stärkere Phasen eines der beiden Teams finden, doch in der Summe hält man sich stets die Waage. Vor der Pause mit weniger Chancen, im zweiten Durchgang dann schon mit besseren Einschussgelegenheiten, die jedoch allesamt ungenutzt bleiben. Für größere Diskussionen sorgt ein vermeintlicher Treffer von Lewandowski nach 59 Minuten, dem Schiedsrichter Zwayer jedoch die Anerkennung verweigert. In der Verlängerung hat Bayern vor der Pause Vorteile, Leverkusen wirkt dagegen in den abschließenden 15 Minuten stärker, doch auch hier will der Ball nicht ins Netz. Im Elfmeterschießen leistet sich Josip Drmic dann den einzigen, aber entscheidenden Fehlschuss - mit einem 5:3 vom Punkt ziehen die Bayern ins Halbfinale ein.

„Gegen Bayern ist es immer schwer, auch in dieser Konstellation“, meinte Schmidt zur Personalmisere des Titelverteidigers. „Wichtig ist nicht so sehr der Zustand des FC Bayern, sondern unser Zustand - und der ist im Moment sehr gut.“

Nach dem Elfmeter-Debakel beim Champions-League-Aus bei Atlético Madrid hat er keine Angst, auch gegen die Münchner bei einer solchen finalen Entscheidung ähnlich zu versagen: „Das hat bei uns keine Spuren hinterlassen.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×