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09.04.2014

22:43 Uhr

Bayern besiegt Manchester

Mit einem Kraftakt ins Halbfinale

Bayern München steht im Halbfinale der Königsklasse. Erneut müssen die Gastgeber gegen ein sehr defensives Manchester United das Spiel gestalten. Zwischenzeitlich stellen die Engländer den Spielverlauf auf den Kopf.

Champions League

„Bei Manchester haben alle gesagt, die sind die besten, Vorsicht!“

Champions League: „Bei Manchester haben alle gesagt, die sind die besten, Vorsicht!“

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MünchenNach einem Gegentor als Weckruf ist der FC Bayern München doch noch souverän in das Halbfinale der Champions League gestürmt. Der schon gekürte deutsche Fußball-Meister setzte sich am Mittwochabend im Viertelfinal-Rückspiel gegen Manchester United dank einer fulminanten Leistungssteigerung nach der Pause mit 3:1 (0:0) durch. Damit hat die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola weiter alle Chancen auf die historische Titelverteidigung und den erneuten Gewinn des Triples. Patrice Evra (57. Minute) hatte vor 67 300 Zuschauern in der Münchner Arena nach dem 1:1 aus dem Hinspiel mit dem 0:1 für einen kurzen Schockmoment gesorgt.

Doch Mario Mandzukic (59.), Thomas Müller (68.) und Arjen Robben (76.) schossen die Bayern zum achten Mal insgesamt und zum dritten Mal nacheinander in das Halbfinale der Champions League. Nach einer schwachen ersten Halbzeit ohne jede Torchance wirkte der Gegentreffer wie ein Adrenalinstoß für die lange Zeit ratlosen Bayern und schien eine Blockade in den Köpfen der Profis gelöst zu haben.

„Ich fand's überragend, wie die Mannschaft trotz dieses kleinen Rückschlags zurückgekommen ist“, sagte Müller im ZDF. „Wenn man sich beide Spiele anschaut, sind wir verdient weitergekommen.“ Gespannt blicken die Münchner nun an diesem Freitag nach Nyon, wo neben dem eigenen Namen die möglichen Gegner Real Madrid, FC Chelsea oder Barcelona-Besieger Atlético Madrid in den Lostöpfen liegen. „Wir haben ein Ziel: Wir wollen nach Lissabon“, sagte Robben mit Blick auf das Königsklassen-Endspiel am 24. Mai in Portugal.

Lange und intensiv hatte Guardiola gegrübelt und getüftelt, mit welcher taktischen Ausrichtung er die Manchester-Defensive knacken könnte. Er entschied sich für eine extrem offensive Startelf mit Mittelstürmer Mandzukic und im Mittelfeld Robben, Müller, Mario Götze, Franck Ribéry und Toni Kroos.

Tatsächlich entwickelte sich vom Anpfiff weg das erwartete Geduldsspiel. Die Bayern gaben vor den Augen ihres ehemaligen Präsidenten Uli Hoeneß anfangs Tempo und Rhythmus vor. Manchester agierte etwas mutiger als im Hinspiel, diszipliniert in der Abwehr und mit Kontern Richtung Bayern-Tor. Nach acht Minuten tauchte Wayne Rooney gefährlich vor Manuel Neuer auf, zögerte aber zu lange mit dem Abschluss. Der Angreifer stand nach seiner Zehenverletzung wie von Guardiola prophezeit in der ersten Elf, setzte aber kaum Akzente.

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