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11.01.2008

14:10 Uhr

Bayern-Coup mit Klinsmann

Reaktionen: „Ach du scheiße“

Der Bayern-Coup hat die gesamte Bundesliga-Szene überrascht – und sogar im Kanzleramt für Freude gesorgt. Bei den Bayern hatte die Sache höchste Geheimhaltungsstufe. Wie hoch, das zeigt die perplexe Reaktion von Klinsmanns Mutter Martha. Doch es gab auch skeptische Stimmen. Einer würde den Bayern für ihren Mut gar die „Tapferkeitsmedaille verleihen“.

Bayer-Zwirn statt DFB-T-Shirt: Jürgen Klinsmann wird Trainer in München. Quelle: Reuters

Bayer-Zwirn statt DFB-T-Shirt: Jürgen Klinsmann wird Trainer in München. Quelle: Reuters

HB MÜNCHEN. Führende Vertreter des deutschen Fußballs nahmen die Entscheidung von Jürgen Klinsmann zugunsten des FC Bayern mit großer Freude auf. „Er ist eine absolute Bereicherung für den deutschen Fußball. Insgesamt ist es ein spannendes Projekt, dass ein ehemaliger Bundestrainer, der viel bewegt hat, einen deutschen Spitzenclub trainiert“, kommentierte Bundestrainer Joachim Löw die überraschende Einigung zwischen dem Rekordmeister und Klinsmann am Freitag. Ähnlich positiv reagierte DFB-Präsident Theo Zwanziger: „Er hat viel für den deutschen Fußball geleistet und wird sicherlich auch beim FC Bayern einiges bewegen.“

Die überraschende Nachricht über den neuen Trainerjob des früheren Bundestrainers hat auch im Kanzleramt für Freude gesorgt: „Die Kanzlerin (Angela Merkel) freut sich wie Mill. Fußballfans in Deutschland, dass Jürgen Klinsmann jetzt zurückkommt nach Deutschland und dort seine Kunst zur Geltung bringt“, berichtete Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Freitag in Berlin.

Allerdings gebe es einen Unterschied zu seiner vorherigen Aufgabe auf Bundesebene: Während der Nationalmannschaft alle Fußballfans in Deutschland die Daumen hätten drücken können, komme dies beim FC Bayern wohl nur für dessen Anhänger infrage. Insofern könnten die wichtigsten Konkurrenten von Klinsmanns neuer Mannschaft vielleicht eine gewisse Befürchtung haben, dass Klinsmann „seine Kunst mit allzu durchschlagendem Erfolg entfalten könnte“, gab Wilhelm zu bedenken.

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