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26.04.2012

11:23 Uhr

Bayern gegen Chelsea

Welche Chancen es jetzt auf Finaltickets gibt

VonPatrick Kleinmann

Ein Endspiel im Heim-Stadion - dieser Traum wird nicht nur für das Team des FC Bayern wahr, sondern auch für die Fans. Die Tickets sind aber begehrt - und gleich aus mehreren Gründen heißt es beim Kauf: Genau hinschauen!

„Finale dahoam“ - nicht für alle Bayern-Fans wird das auch im Stadion Wirklichkeit. Reuters

„Finale dahoam“ - nicht für alle Bayern-Fans wird das auch im Stadion Wirklichkeit.

MünchenDas Champions-League-Finale im Stadion vor der Haustür, die eigene Mannschaft im Finale und das auch noch als Favorit - viel besser hätte es für die Fans des FC Bayern München wohl kaum laufen können. Spätestens seit am Mittwochabend um 23.22 Uhr der Sieg im Elfmeterschießen bei Real Madrid feststand, ging der Run auf die Tickets los. „Eine Million Anfragen“, erwartete FCB-Pressesprecher Markus Hörwick direkt nach Schlusspfiff, bei einem Kontingent von 17.500 Karten für beide Teams sind das über 57 Interessenten für jeden Platz. Doch wie kommt man jetzt noch an die begehrten Plätze? Die Antwort ist simpel: Mit einem Mitgliedsausweis und viel Glück - oder mit viel Geld.

Wirtschaftsfakten der Champions League

Prämien

In der Saison 2010/2011 schüttete die Uefa insgesamt 754,1 Millionen Euro an die 32 Teilnehmer der Champions League aus. Neben einer Antrittsprämie von 3,9 Millionen gab es 550.000 Euro für jedes Vorrundenspiel, 400.000 Euro für ein Remis und 800.000 für einen Sieg in der Gruppenphase.
Die Qualifikation für das Achtelfinale war der Uefa 3 Millionen Euro wert, für das Viertel- und das Halbfinale gab es 3,3 und 4,2 Millionen Euro Prämie. Während sich der unterlegene Finalist mit 5,6 Millionen Euro trösten durfte, kassierte Sieger Barcelona für den Titel satte 9 Millionen Euro.

Market Pool

Neben den Siegprämien werden an die Vereine Anteile des Market Pools ausgeschüttet, in dem die Einnahmen durch Fernsehgelder gesammelt sind. In der vergangenen Saison waren das 341 Millionen Euro.
Der Anteil der einzelnen Teams ist dabei neben der Menge an Spielen auch von den im eigenen Land bezahlten Fernsehgeldern abhängig und der Ligaplatzierung des Vorjahres abhängig. So konnte Manchester United als unterlegener Finalist 2011 trotzdem insgesamt knapp 2 Millionen Euro mehr einnehmen als Sieger Barcelona.

Solidarzahlungen

Ein Teil der Prämien gingen zudem an Mannschaften, die bereits in einer der Qualifikationsrunden ausgeschieden sind. Jeder gescheiterte nationale Meister erhielt 200.000 Euro Antrittsprämie, jedes Team 130.000 Euro für das Erreichen der nächsten von insgesamt drei Runden, also maximal 590.000 Euro.

So viel Geld bekamen die Klubs

Die Einnahmen ausgewählter Teams in der Champions-League-Saison 2011:

FC Barcelona: 51,025 Millionen Euro
Manchester United: 53,197 Millionen Euro
Real Madrid: 39,822 Millionen Euro
FC Schalke: 39,288 Millionen Euro
Inter Mailand: 37,982 Millionen Euro
Bayern München: 32,562 Millionen Euro

Sponsoren

Die Uefa lässt in jeder Drei-Jahres-Periode nur maximal acht Hauptsponsoren für die Champions League zu, deren Branchen sich nicht überschneiden dürfen. Im Moment sind das die Firmen Ford, Mastercard, Sony Ericsson, Sony Europe, Playstation als Marke der Sony Computer Entertaintmend Europa, UniCredit und in allen Ländern, in denen Alkoholwerbung erlaubt ist, Heineken. Adidas als Lieferant des offiziellen Spielballs ist nur Ausrüster und damit Nebensponsor.
Die Vereine dürfen weiterhin ihren persönlichen Hauptsponsoren auf dem Trikot tragen, allerdings nur diesen einen. Der Mediawert der aktuell sieben Hauptsponsoren der Champions League wird auf 15 Millionen Euro geschätzt. Für die kommenden drei Jahre stehen als Sponsoren bereits Heineken, UniCredit, Ford, Mastercard und Playstation fest.

Fernsehrechte

Die Übertragungsrechte an der Champions League werden ebenfalls alle drei Jahre für die kommenden drei Spielzeiten vergeben, getrennt nach Free-TV- und Pay-TV-Sendern. Während in der Saison 2011 noch Sky Deutschland und Sat1 die Spiele übertragen, übernahm das ZDF ab Sommer 2012 für drei Jahre die Berichterstattung im Free-TV.
Die Rechte gelten für ein Spiel pro Matchwoche sowie die Übertragung des Finals und des Super Cups – online und im Fernseher. Außerdem umfasst der Vertrag das Zeigen von Spielzusammenfassungen anderer Partien. Offizielle Zahlen zu den Kosten der Rechte gibt es nicht, Experten schätzen den Preis pro Jahr aber auf über 50 Millionen Euro.

Das Bayern-Kontingent: Die 17.500 Karten, die der FC Bayern genauso wie Gegner Chelsea von der Uefa zur Verfügung gestellt bekommt, gehen ausschließlich an die knapp 180.000 Mitglieder des Gesamtvereins und die der über 3000 Fanclubs. Dabei gilt die Regelung, dass pro Mitglied maximal ein Ticket vergeben wird, pro Fanclub maximal vier. Bis 18 Uhr am kommenden Sonntag, 29. April, können Anträge gestellt werden, danach werden die Plätze ausnahmslos verlost. Die Presseabteilung der Münchener rechnet damit, nur jede zwölfte Bestellung auch bedienen zu können. Jede Art von Jahres- oder Dauerkarte zählt beim Finale nicht. Als Nicht-Mitglied des Vereins oder eine Fanclubs sind jegliche Ticket-Bemühungen von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Völlig losgelöst

Wie die Bayern-Fans den Finaleinzug feierten

Völlig losgelöst: Wie die Bayern-Fans den Finaleinzug feierten

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Kommentare (1)

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Wolle

27.04.2012, 12:15 Uhr

Ich brauch kein TICKET, ich will eine Eintrittskarte!

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