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10.05.2017

16:55 Uhr

Bayern-Präsident

Hoeneß‘ Rundumschlag

Bei einer Veranstaltung zieht Bayern-Präsident Uli Hoeneß beherzt vom Leder. Er redet über die Freiwilligkeit seines Gefängnisaufenthalts, lästert über Dortmund und träumt von 300 Millionen zahlenden Chinesen.

Furore im Internet

Uli Hoeneß sieht sich als Opfer der Medien – Die schlagen zurück

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Vaduz, DüsseldorfBayern-Präsident Uli Hoeneß hat bei einer Gala-Veranstaltung in Liechtenstein auf seine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung zurückgeblickt. „Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war. Ein Freispruch wäre völlig normal gewesen. Aber in diesem Spiel habe ich klar gegen die Medien verloren“, sagte der 65-Jährige bei der Veranstaltung „meet the president“ in Vaduz. Die Schweizer Zeitung „Blick“ veröffentlichte Aussagen von Hoeneß.

„Mein wirtschaftliches Ergebnis bei der Bank Vontobel von 2001 bis 2010 war minus drei Millionen Euro. Ich habe über 40 Millionen Strafe gezahlt, inklusive 18 Millionen Zinsen und 2 Millionen Kirchensteuer. Trotzdem entschied ich mich, ins Gefängnis zu gehen. Theater gab's nur, bis ich im Gefängnis war. Nach dem zweiten oder dritten Hausbesuch hat mich die Presse danach in Ruhe gelassen“, führte der Bayern-Präsident aus. Hoeneß war am 13. März 2014 wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt; am 29. Februar 2016 kam er vorzeitig aus der Haft.

Uli Hoeneß – Spieler und Manager

Sport

Als Spieler legte Uli Hoeneß, geboren am 5. Januar 1952 in Ulm, eine Traumkarriere hin.

Karrierestart

Schon mit 15 stand er in der Schülernationalmannschaft, mit 18 bestritt er sein erstes Bundesligaspiel für den FC Bayern.

Titel

Als ungemein schneller Außenstürmer gewann er drei deutsche Meisterschaften, dreimal den Europapokal der Landesmeister und einmal den Weltpokal.

Höhepunkte

Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde Hoeneß 1972 Europameister und 1974 Weltmeister.

Laufbahn

Als Manager war Hoeneß nicht minder erfolgreich.

Start mit 27

Nach einer Knieverletzung wurde er 1979 mit 27 Jahren jüngster Fußballmanager Deutschlands.

Unzählige Titel

In den folgenden drei Dekaden gewann der FC Bayern 16 Meistertitel, neun DFB-Pokale und einen Europapokal der Landesmeister.

Präsident

2009 übernahm Hoeneß das Präsidentenamt und zog in den Aufsichtsrat ein. Diese Ämter gab er nach seiner Verurteilung 2014 auf. Nach seiner Freilassung kehrte er zum FC Bayern zurück: Seit dem 25. November 2016 ist er zum zweiten Mal Präsident des Klubs.

Hoeneß ließ in der Rede keine Form von Schuldbewusstsein erkennen. Auch auf die tatsächlichen Umstände seiner Verurteilung, der Selbstanzeige, die erst nach der Eröffnung des Anfangsverdachts erfolgte sowie Formfehler und fehlerhafte Summenangaben, ging der Bayern-Präsident nicht ein.

Vielmehr schlug er noch einen Bogen, um dem sportlich derzeit abgehängten Dauerrivalen Borussia Dortmund einen Schlag zu versetzen, der zumindest verdächtig in Richtung Gürtellinie geht. Man sei ziemlich beschimpft worden, als man sich gegen die Börsennotierung entschloss, erinnerte sich Hoeneß. Als unmodern sei man bezeichnet worden. „Als Heiko Herrlich damals einen Gehirntumor hatte, musste Borussia Dortmund eine Ad-hoc-Meldung machen, weil man ja als börsennotiertes Unternehmen eine so wichtige Meldung rausgeben muss“, erinnerte sich Hoeneß.

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Wenn beim FC Bayern München jemand einen Hirntumor hätte, würde man einen Teufel tun, und es an die Öffentlichkeit tragen. Damit spielte der langjährige Manager auch auf die Erkrankung des Sportchefs Matthias Sammer an, über die erst spät Details bekannt wurden. Das gewählte Beispiel erscheint in diesem Kontext aber so willkürlich wie deplatziert.

Kommentare (3)

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Herr Paul Kersey

10.05.2017, 17:58 Uhr

Als bekennender Dortmunder sag ich mal was dazu:
Hoeneß + Rummenige = Unsympathie zum Quadrat
Das war's für heute. Gute Nacht!

Herr Marc Hofmann

10.05.2017, 19:32 Uhr

Wenn ich Hoeness höre, zucke ich zur Zeit immer zusammen. Ich habe irgendwie Schiss, dass er der deutsche Donald Trump werden könnte. Voraussetzungen hätte er ja: Er kennt das deutsche Steuersystem, er ist sehr reich, und er weiß, wie man den Leuten Beinen macht! Für die Blödis reicht das.

Zum Glück ist Ulli dann doch ganz in Ordnung und hat bereits dementiert. Er findet die AfD ziemlich Scheisse. Ulli ist okay!

Herr Anton Buchstetter

10.05.2017, 19:47 Uhr

Hier wird wieder mal sichtbar dass ein Herr Hoeneß noch nie Charakter hatte und auch keinen bekommen wird. Selbstüberschätzung,Uneinsichtigkeit und Profilneurose gehört anscheinend zu seinem Krankheitsbild. Herr Hoeneß hat noch nie Uneigennützigkeit gezeigt. Seine angeblichen Spenden oder Hilfen gingen nur an solche von denen Er widerum etwas erwarten konnte. Bewunderung bekommt er nur von seines Gleichen. Gute Nacht Deutschland - hoffe es gibt nicht mehr solche "Hoeneß"

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