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06.11.2013

14:48 Uhr

Bayern-Präsident

Hoeneß zieht sich bei Allianz-Tochter zurück

Uli Hoeneß zieht offenbar erste Konsequenzen aus seiner Steueraffäre. Der Bayern-Präsident will sich aus dem Aufsichtsrat der Beratungstochter der Allianz zurückziehen. Es soll Hoeneß' eigene Entscheidung gewesen sein.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß: Der 61-Jährige lässt seinen Aufsichtsratsposten bei der Beratungstochter der Allianz ruhen. Reuters

Bayern-Präsident Uli Hoeneß: Der 61-Jährige lässt seinen Aufsichtsratsposten bei der Beratungstochter der Allianz ruhen.

FrankfurtGut vier Monate vor Prozessauftakt in der brisanten Steuer-Affäre legt Uli Hoeneß sein erstes Amt nieder. Der Präsident des FC Bayern München tritt von seinem Aufsichtsratsposten bei einer Tochter des Versicherungsriesen Allianz zurück. Der 61-Jährige werde seinen Platz im Kontrollgremium der Allianz Beratungs-und Vertriebs-AG zum 30. November aufgeben, sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch. Es handele sich dabei um eine „persönliche Entscheidung“ von Hoeneß.

Die Gründe für den Schritt des mächtigen Bayern-Vereinspatrons wurden zunächst nicht bekannt. Doch zwei Tage nachdem die 5. Strafkammer des Landgerichts München II am Montag die unveränderte Zulassung der Anklage gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung veröffentlicht hatte, lässt dieser Schritt Raum für Spekulationen. Von Außenstehenden wie der Vorsitzenden von Transparency International Deutschland, Edda Müller, wurden bereits eine Pause oder der Rücktritt von seinen Bayern-Ämtern gefordert.

Der Münchner Vorzeigeclub hält allerdings weiter wie eine Bastion zu Hoeneß. Der Verein legte ein Gutachten vor, nach dem dieser als Aufsichtsratschef der ausgegliederten Bayern-Profi-AG im Amt bleiben könne. Die anderen Mitglieder des hochkarätig besetzten Gremiums stellten sich hinter Hoeneß und erklärten, dass dieser seinen Posten „weiter ausüben“ solle.

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Hoeneß werde von einer „überwältigenden Mehrheit der Mitglieder des FC Bayerns“ unterstützt, hob der FCB-Aufsichtsrat diese Woche hervor und erinnerte an die „hervorragenden Verdienste“ des langjährigen Managers. Hoeneß ist zugleich Präsident des eingetragenen Vereins FC Bayern.

Die Marke FC Bayern sei so stark, „dass sie nicht allein durch die Steuerverfehlungen von Hoeneß an Image verliert“, betonte André Bühler, Direktor des Deutschen Instituts für Sportmarketing, in der „Welt“ (Mittwoch). Der Marketingfachmann wies zudem auf ein Dilemma für die Sponsoren hin. „Sie dürfen zum einen die Fans nicht gegen sich aufbringen, wenn sie Hoeneß die Unterstützung entziehen. Zum anderen dürfen sie selbst nicht an Glaubwürdigkeit verlieren.“

Vonseiten der Allianz gab es zum Abschied freundliche Worte für Hoeneß, der seinen Entschluss zum Rückzug „vor einigen Tagen“ dem Deutschland-Vorstandschef Markus Rieß mitgeteilt habe. Unabhängig vom Rücktritt „bedanken wir uns für seine langjährigen Verdienste“, sagte der Konzernsprecher am Mittwoch. Hoeneß saß seit 2006 im Aufsichtsrat der Tochtergesellschaft. Vorsitzender dieses Kontrollgremiums ist ebenfalls Rieß.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

06.11.2013, 14:21 Uhr

Zitat:
Der Aufsichtsrat des FC Bayern hatte Hoeneß am Montag den Rücken gestärkt. Diesem Gremium gehören auch Top-Manager der meisten Sponsoren wie Volkswagen, Adidas und Deutsche Telekom an.
Zitat Ende:

Das sagt alles über den Stil und die Moral dieser Fürhrungskräfte ( scheinbar ohne Vorbildfunktion ) aus.

Volkswagen: fahr ich sowieso nicht. Telekom: Handy ( hm ). Adidas: könnte schmerzen.

Wenn Anstand und Moral bei UH noch ansatzweise vorhanden wäre ( und nicht nur peinliche selbstverliebtheit ), hätte er alle Ämter ruhen lassen bis die Sache geklärt ist.

Jeder zockt und versucht Kohle zu machen; aber Stil hat man, oder nicht. Diese Eigenschaft ist unabhängig von den Abmessungen der LV-Geldbörse und kann nicht gekauft werden.

Merken Sie sich das mal, Herr UH.

Beratung

06.11.2013, 14:27 Uhr

Späte aber gute Entscheidung.

Der sollte endlich auch beim "Rekordmeister" die Fliege machen. Er ist langfristig ehe nicht zu halten.

Account gelöscht!

06.11.2013, 14:57 Uhr

Ich kann diesen Typen nicht mehr sehen oder hören, er hat seinen Kredit komplett verspielt. Er ist doch in allen Ämter längst überliquide, er schadet nicht nur dem FC Bayern, sondern auch den Aufsichtsräten dort, die warum weiß ich nicht, sich nicht trauen ihn dort zu entfernen. Vermutlich hat er über jeden einzelnen ein Dossier angelegt, was sie erpressbar macht, mir fällt sonst mehr dazu nicht ein, vollkommen unverständlich so eine Figur unangetastet zu lassen.

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