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11.05.2015

11:56 Uhr

Bayern-Trainer Guardiola

„Ich werde hierbleiben“

Zuletzt wurde wild über die Zukunft von Pep Guardiola spekuliert. Nun bezieht der Star-Trainer vor dem Barca-Spiel selbst Stellung. Für das Wunder gegen die Messi-Elf hat sich Pep auch schon eine Taktik überlegt.

Der Spanier will in München bleiben. AFP

Pep Guardiola

Der Spanier will in München bleiben.

MünchenPep Guardiola hat sich nach den erneuten Gerüchten um das große Interesse von Manchester City klar zum FC Bayern bekannt. „Oh, Jungs. Ich habe es 200 Millionen Mal gesagt an der Säbener Straße. Ich habe noch ein Jahr mehr Vertrag. Ich werde nächste Saison hierbleiben. Das ist alles“, sagte der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Montag in München. Bis zum 30. Juni 2016 läuft der Kontrakt des Spaniers, der seit 2013 beim FC Bayern arbeitet. Die Münchner Club-Bosse bekundeten mehrfach Interesse an einer Vertragsverlängerung. Guardiola selbst betonte wiederholt, dass ein Gespräch noch Zeit habe.

Bei der nötigen Aufholjagd gegen den FC Barcelona will der Trainer seine Elf nicht blind nach vorne stürmen lassen. Für Guardiola ist eine stabile Abwehr die unverzichtbare Basis für ein mögliches Münchner Fußball-Wunder am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF und Sky) im Halbfinal-Rückspiel der Champions League.

„Wir müssen gut verteidigen, das ist das Erste“, sagte Guardiola am Montag mit Blick auf die „sehr starke“ Barça-Offensive um Lionel Messi und Neymar, die im Hinspiel für Barcelona getroffen hatten. Er werde versuchen, den 0:3-Rückstand über die „Kontrolle des Spiels“ aufzuholen, kündigte der Spanier an. Die „deutsche Mentalität“, wild nach vorne rennen zu wollen, sei keine taugliche Strategie, betonte Guardiola: „Herz ja, aber auch mit Kopf“, lautet Guardiolas Plan.

Fragen und Antworten zu Barca gegen Bayern

Was bedeutet die herbe Niederlage für Pep Guardiola?

Für den Bayern-Trainer war das 0:3 im Stadion seiner größten Erfolge ein schwerer Schlag. Viel vorzuwerfen war ihm nicht, auch wenn Franz Beckenbauer die Auswechslung von Thomas Müller (wie schon im DFB-Pokalhalbfinale gegen Dortmund) zurecht als „nicht zu verstehen“ kritisierte.

Zu behaupten, Guardiola sei in München gescheitert, wäre eine maßlose Übertreibung. Dennoch weist das 0:3 über das Tagesgeschäft hinaus. In München werden die Stimmen lauter, die fest an seinen Abschied 2016 glauben. Spätestens dann stünde die gründliche Renovierung der aktuellen Bayern-Mannschaft an. Ob Guardiola sie leiten wird, scheint fraglicher denn je.

Wo lagen die Schwachpunkte der Bayern?

Guardiola sagte, das Mittelfeld habe "die ganze Last" getragen - was er nicht sagte: Bastian Schweinsteiger und Co. sind darunter zerbrochen. Kein Jahr nach seinen Heldentaten von Rio scheint der Weltmeister über den Zenit. Zuletzt machten Abwanderungsgerüchte ins Ausland die Runde - auch für Schweinsteiger dürfte spätestens 2016 Schluss sein.

Auch Xabi Alonso hat in Barcelona erneut gezeigt, dass er die Zukunft hinter sich hat. Dazu kamen in Philipp Lahm und Thiago zwei Spieler, die nach Verletzungen noch die alte Form suchen. Robben hin, Ribéry her - der FC Bayern muss sich auch in der Mittelfeldzentrale verstärken. Er sollte an den Dortmunder Ilkay Gündogan denken.

Ist Lionel Messi der beste Spieler der Fußball-Geschichte?

Die Frage verbietet sich, eigentlich. Pelé, Puskás, di Stéfano, Beckenbauer, Cruyff oder Maradona - sie alle spielten in einer Zeit, in der der Fußball noch nicht dieses atemberaubende Tempo hatte. Vergleiche müssen hinken - aber dieser Messi, das ist keine Übertreibung der spanischen Medien, ist tatsächlich (Fußball-)Gott. Der "Floh" straft alle Lügen, die ihn nach einem schwachen Jahr auf der Resterampe sahen. Messi ist der Beste. Basta!

Was wird aus Mario Götze?

Der WM-Held erlebte wieder ein wichtiges Spiel als Joker. Schlappe elf Minuten gönnte ihm Guardiola vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw. Dass dieser den Jungstar beim WM-Finale mit den Worten aufs Feld schickte, er solle der Welt zeigen, dass er besser ist als Messi, wirkt heute wie ein schlechter Witz. Götze agiere "wie ein Jugendspieler", schimpfte Beckenbauer über das teilnahmslose Gekicke des Hochbegabten, "das passt natürlich nicht zum FC Bayern". Zukunft offen.

Was macht dennoch Hoffnung auf ein „Wunder von München“?

(Fast) nichts. Franck Ribéry und Arjen Robben werden auch in der Allianz Arena fehlen. Und Javi Martínez ist nach monatelanger Pause noch nicht in der Lage, dem Mittelfeld die dringend benötigte Stabilität zu geben. Guardiola hat keine Alternativen - und keine Hoffnung, dafür fiel die Niederlage um mindestens ein Tor zu hoch aus. Nur ein einziges Mal machte ein Team einen Drei-Tore-Rückstand noch wett. Die Bayern werden nicht das zweite sein.

Die Mannschaft ist entschlossen, das Unmögliche zumindest zu versuchen. „Wir müssen was bewegen. So sind wir drauf“, sagte Weltmeister Thomas Müller. Vorbild sei der 6:1-Sieg gegen den FC Porto, mit dem der deutsche Rekordmeister im Viertelfinale ein 1:3 aus dem Hinspiel im eigenen Stadion ausgleichen konnte. „Wir können nicht davon ausgehen, dass es läuft wie gegen Porto. Aber wir brauchen's“, sagte Müller bei der Pressekonferenz am Montag.

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Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr der Ringe

11.05.2015, 14:00 Uhr

>> „Ich werde hierbleiben“ >>

Die Frage ist, wie lange.....??!!!!
























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