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03.06.2011

20:18 Uhr

Betrieb eingestellt

Griechischer Fußballverband zieht die Reißleine

Nach dem Finanzsystem droht nun auch der Fußball in Griechenland im Chaos zu versinken. Aus Protest hat der Verband nun vorläufig den Betrieb eingestellt. Sogar das Aus der kommenden Meisterschaftssaison ist möglich.

Auch Verbandspräsident Sofoklis Pilavios ist offenbar bedroht worden. Quelle: dapd

Auch Verbandspräsident Sofoklis Pilavios ist offenbar bedroht worden.

AthenDer griechische Fußballverband (EPO) hat aus Protest gegen Gewalt und Unregelmäßigkeiten seinen Betrieb eingestellt. Der mit großer Mehrheit der Provinzverbände getroffene Beschluss gilt vom kommenden Montag an. Wie die halbamtliche Nachrichtenagentur ANA am Freitag weiter berichtete, habe EPO-Präsident Sofoklis Pilavios die Entscheidung damit begründet, dass er selbst von Funktionären bedroht werde.

Wie Pilavios im griechischen Rundfunk sagte, werde der Beschluss nicht wie ursprünglich von ihm vorgeschlagen auf unbestimmte Zeit, sondern vorerst für zehn bis 15 Tage gelten. „In dieser Zeit werden wir mit den gesunden Kräften des Fußballs reden. Es gibt viel Redebedarf. Wir müssen etwas tun, weil der Fußball stirbt", fügte er im Athener Sportradio hinzu. In den nächsten Tagen sollen nun zahlreiche Gespräche mit den Klubs geführt werden.

Der griechische Fußball wird seit Monaten von Gewalt und Skandalen heimgesucht. Zahlreiche Mannschaften haben sich mit gefälschten Dokumenten ihre Beteiligung an den verschiedenen Wettbewerben verschafft. Sollte es bei der Entscheidung bleiben, könnten in der kommenden Saison keine Meisterschaften in Griechenland stattfinden, hieß es. Das Heimspiel der griechischen Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation am Samstag gegen Malta findet wie geplant statt.

Kommentare (1)

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Somalia

05.06.2011, 11:55 Uhr

Griechenland: Failed State, Somalia-Klasse. Nicht zu helfen, korrupt bis in die Knochen, das gesamte System.

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