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15.11.2016

15:45 Uhr

Bilanz der Weltmeister

Kein Lahm, kein Schweinsteiger – kein Problem

VonAlexander Möthe

Sie sind jung, erfolgreich, nur so wirklich wild sind sie nicht: die deutschen Fußballnationalspieler. Löws Musterknaben haben das Loch nach dem WM-Titel eindrucksvoll überwunden. Altstars? Werden nicht gebraucht.

Der Kern des Weltmeister-Teams von 2014 spielt nicht mehr: Kapitän Philipp Lahm und sein Co Bastian Schweinsteiger. dpa

Alle weg

Der Kern des Weltmeister-Teams von 2014 spielt nicht mehr: Kapitän Philipp Lahm und sein Co Bastian Schweinsteiger.

Düsseldorf25! Das ist nicht irgendeine Zahl, es handelt sich dabei um das Durchschnittsalter der Startelf der deutschen Fußballnationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino. Den 8:0-Erfolg fuhr eines der jüngsten Teams der Quali ein. Serge Gnabry (21), im Sommer noch Olympia-Zweiter in Rio geworden, erzielte bei seinem Länderspieldebut gleich drei Treffer.

Auch Benjamin Henrichs (19) wusste bei seiner Premiere zu gefallen. Damit gibt es im ohnehin jungen Team von Bundestrainer Joachim Löw wieder zwei Youngster, die sich für den festen Kader empfehlen konnten. Wenn am Dienstagabend im abschließenden Freundschaftsspiel des Jahres Deutschland in Mailand gegen Italien antritt, werden voraussichtlich vier der jüngsten von Anfang an auf dem Platz stehen.

Es ist das dritte Mal in diesem Jahr, dass sich die Teams gegenüberstehen. Und beide Male konnte sich die DFB-Auswahl bisher durchsetzen. Doch da der Bundestrainer Rücksicht auf das anstehende Spitzenspiel München gegen Dortmund nehmen möchte, werden neben einigen Stammkräften sicher auch die Reservisten zum Zug kommen.

Wie immer das Spiel auch ausgehen mag, schon jetzt steht fest, dass 2016 besser zu Ende gegangen ist, als es begonnen hat. Sogar mit Segen des Papstes.

Nationalmannschaft: DFB-Team zum Papstbesuch im Vatikan

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DFB-Team zum Papstbesuch im Vatikan

Zum Abschluss ihres Rom-Besuchs besucht die Nationalmannschaft den Papst. Die Audienz ist der Höhepunkt des Programms des deutschen Teams zwischen den Länderspielen in San Marino und Italien zum Jahresabschluss 2016.

Die Länderspielsaison 2015/16 war durchwachsen. Sie sah das Finale einer zähen EM-Qualifikation, oftmals antriebslose Auftritte der Mannschaft, die 2014 noch Weltmeister geworden war. Nach wackligen Vorstellungen bei der EM selbst kam das Halbfinal-Aus des Teams wieder einmal nach einer der besseren Turnierleistungen.

Es war die Torabschlusskrise, die Löw nach wie vor nicht abstellen konnte. Der Mannschaft gelangen zu wenig Treffer, um die eigene Überlegenheit in souveräne Siege umzumünzen. Die bittere Niederlage gegen Frankreich war ein potenzieller Wirkungstreffer. Einer, der womöglich gereicht hätte, den angeknockten Weltmeister auf die Bretter zu schicken.

Doch es kam anders.

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