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07.11.2013

21:10 Uhr

Blamage in Tel Aviv

Frankfurt kriselt nun auch in Europa

Eine indiskutable erste Halbzeit, ein Doppelschlag mit turbulenter Schlussphase – und schließlich die Ernüchterung: Aus einer achterbahnähnlichen Partie geht Eintracht Frankfurt als unglücklicher Verlierer heraus.

Eintracht-Trainer Veh (links) muss vier Torfeierlichkeiten von Tel Aviv miterleben. dpa

Eintracht-Trainer Veh (links) muss vier Torfeierlichkeiten von Tel Aviv miterleben.

Tel AvivDie sportliche Krise hat Eintracht Frankfurt nun auch in der Europa League mit voller Wucht erfasst. Nach einer anfangs peinlichen und am Ende immerhin kämpferischen Vorstellung verlor der Fußball-Bundesligist am Donnerstagabend mit 2:4 (0:3) beim israelischen Meister Maccabi Tel Aviv. Ein Doppelschlag von Srdjan Lakic (63.) und Alexander Meier per Handelfmeter (67.) war für die Eintracht nicht genug, da sie bereits nach 35 Minuten durch Tore von Eran Zahavi (14.) und Barak Itzhaki (30./35.) mit 0:3 zurücklag. Für den Schlusspunkt sorgte erneut Zahavi in der Nachspielzeit mit einem verwandelten Handelfmeter.

Diese Pleite verhinderte nicht nur, dass Frankfurt die vorzeitige Qualifikation für die K.o.-Runde verpasste. Sie war drei Tage vor dem wichtigen Bundesliga-Derby bei Mainz 05 auch noch ein weiterer Schlag für das ohnehin schon angeknackste Selbstvertrauen. Denn während es in der Europa League nur die erste Niederlage nach zuvor drei mühelosen Siegen war, sind die Frankfurter daheim im Ligaalltag schon seit sechs Partien sieglos.

Genau aus diesem Grund entschloss sich Trainer Armin Veh auch dazu, in Tel Aviv zum ersten Mal in dieser Saison im großen Stil zu rotieren und mit Blick auf das Spiel in Mainz mehrere Leistungsträger zu schonen. Sebastian Rode blieb gleich ganz in Frankfurt, Torjäger Vaclav Kadlec saß zunächst nur auf der Bank. Dafür brachte der Coach im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg fünf neue Spieler: Srdjan Lakic im Sturm, Stefan Aigner und Takashi Inui dahinter, Constant Djakpa und Stephan Schröck in der Abwehr.

Das Ergebnis war jedoch lange Zeit niederschmetternd: Die Eintracht fand überhaupt nicht in dieses Spiel. Maccabi störte zwar früh und machte es den Frankfurtern dadurch schwer. Aber als Alibi für die groben Mängel in allen Bereichen taugte das nur bedingt. Ein zielstrebiges, dominantes Angriffsspiel, wie von Veh gefordert, war nicht zu sehen. Und in der Defensive führte der lethargische und unkonzentrierte Frankfurter Auftritt zu teils grotesken Patzern.

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