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28.10.2015

12:49 Uhr

Blatter-Nachfolge

Fifa lässt sieben Kandidaten zu

Wer wird Fifa-Präsident? Das Wahlkomitee des Fußball-Weltverbands hat sieben Kandidaten zur finalen Prüfung zugelassen. Michel Platini ist dabei, David Nakhid nicht. Derweil feilt Sepp Blatter an der eigenen Legende.

Der Weltverband hat den Kandidatenkreis für die Nachfolge bereits ausgedünnt. dpa

Fifa-Präsident Blatter

Der Weltverband hat den Kandidatenkreis für die Nachfolge bereits ausgedünnt.

ZürichIm Kampf um die Nachfolge von Joseph Blatter als Fifa-Präsident ist einer von acht Bewerbern bereits aus dem Rennen. Das Ad-hoc Wahlkomitee des Fußball-Weltverbands verweigerte der Kandidatur des früheren Profis David Nakhid aus Trinidad und Tobago die Anerkennung, teilte die Fifa am Mittwoch mit.

Die Kandidaten mussten die Unterstützung von mindestens fünf Fifa-Mitgliedsverbänden nachweisen. Nakhid sei nicht zugelassen worden, weil er die Stimme eines Verbands eingebracht habe, der auch einen weiteren Bewerber unterstützt. Dies ist laut Regularien nicht erlaubt.

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Die Bewerbungen des Jordaniers Prinz Ali bin al-Hussein, Musa Bility aus Liberia, des Franzosen Jérôme Champagne, von Uefa-Generalsekretär Gianni Infantino, des asiatischen Verbandschefs Scheich bin Ibrahim Al Chalifa und Tokyo Sexwale aus Südafrika werden nun vom Ad-hoc Wahlkomitee beurteilt. Das Gremium entscheidet, ob ein Kandidat zur Wahl am 26. Februar 2016 zugelassen wird. Die Untersuchungskammer der Fifa-Ethikkommission wird zudem die Integrität der Kandidaten überprüfen.

Dieser Check kann beim Franzosen Michel Platini derzeit nicht durchgeführt werden, weil der Chef der Europäischen Fußball-Union momentan von den Fifa-Ethikhütern für 90 Tage gesperrt ist. Sollte der Bann vor der Wahl aufgehoben werden oder auslaufen, entscheidet das Wahlkomitee je nach Zeitpunkt, „wie mit dem betroffenen Kandidaten weiter verfahren“ wird, hieß es in der Fifa-Mitteilung.

Der nach wie vor amtierende Fifa-Präsident Joseph Blatter hat derweil bedauert, dass er nicht im Sommer 2014 zurückgetreten ist. „Ich hätte den Mut aufbringen und mich nach der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zurückziehen sollen“, sagte der Chef des Fußball-Weltverbandes der russischen Agentur Tass. „Aber mich haben fünf von sechs Kontinentalverbänden angefleht zu bleiben (...). Sie hatten Angst, dass jemand aus Europa an die Macht kommt und die Uefa dann den gesamten Weltfußball kontrolliert“, sagte Blatter in dem am Mittwoch veröffentlichten Interview.

Der Schweizer warf Uefa-Chef Michel Platini vor, den Fifa-Skandal provoziert zu haben. „Von Anfang an war ich das Ziel der Attacken. Und arrangiert hat das alles Michel Platini. Es ist etwas Persönliches.“

Von

dpa

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