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06.06.2017

13:52 Uhr

Borussia Dortmund

Bosz wird neuer BVB-Trainer

Peter Bosz ist neuer Trainer von Borussia Dortmund. Er wird heute als Nachfolger von Thomas Tuchel vorgestellt. Der bisherige Ajax-Coach bevorzugt Offensivfußball, arbeitet gern mit Talenten und spricht Deutsch.

Bei Borussia Dortmund ist der Trainer von Ajax Amsterdam offenbar der neue Wunschkandidat für die Nachfolge von Thomas Tuchel. dpa

Peter Bosz

Bei Borussia Dortmund ist der Trainer von Ajax Amsterdam offenbar der neue Wunschkandidat für die Nachfolge von Thomas Tuchel.

DüsseldorfBorussia Dortmund hat sich mit dem bisherigen Ajax-Trainer Peter Bosz auf einen Wechsel geeinigt. Der Fußball-Bundesligist wird den Niederländer heute als Nachfolger von Thomas Tuchel präsentieren. Nach Informationen des „Kicker“ erhält der 53 Jahre alte Niederländer beim BVB einen Vertrag bis 2019.

Die Ablöse für den noch an Ajax gebundenen Bosz soll drei Millionen Euro betragen. Er gilt nach den gescheiterten Bemühungen der Vereinspitze um eine Verpflichtung von Lucien Favre aus Nizza als weiterer Wunschkandidat. Der wichtigste Grund für den Wechsel des Fußballlehrers soll ein Konflikt im Trainerstab von Ajax Amsterdam sein.

Der Vertrag von Bosz in Amsterdam lief noch bis zum Sommer 2019. Unter seiner Leitung hatte Ajax das Finale der Europa League erreicht. Die Spielzeit hatte Ajax auf Platz zwei der Eredivisie hinter Meister Feyenoord Rotterdam abgeschlossen.

Borussia Dortmunds neuer Trainer Peter Bosz

Persönliche Daten

Geboren am: 21. November 1963 in Apeldoorn

Erste Stationen als Spieler

1981-1984 Vitesse Arnheim
1984-1985 AGOVV Apeldoorn
1985-1988 RKC Waalwijk
1988-1991 Sporting Toulon

Weitere Stationen

1991-1996 Feyenoord Rotterdam
1996-1997 JEF United (Japan)
1998 Hansa Rostock
1998-1999 NAC Breda
1999 JEF United

Länderspiele

Niederländische Nationalmannschaft: 8 Einsätze, 0 Tore (1991-1995)

Erste Stationen als Trainer

2000-2002 AGOVV Apeldoorn
2002-2003 De Graafschap
2004-2006 Heracles Almelo
2010-2013 Heracles Almelo

Weitere Stationen als Trainer

2013-2016 Vitesse Arnheim
2016 Maccabi Tel Aviv
2016-2017 Ajax Amsterdam
seit 2017 Borussia Dortmund

Spielstil

Wie seine Trainer-Vorbilder Johan Cruyff und Pep Guardiola bevorzugt der achtmalige holländische Nationalspieler eine schnelle, offensive Spielweise. „Ich war auf dem Platz ein Zerstörer, aber das macht mir als Trainer keinen Spaß“, bekannte der ehemalige defensive Mittelfeldspieler in der englischen Zeitung „Guardian“.

Jordi Cruyff

Der Sohn von Johan Cruyff ist voll des Lobes: „Peter liebt die Fußball-Philosophie meines Vaters: sehr offensiv, sehr dynamisch. Ein großartiger Typ, sehr beliebt bei den Spielern“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Martin Pieckenhagen

Der Ex-Torwart trainiert sowohl unter Tuchel (Mainz) als auch unter Bosz (Almelo) und stand zudem zusammen mit dem Niederländer im damaligen Hansa-Kader. Er sieht Parallelen zwischen den Fußball-Lehrern. „Beide sind fußballverrückt. Beim Entwickeln eines Matchplans sind sie ähnlich. Was das Sportliche betrifft, kann man sie vergleichen“, sagte er im TV-Sender Sky.

Bosz kommt dem Anforderungsprofil der Borussia sehr nahe. Wie seine Trainer-Vorbilder Johan Cruyff und Pep Guardiola bevorzugt der achtmalige holländische Nationalspieler eine schnelle, offensive Spielweise. „Ich war auf dem Platz ein Zerstörer, aber das macht mir als Trainer keinen Spaß“, bekannte der ehemalige defensive Mittelfeldspieler unlängst in der englischen Zeitung „Guardian“.

Zudem bewies Bosz Geschick im Umgang mit Talenten. So führte er den jungen Kader von Ajax, der ein Durchschnittsalter von lediglich 22,7 Jahren aufweist, ins Europa-League-Finale und in der Eredivisie auf Rang zwei. Gegen alle Widerstände und trotz eines Fehlstarts krempelte er das Team nach seinem Amtsantritt 2016 radikal um. Ein Opfer dieses Umbaus war der heutige Wolfsburger Riechedly Bazoer.

Zwölf Monate später sind alle Kritiker verstummt. Cruyff-Sohn Jordi ist voll des Lobes: „Peter liebt die Fußball-Philosophie meines Vaters: sehr offensiv, sehr dynamisch. Ein großartiger Typ, sehr beliebt bei den Spielern“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Kommentare (1)

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Herr Paul Kersey

06.06.2017, 10:57 Uhr

Also verstehe ich das richtig: Man trennt sich von Thomas Tuchel im Streit und ersetzt ihn durch einen anderen Trainer, der seinen jetzigen Verein nach gerade einem Jahr im Streit verlässt. Super Konzept würde ich sagen!

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