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01.12.2014

11:52 Uhr

Borussia Dortmund

„Es gibt kein Thema Marco Reus und Bayern München“

VonAnis Micijevic

Deutliche Worte im Transferpoker um Marco Reus: Sein Berater Dirk Hebel dementiert Gespräche mit dem FC Bayern München. Zudem soll es Gerüchten zufolge ein Abkommen zwischen beiden Teams zur Personalie Reus geben.

Augen zu und durch: Der Berater von Marco Reus dementiert Gespräche mit den Bayern. dpa

Augen zu und durch: Der Berater von Marco Reus dementiert Gespräche mit den Bayern.

DüsseldorfBereits seit Monaten wird über einen Wechsel des BVB-Superstars Marco Reus zum Erzrivalen FC Bayern München spekuliert. Nun hat sich Dirk Hebel, der Berater des derzeit verletzten Dortmunder Mittelfeldmotors, gegenüber dem „Kicker“ mit deutlichen Worten zu diesem Thema geäußert: „Es gibt kein Thema Marco Reus und Bayern München, und es gibt auch keine Gespräche.“

Dieses Statement klingt wesentlich klarer als Marco Reus' eigene Ausführungen auf seiner Facebook-Seite vor einigen Wochen. Und es würde auch zu den Gerüchten über ein angebliches „Gentlemen's Agreement“ zwischen BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge passen, über das der „Spiegel“ berichtet.

Demnach sollen sich die beiden am 13. Dezember 2013 am Rande der Auslosung zum Achtelfinale der Champions League in Nyon per Handschlag darauf verständigt haben, dass Dortmund seinen Torjäger Robert Lewandowski nicht für eine hohe Ablöse an Real Madrid verkauft. Im Gegenzug sollen die Bayern zugesichert haben, nicht um Marco Reus zu werben.

„Es gab ein Gespräch zwischen uns in Nyon, das ist korrekt. Aber ich werde es nicht weiter kommentieren“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dem „Spiegel“ (Montag). Rummenigge dementierte eine Absprache. In dem Gespräch sei es gar nicht um Reus gegangen, behauptet der Vorstandschef des FC Bayern.

Das Millionenspiel um Marco Reus

Gerüchte

Monatelang jagte ein Gerücht das nächste. Geht Marco Reus zu den Bayern, Manchester City, Real Madrid oder Barcelona? Oder bleibt er in Dortmund? Und zu welchen Bedingungen? Es ging um viele Millionen.

Stand: Februar 2015

Marktwert

Der Marktwert von Marco Reus beträgt derzeit rund 50 Millionen Euro. Damit ist er neben Thomas Müller und Mario Götze einer der wertvollsten deutschen Spieler. In Europa zählt er zu den Top20 der Hotspots.

Ausstiegsklausel

Marco Reus hatte eine Ausstiegsklausel in seinem alten BVB-Vertrag. Diese hätte es ihm erlaubt, für 25 Millionen Euro am Ende der Saison 2014/15 zu wechseln. Damit wäre er für jeden neuen Verein ein Schnäppchen gewesen – gemessen am Marktwert.

Gehaltsangebot

Borussia Dortmund kaufte ihm im Februar 2015 die Ausstiegsklausel ab und konnte Marco Reus damit bis 2019 fest an den Verein binden. Darauf ist Reus nach langem Überlegen eingegangen.

Gehaltspoker

Der BVB köderte nach Informationen von „Bild“ seinen Spieler angeblich mit einem Mega-Gehalt von 12 Millionen Euro. Im „Focus“ war von zehn Millionen Euro pro Jahr die Rede. Und Manchester City soll angeblich sogar 13 Millionen Euro pro Jahr geboten haben, berichtete „Bild“. Laut sid soll Reus nun rund acht Millionen Euro pro Jahr verdienen.

Sprengsatz

Reus ist nun wohl zum absoluten Spitzenverdiener beim BVB aufgestiegen. Gleichzeitig sprengt sein Gehalt womöglich jedoch das aktuelle Gefüge. So viel - wie in der Presse vermutet - konnte ein Fußballspieler in Deutschland bisher nur bei Bayern München verdienen.

Gehaltssprung

Bisher verdiente Reus mit Hinweis auf das Jahr 2013 angeblich rund vier Millionen Euro pro Jahr beim BVB. Schon damit war er einer der Spitzenverdiener im Kader. Der BVB nannte keine Zahlen, sondern gab nur den Hinweis: Anderswo hätte Reus ein Gehalt bekommen können, das in Richtung des Doppelten gegangen wäre.

Und die Bayern?

Klar ist, dass sie über Reus nachdachten. Doch dann zogen sie sich auch frühzeitig öffentlich zurück.

Gewaltiger Bayern-Etat

Die Ausgaben für Spieler steigen bei den Bayern gewaltig. Waren es 2012/13 noch 125 Millionen und 2013/14 bereits 140 Millionen, so sollen es aktuell laut „Bild“ schon 160 Millionen Euro sein.

Topverdiener in München

Die Top-Verdiener in München sind laut „Bild“: Franck Ribéry, Philipp Lahm, Mario Götze. Alle sollen jeweils 12 Millionen Euro pro Jahr erhalten.

Mickriger BVB-Etat

Die Dortmunder wirken dagegen bisher wie ein Waisenknabe. In der Bundesliga liegt der BVB mit einem Lizenzspieleretat von 73 Millionen Euro in dieser Saison sogar nur auf Platz 4 in der Bild-Rangliste. Also nicht einmal die Hälfte des Bayern-Etats.

Rummenigge selbst war es, der die vertraglich festgesetzte Ablösesumme von 25 Millionen für Marco Reus öffentlich gemacht und so für eine Eiszeit zwischen den beiden Teams gesorgt hatte. Sollte es tatsächlich eine Absprache gegeben haben, wäre der Ärger der Dortmunder verständlich gewesen.

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