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26.11.2014

15:55 Uhr

Borussia Dortmund

Klopp hat gute Laune, Watzke will Blut sehen

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke heizt seinen Profis nun ordentlich ein. Er fordert Punkte in der Bundesliga, egal wie. Trainer Jürgen Klopp scherzt dagegen wie eh und je. Die Champions League betrachtet er als „Urlaub“.

BVB-Trainer Jürgen Klopp ist guter Dinge. dpa

BVB-Trainer Jürgen Klopp ist guter Dinge.

Für die Profis von Borussia Dortmund ist die Schonzeit abgelaufen. Mit dem erneuten Sturz auf einen Abstiegsplatz ging die Geduld der Dortmunder Vereinsführung zu Ende. Vor dem Duell heute (20.45 Uhr/Sky) in der Champions League beim FC Arsenal herrscht Reizklima.

Die Standpauke von Hans-Joachim Watzke für das Team sowohl bei der Mitglieder- als auch bei der Aktionärsversammlung des Revierclubs am Sonntag blieb auch in London das vorherrschende Gesprächsthema. Die deutlichen Worte wurden von der Mannschaft positiv aufgenommen. Innenverteidiger Neven Subotic sprach von „akzeptabler Kritik“.

Bei allem Stolz über die positive finanzielle Entwicklung nahm sich der Geschäftsführer die Spieler zur Brust: „All die schönen Erlebnisse der vorigen Jahre dürfen für euch kein Schutzschild sein.“ Über die anstehende Aufgabe in der Königsklasse verlor Watzke wohlweislich kein Wort.

Zahlen und Fakten zum 5. Spieltag

Arsenal London - Borussia Dortmund 2:0 (1:0)

Die Londoner kontrollieren das Spiel über weite Strecken und haben die zwingenderen Möglichkeiten. Sanogo bringt die Londoner früh auf die Siegerstraße (2.). Die harmlosen Dortmunder kämpfen sich zurück in die Partie. Doch dann legt Monacos Sanchez nach (57.).

Atletico Madrid - Olympiacos Piräus 4:0 (2:0)

Atletico Madrid mit einem überzeugenden Auftritt. Über die kompletten 90 Minuten lässt die Elf von Diego Simeone keine Zweifel aufkommen, wer Herr im Hause ist. Raul Garcia (9.) und Mario Mandzukic (38., 62., und 65.,) besorgen den 4:0-Endstand.

Bayer Leverkusen - AS Monaco 0:1 (0:0)

Im Kampf um den Gruppensieg in Gruppe C muss Bayer Leverkusen einen Rückschlag hinnehmen. In einer mäßigen Partie erzielt Ocampos mit einer Direktabnahme aus fünf Metern das 1:0 für AS (72.). Trotz einiger guter Chancen will Bayer kein Treffer gelingen.

FC Basel - Real Madrid 0:1 (0:1)

Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte, aus der die Gäste mit einer 1:0-Führung durch Ronaldo in Minute 35 hervorgehen, holt sich der Gastgeber in der zweiten Halbzeit mehr Spielanteile. Die Madrilenen lassen das Spiel etwas schleifen und gewähren Basel einige Tormöglichkeiten. Letztendlich sind die Schweizer aber zu harmlos.

Ludogorez Rasgrad - FC Liverpool 2:2 (1:2)

Rasgrad beginnt stark und geht früh durch Espinho (3.) in Führung. Liverpool antwortet schnell durch Lambert (8.) und geht danach auch durch das Tor von Henderson (37.) in Führung. In der Folge haben die Reds das Spiel einigermaßen im Griff bis Terziev (88.) die Partie doch noch ausgleicht. Insgesamt ein gerechtes Unentschieden.

RSC Anderlecht - Galatasaray Istanbul 2:0 (1:0)

Die Belgier zeigten ihr bestes Spiel in der bisherigen Champions-League-Saison. In der 44. Minute war es Mbemba, der die Führung erzielte. Auch in der zweiten Hälfte machte RSC alles richtig und ließ Galatasaray nicht ins Spiel kommen. In der 86. Minute schnürrte Innenverteidiger Mbemba den Doppelpack.

Zenit St. Petersburg - Benfica Lissabon 1:0 (0:0)

St. Petersburg gewinnt letztendlich verdient mit 1:0. In der ersten Hälfte ist es ein langsames Spiel, mit wenig Chancen. In der zweiten Halbzeit ist dann zunächst Lissabon das bessere Team, doch nach 65 Minuten wachen die Russen auf und erkämpfen sich gute Chanchen. Danny erzielt den Treffer (79.)

Malmö - Juventus Turin 0:2 (0:0)

Nach einer guten ersten Halbzeit auf beiden Seiten schwächelt besonders Malmö in der zweiten Hälfte in der Offensive. Dies macht sich direkt in der 49.Minute bemerkbar als Llorente den Führungstreffer für die Gäste erzielt. Kurz vor dem Schlusspfiff baut Tevez (88.) die Führung aus und besiegelt den Sieg. Johansson konnte sich nicht mit der Niederlage zufrieden geben und foulte seinen Gegner auf üble Art. Nach einer Auseinandersetzung mit dem Schiri sah er Rot.

Sein Hauptaugenmerk liegt spätestens nach dem verschenkten Sieg am Samstag beim 2:2 in Paderborn auf der Bundesliga: „Nur über die Spiele in Frankfurt, in Bremen und bei Hertha BSC kommen wir wieder in die Spur. Wenn du auf Platz 16 stehst, dann heißt es: Blut, Schweiß und Tränen. Das ist der Weg der nächsten Wochen.“

Dagegen hat Trainer Jürgen Klopp seine gute Laune noch immer nicht verloren. Bei der Pressekonferenz in London scherzte er wie gewohnt mit den englischen Journalisten, als er versuchte, eine deutsche Lieblingsweisheit (und Floskel) ins Englische zu übertragen.

Auf die Frage, wie das große Verletzungspech zustande kommt, antwortet Klopp mit „One comes to the other“ – zu deutsch: Eins kommt zum anderen. Eine Mitschuld durch seine Trainingsgestaltung lehnte er ab. Angesichts der bisher katastrophalen Bundesligasaison begründete Klopp seine dennoch gute Laune scherzhaft: „Ich fühle mich wie im Urlaub. Ist ja nur Champions League.“

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