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01.02.2015

20:55 Uhr

Bremen - Hertha

Di Santo schießt Bremen ins Glück

Werder Bremen ist im Weserstadion unter Trainer Viktor Skripnik wieder eine Macht. Dank Doppel-Torschütze Franco di Santo besiegten die Grün-Weißen die harmlose Hertha zum Auftakt der zweiten Halbserie verdient. Für die Berliner wird damit die Not immer größer.

Der Doppel-Torschütze: Werders Franco di Santo jubelt über sein Tor zum 1:0 gegen Hertha BSC Berlin. dpa

SV Werder Bremen - Hertha BSC

Der Doppel-Torschütze: Werders Franco di Santo jubelt über sein Tor zum 1:0 gegen Hertha BSC Berlin.

BremenKurz nach Franco di Santos Zwei-Tore-Gala gegen Hertha BSC erklärte die Werder-Spitze ihren Topstürmer für unverkäuflich. „Es braucht keiner anzurufen“, betonte der Bremer Geschäftsführer Thomas Eichin nach dem 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen die erschreckend schwachen Berliner am Sonntag.

Seine Saisontreffer Nummer sieben und acht (43. Minute/69.) zeigten, wie wichtig der angeblich von mehreren Vereinen umworbene Di Santo für die Norddeutschen als Lebensversicherung im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ist. „Die beiden Tore waren schön, aber wichtig sind die drei Punkte, alles andere ist Nebensache“, sagte Di Santo ganz bescheiden.

Der Doppelpack des Argentiniers katapultierte die Bremer zum Rückrunden-Start auf Tabellenplatz zwölf und verschärften die Lage der Gäste, die nun als 15. nur noch einen Punkt Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz haben.

Zahlen und Fakten zum 18. Bundesliga-Spieltag

VfL Wolfsburg - Bayern München 4:1 (2:0)

Wolfsburg war von Beginn an im Spiel, immer wieder kamen die Wölfe mit schnellen Kontern gefährlich vor das Tor der Bayern. Schon in der vieren Minute erzielte Bas Dost den Führungstreffer, in der 45. Minute legte er per Traumtor nach. In der 53. Minute knipste der überragende Kevin De Bruyne schon fast die Vorentscheidung. Nach dem Anschlusstreffer von Bernat erzielte der Belgier dann sogar noch den 4:1-Endstand.

Schalke 04 - Hannover 96 1:0 (1:0)

In den ersten 45 Minuten sind die Gastgeber nach verhaltenem Start die bessere Mannschaft und gehen verdient durch Höger in Führung (32.). In den zweiten 45 Minuten spielen die Gäste dann mutig nach vorne und haben 75 Prozent Ballbesitz. Giefer oder eigenes Unvermögen verhindern aber den Ausgleich. In der 85. Minute sieht der schwache Huntelaar nach einem rüden Tritt noch die Rote Karte. Damit wird Schalke wohl einige Wochen auf seinen Torjäger verzichten müssen.

FSV Mainz 05 - SC Paderborn 5:0 (1:0)

Mit einem Paukenschlag beendet Mainz die Serie von neun Spielen ohne Sieg. Yunus Malli bringt die Gastgeber gegen den SC Paderborn nach sechs Minuten in Front. In der Phase vor der Halbzeit haben die Gastgeber Glück, dass sie nicht den Ausgleich kassieren. Mit dem Treffer von Malli nach 43 Sekunden in der zweiten Hälfte ist Paderborn gebrochen. Im weiteren Spielverlauf sorgen Pablo de Blasis (69.), Sami Allagui (82.) und Johannes Geis per Strafstoß (87.) für den 5:0-Endstand.

SC Freiburg - Eintracht Frankfurt 4:1 (0:1)

Die ersten 45 Minuten gehen insgesamt auf das Konto der Frankfurter. Nach einem Blitztor durch Russ zum 1:0 (1.) geben sie aber nach knapp 20 dominanten Minuten das Spiel an Freiburg ab, das, sichtlich motiviert, aber zu inkonsequent mit seinen Chancen umgeht. Die zweite Hälfte wird zur plötzlichen One-Man-Show von Nils Petersen. Darida nutzt einen Elfmeter zum mittlerweile verdienten 1:1-Ausgleich (61.), dann schlägt die Stunde des Ex-Bremers: Mit einem lupenreinen Hattrick (63., 69. und 88.) befördert er sein neues Team aus der Abstiegszone und lässt sprachlose Frankfurter zurück, die sich zu lange auf ihrer Führung ausgeruht haben.

VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:0)

Die Gladbacher kommen besser ins Spiel und könnten früh durch Stranzl führen (3.). Im zweiten Durchgang macht Stuttgart etwas mehr für die Offensive und kommt zu einigen Chancen. Pechvogel des Spiels ist Niedermeier, der zwei Großchancen liegen ließ. Er köpft aus vier Metern drüber (52.) und schießt aus vier Metern an die Latte (90.+1). Gladbach macht insgesamt mehr fürs Spiel und kommt etwas glücklich zum 1:0. Herrmann vollendet einen Konter (71.).

Hamburger SV - 1. FC Köln 0:2 (0:0)

In der ersten Halbzeit beginnt der HSV gut und kommt durch Olic zu Tormöglichkeiten. Ujah hätte für die Führung der Gäste sorgen müssen, Drobny kann jedoch parieren (24.). Folgerichtig geht es mit einem 0:0 in die Pause. In der zweiten Halbzeit sind die Kölner die bessere Mannschaft und gehen durch Risse (62.) verdient in Führung. Danach verliert der HSV etwas den Faden. In der 78. Minute entscheidet wieder Risse die Partie und erhöht auf 2:0. Ein gerechtes Ergebnis!

Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund 0:0 (0:0)

Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund teilen sich gerecht die Punkte. Beim 0:0 in der ausverkauften BayArena sehen die 30.210 Zuschauer eine chancenarme und über weite Strecken zerfahrene Partie. Auf Seiten von Leverkusen hat Gonzalo Castro in der 39. Minute die beste Gelegenheit, bei der Mats Hummels für den geschlagenen Roman Weidenfeller auf der Linie klärt. Dortmund bäumt sich in der zweite Halbzeit auf, der bemühte Ciro Immobile (50.) scheitert mit einem Schuss aus spitzem Winkel knapp. In der Schlussphase macht Leverkusen mehr Druck, das Tor des BVB gerät aber zu keinem Zeitpunkt mehr ernsthaft in Gefahr.

Werder Bremen - Hertha BSC 2:0

Im Abstiegskampf gelingt Werder Bremen ein Befreiungsschlag. Mit 2:0 bezwingt Bremen Hertha BSC. Die Führung gelingt Di Santo mit einem Heber über Kraft zum 1:0 kurz vor der Pause (43.). Nach dem Wechsel ist es erneut Di Santo, der per Direktabnahme für das 2:0 sorgt (69.). Durch den Sieg klettert Werder mit 20 Punkten auf Platz zwölf. Hertha BSC fällt mit 18 Punkten auf den 15. Platz zurück.

FC Augsburg - TSG Hoffenheim 3:1

In einer umkämpften Partie behält der FC Augsburg mit 3:1 gegen die TSG Hoffenheim die Oberhand. Die Führung zum 1:0 gelingt Altintop per Kopf (39.). Mit einem direkt verwandelten Freistoß erhöht Werner auf 2:0 (42.). Kurz vor der Pause verkürzt Firmino auf 2:1 (45.). In der Nachspielzeit sorgt Bobadilla mit dem 3:1 für die Entscheidung (90+3.).

Zunächst schlenzte Di Santo den Ball mit viel Gefühl über Hertha-Torwart Thomas Kraft, dann machte er es per Seitfallzieher noch schöner. „Das ist Stürmerqualität. Wir sind froh, dass er da ist“, sagte Eichin. „Er ist vielleicht nicht so beweglich, aber enorm effektiv“, beschrieb Trainer Viktor Skripnik die Qualität des Angreifers.

Ein Transfer des 25-Jährigen ist für die Bremer tabu. Bis 2016 läuft Di Santos Vertrag an der Weser, auch er will derzeit nicht an Abschied denken, obwohl es zuletzt immer wieder Spekulationen über lukrative Angebote gab. „Ich mache mir überhaupt keine Gedanken, wer da anrufen könnte.

Werder Bremen ist einer der größten Vereine Deutschlands“, versicherte der Nationalspieler, der seinem Ziel von zehn Saisontoren schon ziemlich nah ist. „Franco macht das, wozu er hier ist. Er schießt Tore. Mehr muss er nicht tun“, lobte Kollege Philipp Bargfrede den Matchwinner.

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