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05.04.2013

11:36 Uhr

Brief an die UEFA

Barcelona beschwert sich über Referee Stark

Harsche Vorwürfe gegen den deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark: Beim Hinspiel in der Champions League habe er die Regeln des Spiels nicht anwenden können. Die Katalanen fühlen sich unfair behandelt.

Zlatan Ibrahimovic (links) wendet sich an Schiedsrichter Wolfgang Stark. Reuters

Zlatan Ibrahimovic (links) wendet sich an Schiedsrichter Wolfgang Stark.

BarcelonaDer FC Barcelona hat sich in einem Brief an die UEFA über die Leistung des deutschen Schiedsrichters Wolfgang Stark im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beschwert. Es gehe um eine Serie von Ereignissen auf dem Platz, bei denen es dem Referee nach ihrem objektiven Verständnis nicht gelungen sei, die Regeln des Spiels anzuwenden, wurde der Sprecher auf der Homepage des spanischen Fußball-Spitzenreiters, Toni Freixa, am Donnerstagabend zitiert.

Champions-League-Prämien

Hohe Ausschüttung

Die Champions League bleibt für die Uefa und die teilnehmenden Fußball-Klubs ein florierendes Geschäft. Mehr als 900 Millionen Euro werden in dieser Spielzeit ausgeschüttet.

Sichere Startprämie

Als fixe Startprämie verbuchen alle 32 Vereine 8,6 Millionen Euro. In der Summe sind für den Champions-League-Sieger im besten Fall mehr als 60 Millionen Euro möglich.

Siegprämien

Pro Sieg in der Gruppenphase gibt es eine Million Euro, für jedes Unentschieden halb so viel. Erfolg zahlt sich auch in der K.o.-Runde richtig aus. 3,5 Millionen Euro überweist die UEFA für den Achtelfinal-Einzug, weitere 3,9 Millionen für das Erreichen des Viertelfinales. Die Halbfinalisten erhalten 4,9 Millionen Euro, der unterlegene Finalist 6,5 Millionen. Der Sieger des Endspiels Ende Mai in Lissabon bekommt 10,5 Millionen Euro überwiesen. Dazu kommen Ticketeinnahmen in Millionenhöhe.

Bayern verdienen am meisten

Der FC Bayern kommt nach dem Achtelfinale bereits auf 28,76 Millionen Euro Startgeld und Prämien. Dortmund nahm 24,85, Leverkusen 21,43 und Schalke 18,51 Millionen Euro ein. Ziehen die Bayern ins Viertelfinale ein, würden die Gesamteinnahmen bereits annähernd 50 Millionen Euro betragen.

Der Titel war viel Geld wert

Beim Titelgewinn 2013 kassierten die Münchner insgesamt 55,046 Millionen Euro an Uefa-Prämien, davon 19,146 Millionen aus dem Markt-Pool. Hinzu kamen rund 15 Millionen Euro an Zuschauer-Einnahmen aus sechs Heimspielen.

Vergleich Europa League

Die Gelder in der Europa League sind im Vergleich zur Königsklasse nur Trostpflaster. Im kleinen Europacup fließen nur mehr als 200 Millionen Euro an die 48 Vereine. Der Cupsieger bekommt fünf Millionen Euro, der unterlegene Finalist muss sich mit 2,5 Millionen Euro begnügen. Mit speziellen Bonifikationen kann der Europa-League-Sieger fast zehn Millionen Euro einstreichen.

Nach einer Vorstandssitzung räumte Freixa ein, dass „wir uns voll bewusst sind, dass auch Schiedsrichter Fehler machen können und wir fühlen uns nicht unfair behandelt. Aber was uns auf den Plan ruft ist, dass ein Schiedsrichter in einem hochrangigen Wettbewerb die Regeln nicht kennt.“ Freixa bezog sich auf eine Szene, als Javier Mascherano and Jordi Alba verletzt in der eigenen Hälfte lagen, Stark die Partie aber nicht unterbrach. „Der Referee muss die Partie dann anhalten, das ist nicht passiert.“

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Bereits nach dem 2:2 gegen St. Germain am Dienstag hatten die Katalanen in Paris ihren Unmut geäußert. „Es ist unfassbar, dass der Referee beim Treffer zum 1:1 die Abseitsposition von Ibra (Zlatan Ibrahimovic) nicht sah“, hatte Sergio Busquets gesagt: „Der Schiedsrichter war erst beruhigt, als PSG den Ausgleich erzielte.“

Von

dpa

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