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20.01.2012

17:20 Uhr

Bundesliga, 18. Spieltag

Gladbach schießt Bayern 3:1 ab

VonThorsten Giersch

Borussia Mönchengladbach ist zum Titelanwärter mutiert. Die „Fohlen“ besiegten den FC Bayern München mit 3:1 (2:0) und weckten Erinnerungen an die goldenen 70er-Jahre. Und das gelang mit typischen Bazi-Mitteln.

Die Matchwinner: Marco Reus und Patrick Herrmann feiern den Sieg gegen Bayern München. dapd

Die Matchwinner: Marco Reus und Patrick Herrmann feiern den Sieg gegen Bayern München.

MönchengladbachManchmal wiederholt sich Geschichte auch im Fußball: Wie schon zum Start der Hinrunde schockte Borussia Mönchengladbach auch beim ersten Auftritt in der Rückserie den FC Bayern München. Die „Fohlen“ gewannen gegen den Rekordmeister dank einer starken Defensivleistung und höchster Effektivität im Abschluss mit 3:1 (2:0). Überragende Akteure waren Marco Reus und Patrick Herrmann. Doch der Reihe nach.

Der Respekt der Bayern vor dem Überraschungsteam vom Niederrhein war groß, zumal den Gladbachern im Hinspiel ein spektakulärer 1:0-Erfolg gelang, aber das Selbstbewusstsein des Meisterschaftsfavoriten war noch größer. „Wenn wir so spielen, wie zeitweise in der Vorrunde, wird es schwer, uns zu stoppen. Wir wollen gewinnen und eine Serie starten“, forderte Bastian Schweinsteiger, der nach mehr als zweimonatiger Verletzungspause ins Team zurückkehrte. Dafür müssen die Bayern allerdings den gesperrten Franck Ribéry ersetzen. Toni Kroos spielte links, Thomas Müller zentral und Arjen Robben auf rechts.

Die 54.047 Zuschauer waren vor der Partie guter Hoffnung, nach mehr als sieben Jahren mal wieder einen Sieg gegen die Bayern im eigenen Stadion landen zu können. Ihr besonderes Augenmerk galt dem Shootingstar Reus, der vor kurzem seinen Wechsel zu Borussia Dortmund verkündet hatte. Verzichten musste Gladbach auf seinen Abwehrchef Dante wegen einer Gelbsperre. Dem Siegtorschützen aus dem Hinspiel, Igor de Camargo, blieb zunächst nur ein Platz auf der Bank.

Die Stimmung war schon beim Einlaufen der Teams phantastisch. Die Gastgeber, die vor der Partie mit 33 Punkten nur vier Zähler hinter den Bayern lagen, hatten nach der besten Hinrunde seit 35 Jahren Erwartungen im Umfeld geschürt. Die Aussichten für die Borussen, erstmals nach 16 Jahren wieder ins internationale Geschäft einzuziehen, sind groß. Und vor allem hatten beide Fanlager dem Rückrundenauftakt seit Wochen entgegengefiebert.

Trotz der langen Pause begann die Partie mit durchaus ansehnlichen Ballstafetten. Die Bayern bemühten sich in der gewohnten Manier um die Kontrolle. Doch die Gastgeber zeigten ebenfalls frühzeitig in Ansätzen, dass sie gefährliche Konter spielen können. Zudem mauerte sich Gladbach bei weitem nicht so ein wie in der Hinrunde.

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